Technosignaturen: Treibhausgase würden Terraforming durch Aliens verraten

Treibhausgase wie CO2 auf anderen Planeten könnten auf Terraforming durch Aliens hinweisen. Sie wären mit Teleskopen wahrnehmbar.

Terraforming Aliens

So könnte der Mars aussehen, wenn menschliche Terraforming-Projekte umgesetzt werden. © Wikimedia

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Treibhausgase auf anderen Planeten ein Indikator für außerirdische Zivilisationen sein könnten. Diese Gase, wenn in ausreichenden Mengen vorhanden, könnten mithilfe vorhandener Technologien wie dem James-Webb-Weltraumteleskop nachgewiesen werden. Die Entdeckung dieser sogenannten „Technosignaturen“ wäre eine wissenschaftliche Sensation, berichtet Space.com. Diese würden nämlich mögliche Terraforming-Bemühungen von Aliens verraten.

Edward Schwieterman, der Studienleiter von der University of California in Riverside, betonte die Bedeutung dieser Gase. „Für uns sind diese Gase schlecht, weil wir keine Erwärmung wollen, aber für eine Zivilisation, die eine bevorstehende Eiszeit verhindern oder einen ansonsten unbewohnbaren Planeten terraformen möchte, wären sie gut“, erklärte er. Sein Team simulierte die Atmosphäre des Planeten TRAPPIST-1f, der etwa 40 Lichtjahre entfernt in der Konstellation Wassermann liegt und potenziell bewohnbar sein könnte. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse im „Astrophysical Journal“ veröffentlicht.

Neue Wege der Planetenbeobachtung

Die Forschung zeigt, dass fluoridierte Gase wie Schwefelhexafluorid, das ein Wärmepotenzial besitzt, das 23.500-mal größer ist als das von Kohlendioxid, auf einem kalten Planeten Leben ermöglichen könnten, indem sie ihn ausreichend erwärmen, damit flüssiges Wasser existieren kann. Diese Gase könnten in der Atmosphäre eines Planeten bis zu 50.000 Jahre verweilen, ohne dass sie oft nachgefüllt werden müssen, was sie zu idealen Kandidaten für die Suche nach außerirdischem Leben macht.

Daniel Angerhausen, Mitautor der Studie von der ETH Zürich, unterstrich die Langlebigkeit dieser Gase als Vorteil für die Suche nach außerirdischen Zivilisationen. „Die lange Lebensdauer macht diese Gase zu hervorragenden Technosignaturen, die systematisch im Vergleich zu kurzlebigeren Signalen gesucht werden könnten“, sagte er gegenüber Space.com. Diese Signaturen könnten sogar mögliche Aliens-Zivilisationen überdauern, falls ihre Terraforming-Experimente scheitern sollten.

Die spannende Möglichkeit, außerirdische Technosignaturen zu entdecken

Die Implikationen dieser Entdeckungen sind weitreichend. Schwieterman fügte hinzu: „Wenn das Teleskop den Planeten bereits aus anderen Gründen charakterisiert, bräuchte man keinen zusätzlichen Aufwand, um nach diesen Technosignaturen zu suchen – und es wäre umwerfend erstaunlich, sie zu finden.“ Die Suche nach außerirdischen Technosignaturen ließe sich also ziemlich leicht in bestehende astronomische Beobachtungen integrieren.

Was ist Terraforming?

Wissenschaftler setzen große Hoffnungen in das Konzept des Terraforming, um den Mars eines Tages für Menschen bewohnbar zu machen. Terraforming beschreibt die faszinierende Möglichkeit, mithilfe fortschrittlicher Technologien andere Planeten so umzugestalten, dass sie erdähnliche Bedingungen bieten. Ein erster Schritt in diese Richtung könnte die Ansiedlung von speziellen Bakterien auf dem Mars sein, den sogenannten Cyanobakterien, berichtet Deutschlandfunk Nova. Diese Mikroorganismen, oft auch als Blaualgen bekannt, könnten dank ihrer Fähigkeit zur Photosynthese eine Schlüsselrolle spielen. Indem sie Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln, könnten sie dabei helfen, eine Atmosphäre zu schaffen, die zumindest ansatzweise der der Erde ähnelt.

Terraforming auf dem Mars theoretisch möglich

Der Mars präsentiert sich heute als ein kalter und trockener Ort mit einer extrem dünnen Atmosphäre. Dies war jedoch nicht immer der Fall. Der Grund für den signifikanten Verlust seiner Atmosphäre liegt in seiner geringen Größe und Masse. Mit nur elf Prozent der Erdmasse und 38 Prozent der Erdgravitation konnte der Mars nicht genug atmosphärischen Druck aufbauen, um seine Gashülle langfristig zu halten.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Fehlen eines schützenden Magnetfeldes. Die Erde wird von ihrem Magnetfeld wie von einem Schild vor dem stetigen Bombardement durch den Sonnenwind geschützt. Dieses Phänomen besteht aus hochenergetischen Partikeln, die von der Sonne ausgestoßen werden. Auf dem Mars konnte der Sonnenwind direkt auf die Atmosphäre treffen, die Moleküle ionisieren und sie ins All treiben.

Dieser stetige Verlust führte dazu, dass der atmosphärische Druck auf dem Mars heute weniger als ein Hundertstel des Drucks auf der Erde beträgt. Der größte Teil des Marswassers ist entweder verdunstet oder in die tieferen Schichten des Planeten gesickert, wo es heute als Eis vorliegt. Die durchschnittliche Oberflächentemperatur liegt bei etwa minus 60 Grad Celsius, was das verbliebene Wasser in gefrorenem Zustand hält.

Terraforming-Prozess würde Jahrhunderte dauern

Doch wenn man die Treibhausgase künstlich in die dünne Atmosphäre des Mars injizieren würde, könnte man den gleichen Effekt wie auf der Erde erzielen. Innerhalb von etwa 100 Jahren könnte die durchschnittliche Oberflächentemperatur des Mars von eisigen -60 Grad Celsius auf -40 Grad Celsius erhöhen. Dadurch würde das auf den Polen und im Gestein gebundene CO2 freigesetzt und könnte den atmosphärischen Druck auf bis zu 2 Bar erhöhen. Über die Jahrhunderte würde dies zu einer weiteren Erwärmung führen, sodass die Temperaturen schließlich nach 600 Jahren auf angenehme 20 Grad Celsius steigen könnten, heißt es in einem Bericht von FOCUS online. Dies würde das gefrorene Wasser schmelzen lassen und ermöglichen, dass Seen und Meere entstehen, die den Mars in einen warmen und feuchten Planeten verwandeln, ähnlich der frühen Erde.

Was du dir merken solltest:

  • Treibhausgase würden Terraforming durch Aliens verraten: Wissenschaftler haben entdeckt, dass bestimmte Gase auf anderen Planeten darauf hindeuten könnten, dass dort Aliens am Werk sind.
  • Lange haltbare Signale von außerirdischer Technologie: Einige dieser Gase bleiben tausende Jahre in Atmosphären anderer Planeten. Das macht sie zu einem perfekten Marker für die fortgeschrittene Terraforming-Technologie von Aliens, sogar lange nach deren Verschwinden.
  • Die Suche nach diesen Gassignalen kann einfach in normale Raumbeobachtungen eingebunden werden, was die Entdeckung außerirdischen Lebens revolutionieren könnte, ohne zusätzlichen Aufwand.

Bild: © Tomruen via Wikimedia unter CC BY-SA 3.0

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