Saubere Sache: So bleibt das Badezimmer hygienisch frisch

Das Badezimmer bietet Keimen durch Feuchtigkeit und Wärme gute Bedingungen. Mit regelmäßiger Reinigung, Lüften und pflegeleichten Oberflächen lässt sich die Belastung deutlich senken.

Badezimmer

Ein hygienisches Badezimmer entsteht vor allem durch regelmäßiges Reinigen, Lüften und trockene Oberflächen. Spezielle Desinfektionsmittel sind im Alltag meist nicht nötig. © Feroterm AT

Das Badezimmer gehört zu den meistgenutzten Räumen im Haushalt – und gleichzeitig zu jenen, die am meisten mit Keimen belastet sind. Der Grund dafür: Feuchtigkeit, Wärme und organische Rückstände schaffen ideale Bedingungen für Bakterien, Schimmelpilze und Viren.

Studien des Global Hygiene Council (GHC) zeigen, dass in rund 60 Prozent aller Bäder potenziell krankmachende Keime auf mindestens einer Oberfläche nachweisbar sind. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Wissen und einfachen Routinen lässt sich die Keimbelastung drastisch reduzieren – für ein Bad, das nicht nur sauber aussieht, sondern es auch ist.

Unsichtbare Mitbewohner: Wo sich Keime am wohlsten fühlen

Besonders hohe Keimkonzentrationen finden sich in dauerhaft feuchten Bereichen des Haushaltes. Duschabflüsse erreichen bis zu eine Million koloniebildende Einheiten pro Quadratzentimeter, Waschbeckenabflüsse immerhin noch 100.000. Auch vermeintlich saubere Kontaktflächen wie Spültasten, Türgriffe und Armaturenhebel sind betroffen – Untersuchungen weisen bei über 90 Prozent der Türgriffe in Gemeinschaftsbädern bakterielle Kontamination nach.

Doch so problematisch Krankheitserreger im Badezimmer auch sind, man ist ihnen nicht schutzlos ausgeliefert. Wichtig ist natürlich, seine Gegner zu kennen – dann kann man auch gezielt dagegen vorgehen. Dabei spielt nicht nur die Reinigung, sondern auch die Einrichtung des Badezimmers eine wesentliche Rolle.

An Dusche und Duschkopf gilt es, die Feuchtigkeit gezielt zu managen

Moderne Duschkabinen mit hochwertigen Oberflächen und durchdachter Konstruktion erleichtern die Pflege erheblich: Glatte, porenfreie Materialien bieten Keimen weniger Angriffsfläche, und gut belüftete Kabinen trocknen schneller ab. Wer nach jeder Nutzung die Glasflächen und Dichtungen mit einem Abzieher von Wassertropfen befreit, entzieht Bakterien und Schimmel die Lebensgrundlage. Einmal pro Woche empfiehlt sich eine gründliche Reinigung mit einem milden Allzweckreiniger – aggressive Desinfektionsmittel sind im Normalfall nicht nötig.

Ein oft unterschätzter Keimherd ist übrigens der Duschkopf selbst. Studien der University of Colorado Boulder belegen, dass über 80 Prozent der Duschköpfe einen Biofilme mit Mykobakterien aufweisen, die bei immungeschwächten Personen Atemwegserkrankungen auslösen können.

Auch Viren auf Duschköpfen und Zahnbürsten sind keine Seltenheit – Forschende haben über 600 verschiedene Virenarten auf diesen Alltagsgegenständen identifiziert. Experten raten zum regelmäßigen Entkalken; bei starker, nicht entfernbarer Biofilm-Bildung empfiehlt sich ein Austausch alle sechs bis zwölf Monate. Und auch das Handling ist von Bedeutung, wie man beim WC sehen kann.

„Mitdenkende“ Oberflächen wirken gegen die Keimbelastung

Das Team der University of Colorado Boulder visualisierte zudem mittels Lasertechnologie den sogenannten Toilettenplume: Beim Spülen ohne geschlossenen Deckel werden Bakterien und Viren als feine Aerosole bis zu 1,5 Meter weit in den Raum geschleudert – und bleiben über 30 Minuten in der Luft. Diese Partikel setzen sich auf Waschbecken, Zahnbürsten und Handtüchern ab. Die Gegenmaßnahme ist einfach: Wer den Deckel vor dem Spülen schließt, hält gefährliche Keime effektiv zurück.

Das wirkt sogar noch effektiver, wenn man sich für hochwertige Badkeramik mit speziellen Oberflächenversiegelungen entscheidet. Dabei erschweren glatte, schmutzabweisende Glasuren die Bildung von Biofilmen und vereinfachen die Reinigung deutlich. In Kombination mit spülrandlosen WC-Designs, die tote Winkel minimieren, kann man die Keimbelastung noch weiter reduzieren. Waschbecken profitieren ebenfalls von modernen Keramikoberflächen – regelmäßiges Reinigen mit Neutralreiniger und gründliches Abtrocknen reicht hier meist völlig aus.

Kleine Routinen haben eine große Wirkung

Ein hygienisches Badezimmer erfordert keine aufwendigen Spezialmittel, sondern vorrangig Konsequenz. Tägliches Stoßlüften nach dem Duschen, das wöchentliche Waschen von Handtüchern bei mindestens 60 Grad und der regelmäßige Wechsel von Zahnbürsten alle drei bis vier Monate bilden die Basis.

Wer zusätzlich auf durchdachte Ausstattung mit pflegeleichten Oberflächen setzt, macht es Keimen dauerhaft schwer – und sich selbst das Leben leichter.

Bild: © Feroterm AT

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