Zukunft der NASA-Mission unsicher? Rückkehr der Marsproben erst 2040 möglich

Kostenexplosion und lange Wartezeit: Die Mission zur Rückholung von Marsproben könnte bis zu 11 Milliarden Dollar verschlingen und die Proben erst im Jahr 2040 zurückbringen.

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Die NASA plant eine strategische Neuausrichtung ihrer Marsproben-Rückholmission. © Vecteezy

Die NASA strebt eine kostengünstigere und einfachere Strategie zur Rückführung von wertvollen Marsproben zur Erde an, ein Vorhaben, das unter erheblichem Budgetdruck steht.

Ein offizieller Aufruf für Vorschläge wurde angekündigt und zielt darauf ab, alternative Pläne von verschiedenen NASA-Zentren und Laboren sowie Raumfahrtunternehmen einzuholen. Diese Initiative folgt einer unabhängigen Überprüfung, die im vergangenen September durchgeführt wurde und signifikante Schwachstellen in der bisherigen Planung aufdeckte.

Strategische Neuausrichtung gefordert

Die Neugestaltung der Marsproben-Rückholstrategie, die von stellvertretender NASA-Administratorin Nicky Fox geleitet wird, konzentriert sich auf „Innovation und bewährte Technologie“, wie Reuters berichtet. Fox betont, dass dieser Ansatz darauf abziele, Entwicklungszeiten, Risiken und Kosten zu reduzieren. Ursprünglich veranschlagt für 5 bis 7 Milliarden Dollar, könnten die Kosten für die Mission auf bis zu 11 Milliarden Dollar ansteigen, mit einer erwarteten Rückkehr der Proben erst im Jahr 2040.

Das Raumfahrzeug Perseverance, das seit 2021 Mineralproben aus dem Jezero-Krater auf dem Mars sammelt, spielt eine zentrale Rolle in diesem Vorhaben. Die Proben sollen auf potenzielle Anzeichen von fossilisierten Mikroben untersucht werden. Die nächste Phase der Mission, die in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation durchgeführt wird, beinhaltet das Senden eines weiteren Roboters zur Probenentnahme und deren Transport in den Marsorbit.

Kostenexplosion und Zeitverzögerungen

Die erhebliche Kostensteigerung und die Verzögerung der Rückkehr der Proben bis 2040 machen eine Überarbeitung der Mission notwendig, so NASA-Chef Bill Nelson laut Reuters. „Ein Budget von 11 Milliarden Dollar ist zu teuer, und ein Rückkehrdatum 2040 ist zu weit weg“, erklärt Nelson. Dieses Finanzierungsniveau bedroht auch andere wichtige wissenschaftliche Ziele der NASA, darunter die Erkundung des eisigen Mondes Titan des Saturns mittels eines Rotorcraft, zwei bevorstehende Missionen zur Venus und ein Projekt zur Überwachung erdnaher Objekte.

Durch die tiefen Budgetkürzungen, die der Kongress dieses Jahr für Raumfahrtprogramme verhängt hat, wurden hunderte von Entlassungen beim Jet Propulsion Laboratory (JPL) in der Nähe von Los Angeles notwendig, dessen Teams die Marsmission leiten. Die Möglichkeit, einige der über 30 erwarteten Proben zurückzulassen, bleibt offen.

Hoffnung auf innovative Lösungen

Nelson drückt die Hoffnung aus, dass die klügsten Köpfe bei der NASA, dem JPL und ihren Partnern in der Luft- und Raumfahrtindustrie eine Lösung finden werden. Diese Experten seien in der Lage, „ziemlich schwierige Dinge“ zu lösen, wie Nelson hervorhebt.

Diese strategische Neuausrichtung und die Suche nach effizienteren Ansätzen sind entscheidend für die Fortführung eines der ambitioniertesten Projekte der NASA und könnten wegweisend für zukünftige interplanetare Missionen sein.

Was du dir merken solltest:

  • Die NASA plant eine Neugestaltung ihrer Strategie zur Rückholung von Marsproben, um die hohen Kosten und Risiken zu senken; hierfür wird ein Aufruf für innovative Vorschläge gestartet, nachdem eine Überprüfung Schwächen im bisherigen Plan aufdeckte.
  • Aufgrund von Budgetdruck und erwarteten Kostensteigerungen auf bis zu 11 Milliarden Dollar, kombiniert mit einer zeitlichen Verzögerung bis 2040, wird eine Überarbeitung der Marsproben-Mission für unerlässlich gehalten, um die finanzielle Machbarkeit und wissenschaftliche Priorität zu wahren.
  • Die strategische Neuausrichtung unter der Leitung von Nicky Fox fokussiert sich auf den Einsatz bewährter Technologien und die Reduzierung von Entwicklungsdauer und Kosten, wobei Hoffnungen auf innovative Lösungen durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen NASA-Zentren und Raumfahrtunternehmen gesetzt werden.

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