Von einer Mücke gestochen? Dieser einfache Trick lindert den Juckreiz sofort

Ein Mückenstich juckt und schwillt an. Laut NHS kann ein Kühlpack für mindestens 20 Minuten die Beschwerden lindern.

Mückenstiche sind meist harmlos, können aber tagelang jucken, anschwellen und die Haut reizen.

Mückenstiche sind meist harmlos, können aber tagelang jucken, anschwellen und die Haut reizen. © Pexels

Ein Mückenstich beginnt oft mit einem kaum spürbaren Pieks. Wenig später rötet sich die Haut, schwillt an und juckt. Wer einen Mückenstich behandeln möchte, braucht dafür meist kein aufwendiges Hausmittel. Ein Kühlpack kann die gereizte Haut beruhigen und die Schwellung verringern.

Der britische Gesundheitsdienst NHS empfiehlt, eine geschwollene Einstichstelle mindestens 20 Minuten lang zu kühlen. Dafür eignet sich ein in ein Tuch gewickeltes Kühlpack. Auch ein sauberes, mit kaltem Wasser getränktes Tuch kann helfen. Das Eis sollte nie direkt auf der Haut liegen.

So lässt sich ein Mückenstich behandeln

Neben der Kühlung nennt der NHS weitere Maßnahmen, die Beschwerden lindern können:

  • Die betroffene Körperstelle möglichst hochlagern.
  • Bei Schmerzen Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen.
  • Antihistaminika gegen starken Juckreiz verwenden.
  • Eine Hydrocortisoncreme gegen Juckreiz und Schwellung auftragen.

Welche Mittel infrage kommen, hängt unter anderem vom Alter, von Vorerkrankungen und von anderen Medikamenten ab. Eine Apotheke kann dazu beraten. Antihistamincreme sollte laut NHS nicht verwendet werden, wenn Raupenhaare auf die Haut gelangt sind.

Kühlen bremst die Schwellung

Zusätzlich sollte die Einstichstelle sauber bleiben. Wasser und Seife reichen dafür aus. Kratzen verschlimmert den Juckreiz häufig und kann kleine Wunden verursachen. Darüber können Bakterien eindringen und eine Entzündung auslösen.

Von Hausmitteln wie Natron rät der NHS ab. Ein belegbarer Nutzen sei nicht zu erwarten. Auch starkes Reiben, Aufstechen oder Ausdrücken reizt die Haut zusätzlich und erhöht das Infektionsrisiko.

Diese Fehler besser vermeiden

Der NHS fasst die wichtigsten Verbote so zusammen:

  • Den Mückenstich nicht aufkratzen.
  • Kein Natron oder ähnliche Hausmittel auftragen.
  • Eis oder Kühlpacks nicht direkt auf die Haut legen.
  • Schwellungen nicht ausdrücken oder aufstechen.

Die meisten Mückenstiche heilen innerhalb weniger Tage ab. Ärztlicher Rat ist jedoch sinnvoll, wenn die Schwellung weiter zunimmt oder die Beschwerden nach mehreren Tagen nicht nachlassen. Das gilt auch bei Eiter, zunehmender Rötung oder grippeähnlichen Symptomen. Stiche in der Nähe von Augen, Mund oder Hals müssen ebenfalls abgeklärt werden.

Warnzeichen erfordern medizinische Hilfe

„In den meisten Fällen gibt es einfache Dinge, die man zu Hause tun kann, um die Beschwerden zu lindern“, sagt Susan Bracefield, leitende Pflegeverantwortliche beim NHS Cornwall and Isles of Scilly, laut Express. „Es ist sehr selten, dass Bisse und Stiche ernst sind. Trotzdem ist es sinnvoll zu wissen, wie man sich selbst helfen kann und wann medizinische Unterstützung nötig ist.“

Insektenschutzmittel, lange Kleidung und geschlossene Schuhe schützen vor weiteren Mückenstichen. „Vorbeugen ist immer besser als behandeln. Wer sich draußen aufhält, sollte Insektenschutzmittel verwenden und die Haut bedecken“, so Bracefield.

Bei Atemnot, Schwindel, Bewusstlosigkeit oder einer rasch anschwellenden Zunge zählt jede Minute. Solche Beschwerden können auf eine schwere allergische Reaktion hinweisen und erfordern sofort medizinische Hilfe.

Kurz zusammengefasst:

  • Ein Kühlpack kann Juckreiz und Schwellung nach einem Mückenstich lindern, wenn es mindestens 20 Minuten aufliegt.
  • Die betroffene Stelle sollte nicht aufgekratzt werden, da sonst Keime eindringen und eine Entzündung auslösen können.
  • Bei starken oder anhaltenden Beschwerden helfen je nach Fall Antihistaminika, Hydrocortisoncreme oder ärztlicher Rat.

Übrigens: Während ein Kühlpack den akuten Mückenstich lindert, könnte die Bekämpfung der Tiere schwieriger werden: Resistente Mücken bauen ein wichtiges Insektizid offenbar immer schneller ab. Wie ihre körpereigene Abwehr den Wirkstoff schwächt, mehr dazu in unserem Artikel.

Bild: © Pexels

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