Sie könnten den Planeten retten: 100 Firmen stellen saubere Technologien vor

Beim Breakthrough Energy Summit in London stellen 100 Firmen innovative saubere Technologien vor, die das Zeug dazu haben, den Klimawandel zu bekämpfen.

saubere Technologien

CarbonCure führt CO2 in Frischbeton ein, um den CO2-Fußabdruck zu senken, ohne die Betonqualität zu beeinträchtigen. © CarbonCure

Bill Gates hat diese Woche zum Breakthrough Energy Summit nach London eingeladen und gekommen sind 100 Firmen, die das Zeug haben, den Klimawandel und damit die Zukunft des Planeten nachhaltig zu beeinflussen. Was die innovativen Unternehmen teilen, ist, dass Bill Gates als Investor hinter ihnen steht und an deren Produkte glaubt. Die Veranstaltung, die vor dem Hintergrund einer immer drängenderen globalen Klimakrise stattfand, zielte darauf ab, Fortschritte zu demonstrieren und die nächste Welle von Umwelttechnologien zu beschleunigen. Saubere Technologien sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.

Gates prägt neue Ära der sauberen Technologien

Bill Gates, der 2015 Breakthrough Energy ins Leben rief, sieht saubere Technologien als entscheidenden Faktor im Kampf gegen den Klimawandel. „In weniger als einem Jahrzehnt haben Investitionen dazu beigetragen, aus Hirngespinsten eine Pipeline transformierender Lösungen zu machen“, sagte Gates in seinem Blog Gates Notes. Dieses Engagement hat eine neue Ära der „sauberen industriellen Revolution“ eingeläutet, die jetzt greifbare Ergebnisse liefert.

Innovationen aus der ganzen Welt

Die präsentierten Lösungen umfassten ein breites Spektrum an Technologien, die darauf abzielen, die globalen Emissionen drastisch zu reduzieren. Im Bereich der Fertigung, die 29 Prozent der weltweiten Emissionen ausmacht, wurden bedeutende Fortschritte erzielt. Ein Beispiel ist CarbonCure, ein Unternehmen, das eine Technik entwickelt hat, um CO2 in frischen Beton zu injizieren, was die CO2-Belastung signifikant verringert.

CarbonCure führt CO2-Reduktion in der Betonherstellung an

CarbonCure hat eine innovative Technologie entwickelt, die dabei hilft, den CO2-Ausstoß von Beton zu verringern. Dabei wird abgeschiedenes CO2 während der Herstellung in frischen Beton eingebracht. Dieses CO2 verbindet sich fest mit dem Beton durch einen Prozess, der als Mineralisierung bekannt ist. Dadurch wird das CO2 dauerhaft im Beton gespeichert, ohne die Qualität oder Leistung des Betons zu beeinträchtigen. Diese Technologie ist bereits in über 800 Standorten weltweit im Einsatz.

Fortschritte in der Energieversorgung

Auch im Energiebereich gibt es bemerkenswerte Neuerungen. So hat Form Energy eine Batterie entwickelt, die erneuerbare Energie über mehrere Tage speichern kann – ein Durchbruch für die Nutzung von Sonnen- und Windenergie. „Bis 2050 wird sich der weltweite Strombedarf verdreifachen“, erklärte Gates. „Elektrifizierung ist ein Teil der Lösung, aber nur, wenn der Strom grün ist.“

Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und im Transport

In der Landwirtschaft, die für 20 Prozent der Emissionen verantwortlich ist, bringt Pivot Bio eine Innovation, die es Pflanzen ermöglicht, Stickstoff direkt aus der Luft zu beziehen. Dies reduziert den Bedarf an synthetischen Düngemitteln drastisch. Im Transportwesen sorgt Redwood Materials für Aufsehen, indem es einen effizienteren Recyclingprozess für Batterien von Elektroautos entwickelt hat, der die Notwendigkeit neuer Rohstoffe mindert.

LuxWall revolutioniert Energieeffizienz mit innovativem Fensterglas

LuxWall hat eine neue Generation von Fensterglas entwickelt, das so isolierend wirkt, dass es fast die Effizienz einer Wand erreicht. Dies könnte helfen, den Energieverbrauch von Gebäuden erheblich zu reduzieren. Im Bereich des Carbon Managements zeigt Graphyte, wie pflanzliche Abfälle in kohlenstoffbindende Bausteine verwandelt werden können, die dann sicher gelagert werden. Das Unternehmen behauptet selbstbewusst, über die weltweit erste und einzige Lösung zur Kohlendioxidentfernung zu verfügen, die permanent (1.000 Jahre), erschwinglich und sofort skalierbar ist.

Gates verteidigt Engagement in Kernfusions-Start-ups

In einem Interview mit Bloomberg vor dem Summit in London diskutierte Bill Gates seine über zwanzigjährige Erfahrung mit Investitionen in Klima-Start-ups. Besonders interessant ist seine Sicht auf die Anzahl der Start-ups im Bereich der Kernfusion. Obwohl einige Leute der Meinung sind, dass 16 Kernfusions-Start-ups zu viel sind, sieht Gates dies angesichts der „damit verbundenen wissenschaftlichen Unsicherheiten und Herausforderungen“ nicht so. Er findet es sogar „erstaunlich, dass private Investoren mutig einsteigen“.

Gates setzt geduldig auf globale Energiepartnerschaften

Gates beschreibt sich selbst als „geduldigen Investor“, der die Herausforderungen und Lernkurven in der Entwicklung neuer Technologien anerkennt. Er sprach von bereits laufenden internationalen Partnerschaften in Ländern wie Südkorea, Japan, Großbritannien und Frankreich und äußerte die Hoffnung, dass diese Reaktoren zukünftig dazu beitragen könnten, Afrika zu elektrifizieren. Dort sei der Strommangel besonders schmerzhaft. Gates betonte die Notwendigkeit, im großen Maßstab zu denken: „Wenn wir nicht 100 Reaktoren bauen, werden wir keinen nennenswerten Beitrag zum Klima leisten. Das ist der springende Punkt.“

Was du dir merken solltest:

  • Der Breakthrough Energy Summit in London versammelte 100 Firmen, die fortschrittliche saubere Technologien präsentierten, um den Klimawandel effektiv zu bekämpfen.
  • Diese Technologien umfassen innovative Ansätze in der Energieerzeugung, Materialverarbeitung und Landwirtschaft, die dazu beitragen, globale Emissionen signifikant zu reduzieren.
  • Bill Gates, Gründer von Breakthrough Energy, unterstützt diese Initiativen, um eine saubere industrielle Revolution voranzutreiben und nachhaltige Lösungen global zu skalieren.

Bild: © CarbonCure

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