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	<title>UN Archive - SMART UP NEWS</title>
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		<title>Abbruch beim Weltnaturgipfel: Streit ums Geld blockiert Naturschutzpläne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Malena Enders]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2024 11:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Cali-Fonds]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Weltnaturgipfel in Kolumbien wurde wegen Finanzierungsstreitigkeiten abgebrochen, wodurch wichtige Naturschutzziele gefährdet sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Der Weltnaturgipfel in Cali, Kolumbien, brachte die Mitgliedsstaaten der UN-Convention on Biological Diversity (CBD) zusammen, um über drängende Maßnahmen zum Schutz der globalen Biodiversität zu verhandeln. Im Zentrum der Diskussion stand die Umsetzung des ambitionierten &#8222;30:30&#8220;-Ziels: Bis 2030 sollen 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresflächen unter Schutz gestellt werden. Zudem sollen 30 Prozent geschädigter Naturflächen renaturiert werden. Trotz intensiver Verhandlungen blieb die Frage der Finanzierung ein Streitpunkt, der schließlich zum Abbruch des Gipfels führte.</strong></p>



<p>Am Samstagmorgen (2. November 2024), nach einer ganzen Nacht intensiver Verhandlungen, musste die kolumbianische Präsidentschaft den Gipfel abbrechen, weil keine Einigung erzielt wurde, wer die Kosten für den weltweiten Biodiversitätsschutz tragen soll. Zahlreiche Delegierte hatten bereits den Heimweg angetreten, was den ohnehin angespannten Verhandlungsprozess erschwerte. Die Dringlichkeit bleibt: Millionen bedrohter Arten sind auf unmittelbaren Schutz angewiesen. Laut <a href="https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2024-11/weltnaturgipfel-cop16-cali-abbruch-geld/komplettansicht" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ZEIT Online</a> konnten dennoch bereits einige Fortschritte erreicht werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Von Montreal nach Cali: Ein steiniger Weg</strong></h2>



<p>Der Ausgang der Verhandlungen zeigt, wie komplex die Umsetzung globaler Umweltschutzmaßnahmen ist. Vor zwei Jahren hatten die Staaten in Montreal einen wichtigen Meilenstein erreicht, als sie sich im Rahmen der CBD auf den Schutz der <a href="https://smartup-news.de/news/biodiversitaet-abstimmung-schweiz-zwischen-rettung-und-risiko/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Biodiversität</a> verständigten. Dieser Moment wurde als „Paris-Moment“ gefeiert, in Anlehnung an das Pariser Klimaschutzabkommen. Doch die ambitionierten Ziele, die bis 2030 greifen sollen, stehen bislang auf wackligen Beinen: Lediglich 17,6 Prozent der Land- und 8,4 Prozent der Meeresflächen weltweit sind momentan geschützt. ZEIT Online zufolge haben erst etwa 40 der knapp 200 CBD-Unterzeichnerstaaten konkrete Strategiepläne für den Natur- und <a href="https://smartup-news.de/wissen/alarmstufe-rot-riesenmuscheln-vom-aussterben-bedroht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artenschutz</a> vorgelegt, was die Zielerreichung stark gefährdet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Naturschutz gegen wirtschaftliche Interessen</strong></h2>



<p>Cali zeigte eindrucksvoll, wie hart umkämpft die Themen Biodiversität und <a href="https://smartup-news.de/news/bund-naturschutz-keine-ausnahmen-beim-wassercent-in-bayern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Naturschutz</a> weltweit sind. Besonders in Ländern mit reichen natürlichen Ressourcen, wie Kolumbien, werden die Widersprüche zwischen ökologischen und ökonomischen Interessen besonders deutlich. Während das Land als einer der artenreichsten Orte der Erde gilt, bedrohen <a href="https://smartup-news.de/wissen/greenpeace-schlaegt-alarm-tiefseebergbau-wuerde-oekosysteme-im-meer-ruinieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bergbau</a> und Monokulturen die empfindlichen Ökosysteme. Indigene Gemeinschaften, die sich für den Erhalt dieser Natur einsetzen, geraten oft unter Druck. Dieser Konflikt zeigt sich auch in anderen Regionen des globalen Südens, wo wirtschaftliche Interessen häufig mit Naturschutzvorhaben kollidieren. Für viele Staaten geht es dabei um mehr als nur wirtschaftliche Unterschiede – die kolonialen Strukturen, die heute noch in diesen Beziehungen spürbar sind, sind ebenfalls ein belastendes Erbe.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Neue Mitspracherechte für indigene Gemeinschaften</strong></h2>



<p>Ein wichtiger Erfolg des Gipfels war die Einrichtung einer neuen Arbeitsgruppe, die indigene Völker stärker in die Biodiversitätskonvention einbindet. Indigene Gemeinschaften, die in artenreichen Lebensräumen wie dem Amazonas leben, gelten als wichtige Hüter der Biodiversität. Sie bewahren nicht nur die Natur, sondern auch wertvolles Wissen über den Erhalt dieser Ökosysteme. Diese Entscheidung wird als historischer Schritt gewertet, da sie den <a href="https://smartup-news.de/wissen/kanadas-duesteres-geheimnis-der-voelkermord-an-indigenen-frauen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">indigenen Gemeinschaften</a> eine Stimme in den nationalen Biodiversitätsplänen verschafft.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Umstrittener „Cali-Fonds“ für genetische Ressourcen</strong></h2>



<p>Im Zuge der Verhandlungen wurde zudem der sogenannte „Cali-Fonds“ beschlossen, der Unternehmen, die genetische Ressourcen für Produkte wie Saatgut, Medikamente oder Kosmetika nutzen, in die Pflicht nimmt. Diese Unternehmen sollen einen Teil ihrer Gewinne in den Schutz der Biodiversität investieren. Bislang bezogen sich solche Ausgleichszahlungen auf physisches Material, doch der technische Fortschritt hat dazu geführt, dass zunehmend <a href="https://smartup-news.de/wissen/dna-analyse-menschenfresser-von-tsavo/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">DNA-Daten</a> digital genutzt werden. ZEIT Online bezeichnet diese neue Regelung als wichtigen Erfolg für Entwicklungsländer, die eine faire Beteiligung an der Nutzung ihrer biologischen Ressourcen einfordern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein ungelöstes Problem: Die Frage der Finanzierung</strong></h2>



<p>Ein zentrales Hindernis bleibt die Finanzierung. Laut Montreal-Abkommen wollen die Länder jährlich 200 Milliarden Dollar für den Schutz der Biodiversität bereitstellen, darunter 20 Milliarden Dollar als Unterstützung für ärmere Staaten. Doch bisher wurden lediglich 400 Millionen zugesagt – ein Bruchteil der geforderten Summe. Während Entwicklungs- und Schwellenländer einen eigenen Fonds bei der CBD befürworten, möchten die Industriestaaten den bestehenden globalen Umweltfonds nutzen. Die EU und andere Industrienationen lehnen eine neue Struktur ab, die nach Ansicht der ärmeren Länder jedoch mehr Mitspracherecht gewähren würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Starke Präsenz der Wirtschaft beim Gipfel</strong></h2>



<p>Der Weltnaturgipfel verzeichnete eine hohe Beteiligung von Wirtschaftsvertretern, darunter rund 2.000 Lobbyisten. Insbesondere die Lebensmittelindustrie zeigt inzwischen wachsendes Interesse am Naturschutz, da sie zunehmend auf nachhaltige Rohstoffquellen angewiesen ist. Trotz des Widerstands fossiler Energiekonzerne und einiger Teile der Agrarindustrie wird der wirtschaftliche Nutzen der Biodiversität deutlicher, da die Versorgung mit Wasser und Rohstoffen langfristig ohne Naturschutz gefährdet ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verknüpfung von Klima- und Biodiversitätskrise als Leitmotiv</strong></h2>



<p>Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Tatsache, dass die Biodiversitäts- und Klimakrise eng miteinander verbunden sind. Der Verlust an Biodiversität beeinträchtigt die Fähigkeit der Natur, <a href="https://smartup-news.de/news/schulnote-4-fuer-den-deutschen-wald-kohlenstoffquelle-statt-klimaretter-kohlenstoff/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kohlenstoff</a> zu speichern und das Klima zu regulieren. ZEIT Online berichtet, dass die CBD diesen Zusammenhang stärker betonen möchte, um sowohl die Artenvielfalt als auch das Klima zu schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Weltnaturgipfel in Cali setzte sich das Ziel, bis 2030 weltweit 30 Prozent der Land- und Meeresflächen zu schützen. Zudem sollen stark geschädigte Naturräume renaturiert werden. Doch die Frage der Finanzierung führte zum Abbruch der Verhandlungen. </li>



<li>Konflikte zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen erschweren globale Biodiversitätsziele. Insbesondere indigene Gemeinschaften in artenreichen Regionen brauchen Schutz und haben nun erstmals Mitspracherechte erhalten.</li>



<li>Trotz der offenen Finanzierungsfrage wurden Fortschritte erzielt. Darunter der „Cali-Fonds“, der Unternehmen verpflichtet, bei Nutzung genetischer Ressourcen in den Biodiversitätsschutz zu investieren.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens:</strong> Wem gehört das Saatgut weltweit? Diese Frage wird mit der zunehmenden Bedeutung digitaler Sequenzinformationen für genetische Ressourcen immer dringlicher. Welche Probleme in Bezug auf die Biodiversität dabei im Raum stehen, erfährst du in unserem <a href="https://smartup-news.de/news/biodiversitaet-und-gentechnik-wer-darf-kuenftig-von-der-natur-profitieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>. </p>



<p>Bild: © <a href="https://www.flickr.com/photos/197399771@N06/53540654847/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fotografía oficial de la Presidencia de Colombia</a> via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Susana_Muhamad_Anuncio_sede_COP16.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikimedia</a> unter <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Public_domain" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Public Domain</a></p>
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		<title>UN-Bericht warnt: Welthunger nimmt dramatisch zu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Odysseas Grigoriadis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2024 09:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[COVID-19]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein UN-Bericht warnt, dass im Kampf gegen den Welthunger große Rückschritte gemacht wurden: Im letzten Jahr hungerten 733 Millionen Menschen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Der Kampf gegen den Welthunger hat laut einem <a href="https://news.un.org/en/story/2024/07/1152451" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bericht der Vereinten Nationen</a> (UN) in den letzten Jahren erhebliche Rückschläge erlitten: Im Jahr 2023 waren rund 733 Millionen Menschen von Hunger betroffen. Das bedeutet, dass jeder elfte Mensch weltweit darunter leidet – in Afrika ist es sogar jeder fünfte. &nbsp;</strong></p>



<p>Dieser Bericht umfasst Zahlen aus dem kürzlich veröffentlichten „<a href="https://reliefweb.int/report/world/state-food-security-and-nutrition-world-report-2024-financing-end-hunger-food-insecurity-and-malnutrition-all-its-forms-enarruzhit#:~:text=The%20report%20highlights%20that%20access,amid%20the%20COVID%2D19%20pandemic." target="_blank" rel="noreferrer noopener">State of Food Security and Nutrition in the World</a>“ (SOFI). Maximo Torero, Chefökonom der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), zeigt sich in Anbetracht dieser Zahlen wenig optimistisch.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wir sind immer noch weit davon entfernt, das Ziel zu erreichen, die Welt bis 2030 von Hunger, Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung zu befreien.</p>
<cite>Maximo Torero, Chefökonom der FAO</cite></blockquote>



<p>Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, könnten im Jahr 2030 noch immer etwa 582 Millionen Menschen hungern <strong>–</strong> die Hälfte davon allein in <a href="https://smartup-news.de/gesellschaft/feminismus-und-umweltschutz-in-afrika-sind-sie-ein-und-dasselbe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Afrika</a>.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="en" dir="ltr"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f534.png" alt="🔴" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />Global hunger persists at high rates: 1 in 11 globally and 1 in 5 in Africa faced hunger in 2023, according to the <a href="https://twitter.com/hashtag/SOFI2024?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#SOFI2024</a> report.<br><br>By 2030, 582M people could be chronically undernourished, half in Africa.  More action needed to reach <a href="https://twitter.com/hashtag/ZeroHunger?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#ZeroHunger</a><br><br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f5de.png" alt="🗞" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2b07.png" alt="⬇" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><a href="https://t.co/jAlXTL62hW">https://t.co/jAlXTL62hW</a></p>&mdash; FAO Newsroom (@FAOnews) <a href="https://twitter.com/FAOnews/status/1816082674026504358?ref_src=twsrc%5Etfw">July 24, 2024</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ernährungsunsicherheit weltweit auf hohem Niveau</h2>



<p>Trotz Fortschritten bei der Bekämpfung von Wachstumsverzögerungen und der Förderung des Stillens bleibt das weltweite Hungerniveau seit drei Jahren unverändert hoch. Im Jahr 2023 waren zwischen 713 Millionen und 757 Millionen Menschen unterernährt, etwa 152 Millionen mehr als 2019.</p>



<p>Rund 2,33 Milliarden Menschen weltweit waren 2023 moderat oder stark von Ernährungsunsicherheit betroffen. Über 864 Millionen Menschen erlebten sogar schwere Ernährungsunsicherheit, was bedeutet, dass sie zeitweise ohne Nahrung auskommen mussten. In Afrika sind 58 Prozent der Bevölkerung moderat oder stark von Ernährungsunsicherheit betroffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Regionen im Fokus: Afrika, Asien und Lateinamerika</h2>



<p>Die regionalen Trends zeigen ein deutliches Bild: In Afrika steigt der Hunger weiter an und betrifft 20,4 Prozent der Bevölkerung. In Asien bleibt die Hungerrate bei 8,1 Prozent stabil, was angesichts der Bevölkerungszahl der Region dennoch besorgniserregend ist. <a href="https://smartup-news.de/news/lateinamerika-wer-wird-das-naechste-brics-mitglied/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lateinamerika</a> hat einige Fortschritte gemacht – dort sind nur noch 6,2 Prozent der Bevölkerung von Hunger betroffen. Allerdings hat sich die Situation in Westasien, der Karibik und den meisten afrikanischen Regionen von 2022 bis 2023 verschlechtert.</p>



<p>Torero erklärt, dass Afrika eine einzigartige Herausforderung darstelle. Der Hunger dort nehme vor allem aufgrund von Konflikten, extremen Klimaereignissen und wirtschaftlichen Abschwüngen zu. Er bezeichnete den Krieg als „einen Haupttreiber“ des Hungers, der die Nahrungsmittelkrise in vielen Ländern verschärfe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wirtschaftliche Gründe für den Hunger</h2>



<p>Der Zugang zu angemessener Nahrung bleibe ebenfalls für Milliarden Menschen unerreichbar. Im Jahr 2022 konnten sich 2,8 Milliarden Menschen keine gesunde Ernährung leisten. Der Unterschied zwischen einkommensstarken und einkommensschwachen Ländern ist dabei erheblich: Nur 6,3 Prozent der Menschen in erstgenannten Ländern konnten sich keine <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/superfood-skyr-was-macht-ihn-so-wertvoll-fuer-die-gesundheit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gesunde Ernährung</a> leisten, verglichen mit 71,5 Prozent in ärmeren Ländern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">COVID-19 und seine Auswirkungen auf den Welthunger</h2>



<p>COVID-19 bleibt ein bedeutender Faktor im Kampf gegen den Welthunger. Die Zahl der Menschen, die sich bis 2022 keine gesunde Ernährung leisten konnten, lag in Ländern mit mittlerem und höherem Einkommen unter dem Niveau vor der Pandemie. In einkommensschwachen Ländern erreichte die Zahl der Menschen, die nicht genug gesunde Nahrung kaufen konnten, 2022 den höchsten Stand seit 2017.</p>



<p>Diese Ungleichheit lässt sich laut Torero auf „den signifikanten Anstieg der Ungleichheiten zwischen Ländern und Regionen, der durch COVID-19 verursacht wurde“ zurückführen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Finanzierung und Maßnahmen, um den Hunger zu stoppen</h2>



<p>Der Bericht fordert erhöhte, kosteneffiziente Finanzierungen und einen standardisierten Ansatz für Ernährungssicherheit und Ernährung. Die Leiter der verschiedenen UN-Organisationen, darunter FAO General-Director Qu Dongyu und <a href="https://smartup-news.de/gesellschaft/unicef-warnt-jedes-zweite-kind-in-afrika-hat-keine-geburtsurkunde/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UNICEF</a>-Exekutivdirektorin Catherine Russell, betonten, dass es entscheidend sei, die Finanzierungslücke zu schließen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen ist wichtiger denn je, da wir vor der dringenden Aufgabe stehen, die Sustainable Development Goals (<a href="https://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/?_gl=1*13n8t72*_ga*NDIzMjM5MjMuMTcyMjU4MTAwMw..*_ga_S5EKZKSB78*MTcyMjU4MTAwMi4xLjEuMTcyMjU4MTA5My4yOS4wLjA.*_ga_TK9BQL5X7Z*MTcyMjU4MTAwMi4xLjEuMTcyMjU4MTAxMy4wLjAuMA.." target="_blank" rel="noreferrer noopener">SDGs</a>) innerhalb von sechs kurzen Jahren zu erreichen. […] Wir müssen gemeinsam Innovationen vorantreiben und zusammenarbeiten, um effizientere, inklusivere, widerstandsfähigere und nachhaltigere Agrar- und Ernährungssysteme zu schaffen, die künftigen Herausforderungen besser standhalten und eine bessere Welt ermöglichen.</p>
<cite>Qu Dongyu, FAO General-Director</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Welt kann und muss es tun. Es ist nicht nur eine moralische Pflicht, sondern auch eine kluge Investition in die Zukunft.</p>
<cite>Catherine Russell, UNICEF Executive Director</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wir müssen verstehen, dass unsere Agrar- und Ernährungssysteme aufgrund des <a href="https://smartup-news.de/news/wie-kamala-harris-die-klimapolitik-der-usa-veraendern-koennte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klimawandels</a> zunehmenden Risiken und Unsicherheiten ausgesetzt sind… Spender müssen eine größere Risikotoleranz an den Tag legen, um effektive Finanzierungen zu aktivieren.</p>
<cite>Maximo Torero, Chefökonom der FAO.</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Der schnellste Weg aus Hunger und Armut führt nachweislich über Investitionen in die Landwirtschaft in ländlichen Gebieten. […] Um Hunger und Unterernährung zu beenden, müssen wir mehr – und klüger – investieren. Wir müssen neues Geld aus dem privaten Sektor in das System einbringen und die pandemiebedingte Bereitschaft zu ehrgeizigen globalen Finanzreformen wieder aufleben lassen, die günstigere Finanzierungen für die Länder ermöglichen, die sie am dringendsten benötigen.</p>
<cite>Alvaro Lario, Präsident der IFAD</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein UN-Bericht zeigt, dass 733 Millionen Menschen im Jahr 2023 von Hunger betroffen waren, was weltweit jedem elften Menschen und in Afrika jedem fünften entspricht.</li>



<li>Bis 2030 werden voraussichtlich noch 582 Millionen Menschen hungern, die Hälfte davon in Afrika, wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt.</li>



<li>Konflikte, Klimawandel und wirtschaftliche Abschwünge sind laut UN die Hauptursachen für den Anstieg beim Welthunger, insbesondere in Afrika, wo 58 Prozent der Bevölkerung moderat oder stark von Ernährungsunsicherheit betroffen sind.</li>
</ul>



<p>Bild: © <a href="https://www.vecteezy.com/photo/43993090-ai-generated-food-donation" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vecteezy</a></p>
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		<title>Geburtenraten im Sinkflug: Steht die Welt vor dem Bevölkerungskollaps?</title>
		<link>https://smartup-news.de/gesellschaft/geburtenraten-im-sinkflug-steht-die-welt-vor-dem-bevoelkerungskollaps/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jul 2024 07:58:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerung]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerungsrückgang]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fertilitätsrate]]></category>
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		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbevölkerung]]></category>
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					<description><![CDATA[Geburtenraten sinken und bedrohen die Stabilität der Weltbevölkerung. Dies könnte potenziell zu ihrem Kollaps führen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Weltbevölkerung hat sich seit 1950 von etwa 2,5 Milliarden auf über 8 Milliarden Menschen mehr als verdreifacht. Dieses beeindruckende Wachstum könnte jedoch bald einer neuen Realität weichen und die Welt damit vor einer Phase sinkender Geburtenraten stehen. Die Folge wäre möglicherweise ein drastischer Bevölkerungsrückgang. Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob wir auf einen Bevölkerungskollaps zusteuern, meldet die <a href="https://www.faz.net/aktuell/wissen/weltweit-sinken-die-geburtenraten-ist-die-menschheit-auf-dem-weg-zum-bevoelkerungskollaps-19867241.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FAZ</a>.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die kritische Zahl: 2,1</h2>



<p>Die Geburtenrate – also die durchschnittliche Anzahl von Kindern, die eine Frau im Laufe ihres Lebens zur Welt bringt – ist ein Schlüsselindikator für die <a href="https://smartup-news.de/gesellschaft/bevoelkerung-in-grossbritannien-waechst-rasant-das-land-profitiert-von-der-ungewollten-zuwanderung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bevölkerungsentwicklung</a>. Um die Bevölkerungszahl der Welt stabil zu halten, sind höhere Geburtenraten notwendig, mindestens jedoch 2,1 Kinder pro Frau. Diese Zahl berücksichtigt nicht nur die Geburten, sondern auch, dass nicht alle Kinder das fortpflanzungsfähige Alter erreichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Globale Fertilitätsraten sinken drastisch</h2>



<p>Heute liegt die weltweite Fertilitätsrate bei weniger als 2,3 und in vielen Ländern deutlich darunter:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>In <strong>China</strong> ist die Rate auf 1,0 gesunken, und das Land erlebte 2022 den ersten Bevölkerungsrückgang seit 60 Jahren.</li>



<li><strong>Indien</strong>, jetzt das bevölkerungsreichste Land der Welt, hat eine Fertilitätsrate von 2,0.</li>



<li>In <strong>Europa</strong> und anderen Industrieländern wie <strong>Japan</strong> und <strong>Südkorea</strong> (wo die niedrigste Rate weltweit bei 0,7 liegt) sind die Raten teilweise noch niedriger.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Ursachen des Rückgangs</h2>



<p>Der Rückgang der Geburtenraten ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Bildung und Berufstätigkeit</strong>: Insbesondere die verbesserte Bildung von Frauen und ihre steigende Beteiligung am Arbeitsmarkt führen dazu, dass Frauen später im Leben Kinder bekommen und deren Anzahl reduzieren.</li>



<li><strong>Wirtschaftliche Faktoren</strong>: Höhere Lebenshaltungskosten und die Notwendigkeit beider Elternteile zu arbeiten, tragen ebenfalls zur Entscheidung bei, weniger Kinder zu haben.</li>



<li><strong>Zugang zu Verhütungsmitteln</strong>: Die Verfügbarkeit und Akzeptanz von Verhütungsmitteln ermöglicht es Paaren, die Anzahl und das Timing ihrer Kinder besser zu planen.</li>



<li><strong>Gesundheitsversorgung</strong>: Fortschritte im Gesundheitswesen haben die Kindersterblichkeitsrate gesenkt, was historisch zu einer Reduzierung der Geburtenraten geführt hat.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="580" height="400" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/07/6-Total-fertility.png" alt="Die Prognose der weltweiten Geburtenrate. Quelle: UN" class="wp-image-7658" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/07/6-Total-fertility.png 580w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/07/6-Total-fertility-300x207.png 300w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Prognose der weltweiten Geburtenraten. Quelle: <a href="https://population.un.org/wpp/Graphs/DemographicProfiles/Line/900" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UN</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Weltbevölkerung erreicht bald ihren Höhepunkt</h2>



<p>Prognosen zufolge könnte die Weltbevölkerung in den 2080er Jahren ihr Maximum von rund 10 Milliarden Menschen erreichen und danach möglicherweise schrumpfen. Verschiedene Modelle, darunter <a href="https://population.un.org/wpp/Download/Standard/Population/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studien der Vereinten Nationen</a> und der Global Burden of Disease, deuten darauf hin, dass das Maximum sogar schon früher erreicht werden könnte, abhängig von der weiteren Entwicklung der Fertilitätsraten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="580" height="400" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/07/1-Total-population.png" alt="Die Prognose der weltweiten Bevölkerungsentwicklung. Quelle: UN" class="wp-image-7659" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/07/1-Total-population.png 580w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/07/1-Total-population-300x207.png 300w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Prognose der weltweiten Bevölkerungsentwicklung. Quelle: <a href="https://population.un.org/wpp/Graphs/DemographicProfiles/Line/900" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UN</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Auswirkungen auf die Gesellschaft</h2>



<p>Die sinkenden Geburtenraten könnten tiefgreifende Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der globalen Gesellschaft haben:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Wirtschaft</strong>: Ein Rückgang der jüngeren Bevölkerung könnte zu Arbeitskräftemangel führen und die wirtschaftliche Produktivität beeinträchtigen.</li>



<li><strong>Sozialsysteme</strong>: Mit weniger Beitragszahlern könnten die Renten- und Gesundheitssysteme unter Druck geraten.</li>



<li><strong>Migrationspolitik</strong>: Länder könnten gezwungen sein, ihre Migrationspolitiken zu ändern, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.</li>
</ul>



<p>Die Entwicklungen rund um die Geburtenrate und die <a href="https://smartup-news.de/news/deutschlands-bevoelkerung-waechst-aber-nur-dank-zuwanderung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bevölkerungsdynamik</a> sind komplex und ihre langfristigen Auswirkungen noch nicht vollständig abschätzbar. Was klar ist: Die Entscheidungen, die heute getroffen werden, werden die <a href="https://smartup-news.de/gesellschaft/generation-alpha-geboren-in-eine-voellig-neue-welt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lebensweise zukünftiger Generationen</a> erheblich beeinflussen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="755" height="566" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/07/Germany.png" alt="" class="wp-image-7660" style="width:840px;height:auto" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/07/Germany.png 755w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/07/Germany-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Prognose der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Quelle: <a href="https://population.un.org/wpp/Graphs/Probabilistic/POP/TOT/276" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UN</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Bevölkerungsrückgang könnte die Folgen des Klimawandels mildern</h2>



<p>Laut einer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift &#8222;<a href="https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(24)00550-6/fulltext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Lancet</a>&#8220; könnte eine Abnahme der Weltbevölkerung positive Effekte im Kampf gegen den Klimawandel haben. Sinken die Geburtenraten, gibt es weniger Menschen in der Welt. Dies würde die Belastung auf unsere Nahrungsmittelversorgung und die Nutzung begrenzter natürlicher Ressourcen verringern, was auch zu einer Reduktion der Kohlenstoffemissionen führen könnte. Die Studie weist ebenfalls darauf hin, dass ärmere Länder mit hohen Geburtenraten besonders stark vom Klimawandel betroffen sein werden. In diesen Regionen wird es zunehmend häufiger zu Dürren, Überschwemmungen und extremen Hitzewellen kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wegen niedriger Geburtenraten steht die Welt offenbar vor einem Bevölkerungskollaps. Das passiert, wenn die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Frau weiterhin unter dem zur Bevölkerungsstabilisierung notwendigen Wert von 2,1 bleibt.</li>



<li>Sinkende Geburtenraten sind durch Faktoren wie verbesserte Bildung, höhere Lebenshaltungskosten und den Zugang zu Verhütungsmitteln bedingt, die alle dazu beitragen, dass Paare weltweit weniger Kinder haben.</li>



<li>Die demographische Verschiebung könnte tiefgreifende Auswirkungen auf Wirtschaft, Sozialsysteme und Migrationspolitik haben, indem sie Herausforderungen wie Arbeitskräftemangel und Druck auf Rentensysteme verstärkt.</li>
</ul>



<p>Bild: © Midjourney</p>
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		<title>Wissenschaftler widerlegen UN-Analyse: Weniger Naturkatastrophen trotz Klimawandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Malena Enders]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2024 10:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[BIP]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Naturkatastrophen]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine neue Studie soll nachweisen, dass die Anzahl der Naturkatastrophen im 21. Jahrhundert zurückgegangen ist.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Eine neue <a href="https://www.tandfonline.com/doi/figure/10.1080/17477891.2023.2239807" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wissenschaftliche Studie</a> soll die Annahme widerlegen, dass Naturkatastrophen in Zusammenhang mit dem Klimawandel zunehmen. Die italienischen Wissenschaftler Gianluca Alimonti und Luigi Mariani fanden heraus, dass die Anzahl der Naturkatastrophen im 21. Jahrhundert abgenommen hat.</strong></p>



<p>Die Forscher analysierten Daten zu <a href="https://smartup-news.de/gesellschaft/wahlen-unter-wetterextremen-klimawandel-bedroht-demokratie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Naturkatastrophen</a> seit 1900 und stellten fest, dass es im 21. Jahrhundert einen „deutlichen Rückgang [der Naturkatastrophen] bis 2022“ gibt. Diese Ergebnisse widersprechen früheren Analysen von UN-Organisationen, die einen Anstieg der Naturkatastrophen aufgrund der globalen Erwärmung prognostizierten.</p>



<p>Alimonti und Mariani betonen: „Unsere Analysen widerlegen diese Behauptung eindeutig.“ Sie argumentieren, dass internationale Organisationen wie das UN-Büro für Katastrophenvorsorge und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) seit Jahren behaupten, wetterbedingte Katastrophen würden zunehmen. So berichtet die WMO 2021: „Wetterkatastrophen treffen die Welt vier- bis fünfmal häufiger und verursachen siebenmal mehr Schäden als in den 1970er Jahren.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Widerspruch zu UN-Berichten</h2>



<p>UN-Vertreter führen diesen Anstieg auf die globale Erwärmung zurück. Der <a href="https://smartup-news.de/news/immer-mehr-deutsche-gehen-wegen-klimaangst-zum-psychiater/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klimawandel</a> macht Wetterkatastrophen stärker und häufiger. Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen, Winterstürme, Hurrikane und Waldbrände nehmen zu und beweisen die negativen Auswirkungen einer sich erwärmenden Welt. Laut der <a href="https://nypost.com/2024/06/09/opinion/weather-disasters-decreased-despite-warming-study-finds/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">New York Post</a> zeigen die neuen Daten jedoch einen signifikanten Rückgang solcher Ereignisse in den letzten 20 Jahren. Dennoch sind die durch den Klimawandel verursachten Naturkatastrophen weiterhin verheerend und könnten sich in den kommenden Jahren noch verschärfen.</p>



<p>Zwischen 1980 und 2000 verzeichneten Forscher etwa 4.200 Naturkatastrophen, während die Zahl im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts auf über 8.000 anstieg. Diese Schlussfolgerung sei jedoch fehlerhaft, da sie den enormen Anstieg der weltweiten Berichterstattung über Katastrophen durch neue Kommunikationstechnologien seit den 1980er Jahren nicht berücksichtigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fortschritte in der Berichterstattung</h2>



<p>Das <a href="https://smartup-news.de/news/digitales-dilemma-unser-internetkonsum-heizt-den-klimawandel-an/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Internet</a> und andere neue Kommunikationstechnologien beschleunigten die Berichterstattung über Katastrophen weltweit, was dazu führte, dass Ereignisse, die in früheren Jahrzehnten unterberichtet wurden, nun vermehrt gemeldet werden.</p>



<p>Zudem sank die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen in den letzten 120 Jahren stetig – von 500.000 Todesfällen pro Jahrzehnt zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf weniger als 50.000 pro Jahrzehnt in den letzten zehn Jahren.</p>



<p>Laut New York Post ging auch der Anteil der Verluste durch klimabedingte Katastrophen am globalen BIP (Bruttoinlandsprodukt) in den letzten 30 Jahren zurück – von etwa 0,25 Prozent des BIP im Jahr 1990 auf weniger als 0,20 Prozent im Jahr 2023.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest: </h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine neue Studie von Gianluca Alimonti und Luigi Mariani zeigt, dass die Anzahl der Naturkatastrophen im 21. Jahrhundert abgenommen hat und widerspricht damit früheren UN-Analysen, die einen Anstieg in Zusammenhang mit dem Klimawandel prognostizierten.</li>



<li>Die Forscher argumentieren, dass der scheinbare Anstieg der gemeldeten Katastrophenfälle auf den verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten seit den 1980er Jahren beruht und nicht auf einer tatsächlichen Zunahme der Naturkatastrophen.</li>



<li>Trotz der globalen Erwärmung ist die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen in den letzten 120 Jahren stark gesunken, und der Anteil der durch klimabedingte Katastrophen verursachten Verluste am globalen BIP hat sich in den letzten 30 Jahren ebenfalls verringert.</li>
</ul>



<p>Bild: © <a href="https://unsplash.com/de/fotos/auto-auf-gewasser-4zxp5vlmvnI" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unsplash</a></p>
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		<title>Trotz Widerstand: UN beschließt Gedenktag für Völkermord in Srebrenica</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2024 19:06:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[11. Juli]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenktag]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Republika Srpska]]></category>
		<category><![CDATA[Serbien]]></category>
		<category><![CDATA[Srebrenica]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Vollversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>
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					<description><![CDATA[UN erklärt 11. Juli zum Gedenktag für Srebrenica-Opfer, trotz Widerstand einiger Länder.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die UN-Generalversammlung hat trotz beträchtlicher Widerstände eine bedeutende Resolution verabschiedet, die den 11. Juli zum internationalen Gedenktag für den Völkermord von Srebrenica erklärt. Dieser Beschluss, hauptsächlich von Deutschland und Ruanda vorangetrieben und von 34 weiteren Ländern unterstützt, erhielt 84 Ja-Stimmen, während 19 Länder dagegen und 68 sich der Stimme enthielten.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Globale Unterstützung und Opposition</h2>



<p>Die Resolution zielt darauf ab, den Genozid an über 8000 bosnischen Muslimen im Jahr 1995 nicht nur zu gedenken, sondern auch jede Leugnung dieser historischen Tatsache entschieden zu verurteilen. Antje Leendertse, die deutsche UN-Botschafterin, betonte laut dpa, dass die Initiative dazu dient, „das Andenken der Opfer zu ehren und die Überlebenden zu unterstützen, die weiterhin mit den Narben dieser schicksalhaften Zeit leben müssen“. Der <a href="https://smartup-news.de/news/uno-abstimmung-ein-neuer-gedenktag-fuer-srebrenica/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gedenktag</a> soll offiziell ab 2025 begangen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Serbien und Russland gegen die Resolution</h2>



<p>Die Ablehnung dieser Resolution kam vor allem von Serbien und seinen Verbündeten, einschließlich Russland und China. Ungarn stimmte ebenfalls gegen die Resolution. Der serbische Präsident Aleksandar Vucic kritisierte Deutschland scharf. „Es ist schwer, nach Deutschland zu sprechen, das für das mächtigste Land Europas steht und sich unmissverständlich dazu berechtigt fühlt, allen, die anderer Meinung sind, moralische Lehren zu erteilen.“</p>



<p>Vucic argumentierte, dass der Beschluss die Region spalten und eine Hierarchie unter den Kriegsopfern schaffen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Historischer Kontext und juristische Feststellungen</h2>



<p>Die Ereignisse von Srebrenica, bei denen im Juli 1995 tausende bosnische Muslime ermordet wurden, gelten als eines der schrecklichsten Kriegsverbrechen in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. International anerkannte Gerichte wie das Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und der Internationale Gerichtshof (IGH) haben den Charakter dieser Gräueltaten als Genozid juristisch bestätigt. Die damaligen politischen und militärischen Führer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic und Ratko Mladic, wurden wegen ihrer Rollen in diesem Völkermord zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verteidigung und Gegenreaktion</h2>



<p>Während die serbische Regierung und die Führung der Republika Srpska den Völkermord leugnen und die Täter heroisieren, betonte Botschafterin Leendertse, dass die Resolution „gegen niemanden – nicht gegen Serbien oder irgendein anderes Mitglied dieser Organisation – gerichtet ist. Wenn überhaupt, richtet es sich gegen Täter eines Völkermords.“ Diese diplomatische Spannung zeigt die fortwährenden Herausforderungen in den internationalen Beziehungen und den Umgang mit historischen Wahrheiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Präsident der Republika Srpska verfolgt UN-Abstimmung vor dem Fernseher in Srebrenica</h2>



<p>Im serbischen Teil Bosniens verfolgte man die Sitzung der UN in New York genau. Nach Informationen des bosnischen <a href="https://www.oslobodjenje.ba/vijesti/bih/dodik-u-srebrenici-prati-sjednicu-generalne-skupstine-un-a-956470" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Oslobodjenje</a> war der Präsident der bosnischen Serben Milorad Dodik nach Srebrenica gereist, um von dort aus die Debatte und Abstimmung der Vollversammlung im Fernsehen zu verfolgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bosnien will Protestnote nach Russland und China schicken</h2>



<p>Wie die bosnische Zeitung <a href="https://avaz.ba/vijesti/bih/906986/konakovic-najavio-sutra-saljemo-protestnu-notu-svim-zemljama-koje-su-glasale-protiv-rezolucije-o-srebrenici" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dnevni avaz</a> berichtet, hat der bosnische Außenminister Elmedin Konaković angekündigt, eine Protestnote an jene 19 Länder zu senden, die heute gegen die Srebrenica-Resolution gestimmt haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>UN setzt Gedenktag fest:</strong> Die UN-Generalversammlung hat den 11. Juli als internationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermords von Srebrenica bestimmt, unterstützt von Deutschland und Ruanda sowie weiteren 34 Ländern.</li>



<li><strong>Verurteilung der Genozidleugnung:</strong> Die Resolution verurteilt jede Leugnung des Genozids von 1995, der über 8000 bosnische Muslime das Leben kostete, und betont die Bedeutung der Erinnerung und Unterstützung der Überlebenden.</li>



<li><strong>Internationale Bestätigung und Widerstand:</strong> Während internationale Gerichte das Massaker als Genozid klassifizieren, lehnen Serbien und dessen Verbündete diese Einstufung ab, was zu Spannungen in den internationalen Beziehungen führt.</li>
</ul>



<p>Bild: © <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Mojnsen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mojnsen</a> via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:United_Nations_General_Assembly_2024.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikimedia</a> unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC4-Lizenz</a></p>
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