„Lerche“ oder „Eule“? Deshalb ist Frühstück nach dem eigenen Chronotyp so wichtig

Je nach Chronotyp – also Lerche oder Eule – sollte man anders frühstücken, wie eine neue Studie jetzt herausgefunden hat.

Frühstück Chronotyp

Ein Frühaufsteher, also eine Lerche, sollte anders frühstücken als eine Eule (Langschläfer). © Vecteezy

Eine aktuelle Untersuchung der Universität Paderborn zeigt, dass Menschen je nach Chronotyp, bekannt als „Lerchen“ und „Eulen“, unterschiedlich auf ein kohlenhydratreiches Frühstück reagieren. Laut der Studie könnten „Lerchen“, die früh aufstehen und dementsprechend früh frühstücken, im Laufe des Tages eine abnehmende Glukosetoleranz erleben, während „Eulen“ eine konstant hohe Glukoseantwort sowohl morgens als auch abends aufweisen.

Chronotyp beeinflusst Glukosetoleranz

Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass der Biorhythmus eines Individuums maßgeblich beeinflusst, wie der Körper auf Mahlzeiten reagiert, insbesondere auf solche, die reich an Kohlenhydraten sind. Während „Lerchen“ tendenziell eine höhere Glukoseantwort am Abend zeigen, was auf eine über den Tag abnehmende Toleranz hindeutet, überraschte es das Forschungsteam, dass „Eulen“ zu jeder Tageszeit ähnlich reagieren, unabhängig von der Uhrzeit der Nahrungsaufnahme.

Wichtige Ernährungsempfehlungen für „Lerchen“ und „Eulen“

Die Studie hebt hervor, dass „Eulen“, deren biologischer Rhythmus sie zu späteren Aktivitäten und Mahlzeiten neigen lässt, besonders darauf achten sollten, wann und was sie frühstücken. FOCUS online zitiert die Studienleiterin Anette Buyken, die betont, dass ein sehr frühes Frühstück für „Eulen“ problematisch sein kann, insbesondere wenn es reich an ungünstigen Kohlenhydraten ist. Sie empfiehlt, dass „Eulen“ ihr Frühstück später zu sich nehmen und dabei auf qualitativ bessere Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte zurückgreifen sollten, um den Blutzuckerspiegel nicht zu stark ansteigen zu lassen.

Folgen falscher Ernährung nach Chronotyp

Das Team der Universität Paderborn untersuchte im Rahmen der Studie, wie tageszeitliche Unterschiede die Glukoseantwort beeinflussen können. Sie fanden heraus, dass ein hoher Blutzuckerspiegel, der durch falsche Ernährung nach dem jeweiligen Chronotyp verursacht wird, langfristig das Risiko für Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Insulinresistenz und Demenz erhöhen kann. Diese Erkenntnisse könnten dabei helfen, individuelle Ernährungspläne zu entwickeln, die auf den Biorhythmus der Menschen abgestimmt sind.

Was du dir merken solltest:

  • Der Chronotyp eines Menschen, ob „Lerche“ oder „Eule“, beeinflusst die Reaktion des Körpers auf kohlenhydratreiche Frühstücke; „Lerchen“ sollten ein ausgewogenes Frühstück früh zu sich nehmen, während „Eulen“ besser später und kohlenhydratärmer frühstücken sollten.
  • Ein zu frühes oder kohlenhydratreiches Frühstück kann bei „Eulen“ zu unerwünschten Blutzuckerspitzen führen, was langfristig das Risiko für Krankheiten wie Diabetes und Adipositas erhöhen kann.
  • Die Anpassung der Essenszeiten und -inhalte an den eigenen Chronotyp kann helfen, den Glukosespiegel effektiver zu regulieren und somit die Gesundheit zu fördern.

Übrigens: Über die „richtige“ Ernährungsweise herrschen vielerlei Meinungen. Gerade bei veganer Ernährung scheiden sich die Geister. Licht ins Dunkel will nun die COPLANT-Studie bringen, die als größte Studie zu pflanzenbasierter Ernährung im deutschsprachigen Raum angelegt ist. Wie die Studie aufgebaut ist und was damit herausgefunden werden soll, erfährst du in unserem Artikel.

Bild: © Vecteezy

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