Scarlett Johansson kämpft gegen OpenAI um ihre Stimme

Scarlett Johansson fordert von OpenAI Klarheit über eine KI-Stimme, die ihrer ähnelt. OpenAI hat daraufhin reagiert.

Scarlett Johansson

Scarlett Johansson wirft OpenAI vor, eine KI-Stimme zu benutzen, die ihrer eigenen stark ähnelt (Archivbild). © Wikimedia

Scarlett Johansson hat gegenüber OpenAI und dessen Geschäftsführer Sam Altman schwere Vorwürfe erhoben. Laut ZDF heute sei die KI-Stimme, die kürzlich bei einer Präsentation des Unternehmens zu hören war, ihrer eigenen Stimme „unheimlich ähnlich“. Die Schauspielerin und ihre Anwälte haben daraufhin zwei rechtliche Schreiben an OpenAI und Altman gerichtet und Klärung gefordert.

Technologie hinter der KI-Stimme

Die Technologie, die OpenAI verwendet, ermöglicht es, menschliche Stimmen so zu digitalisieren und zu modifizieren, dass sie in KI-Anwendungen eingesetzt werden können. Die Stimmen für das KI-Modell GPT-4o, das flüssige und dynamische Unterhaltungen führen soll, basieren auf echten Sprachaufnahmen. OpenAI hatte angegeben, dass die Basis für die umstrittene KI-Stimme von einer anderen Schauspielerin stamme und dass sie nie beabsichtigt hatten, Johanssons Stimme zu imitieren.

Stimmenklau oder Missverständnis?

Johansson behauptet, dass die Ähnlichkeit der KI-Stimme mit ihrer eigenen so groß sei, dass selbst ihre engsten Freunde und Journalisten keinen Unterschied feststellen konnten. Diese Behauptung wirft wichtige Fragen über Urheberrechte und persönliche Rechte im digitalen Zeitalter auf. Johansson hat um transparente Aufklärung der Umstände gebeten. Sie argumentiert, dass der Schutz der persönlichen Identität und der eigenen Arbeit in einer Ära von täuschend echten Deepfakes unerlässlich sei.

OpenAIs Reaktion auf die Beschwerde

OpenAI reagierte auf die Vorwürfe, indem sie die Stimme „Sky“ aus ihrem Angebot vorläufig zurückzog. In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, dass es niemals die Absicht hatte, Johanssons Stimme nachzuahmen, und betonte, dass das Rückziehen der Stimme ein Zeichen ihres Verantwortungsbewusstseins gegenüber der Öffentlichkeit sei. Altman selbst erklärte, dass die Kontroverse um die KI-Stimme auf einem Missverständnis beruhen könne und dass die Firma stets bemüht sei, ethische Standards einzuhalten.

Zukunft der KI und persönliche Rechte

Laut ZDF heute könnte dieser Fall möglicherweise neue Gesetze und Regelungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und des Schutzes von Persönlichkeitsrechten nach sich ziehen. Es geht nicht nur um die technische Fähigkeit, Stimmen zu replizieren, sondern auch um die moralischen und rechtlichen Implikationen solcher Technologien.

Was du dir merken solltest:

  • Scarlett Johansson hat gegenüber OpenAI und Sam Altman Vorwürfe erhoben, weil eine KI-Stimme von ChatGPT ihrer eigenen sehr ähnlich klingt. Sie verlangt Aufklärung und betont die Wichtigkeit des Schutzes persönlicher Identität in der digitalen Welt.
  • OpenAI hat darauf reagiert, indem das Unternehmen die KI-Stimme „Sky“ zurückgezogen hat und beteuert, dass keine Absicht bestand, Johanssons Stimme nachzuahmen. Das Unternehmen will ethische Standards einhalten.
  • Der Fall beleuchtet die Notwendigkeit klarer gesetzlicher Rahmenbedingungen im Bereich der KI-Technologien, besonders im Hinblick auf die Rechte der Individuen und den Schutz ihrer persönlichen Daten und Identitäten.

Bild (zugeschnitten): © Gage Skidmore via Wikimedia unter CC2-Lizenz

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