Kampf um Marktanteile: Google plant, Safari-Nutzer auszuschließen

Google verstärkt die Werbung für seine Apps, um weniger von Safari abhängig zu sein.

Google Safari

Google beabsichtigt, seine Abhängigkeit von Apple Safari zu reduzieren. © Vecteezy

Google plant, die Abhängigkeit von Apple Safari zu verringern und verstärkt Suchanfragen über eigene Apps zu generieren. Laut golem sieht der Konzern den Druck der US-Kartellbehörden als ernstes Problem an. Diese befürchten ein De-facto-Monopol von Google mit einem Marktanteil von 91 Prozent gegenüber Bing mit 3,7 Prozent.

Google dominiert den Suchmaschinenmarkt mit einem globalen Marktanteil von etwa 91,05 Prozent. © StatCounter Global Stats

Regulierungsbehörden könnten bald festlegen, dass Google nicht mehr standardmäßig in Safari eingestellt werden darf. 2022 zahlte Googles Mutterkonzern Alphabet 20 Milliarden US-Dollar dafür. Sollte dies untersagt werden, befürchtet Google einen starken Rückgang der Suchanfragen.

Daher intensiviert das Unternehmen die Bewerbung eigener Apps, die seine Suchmaschine verwenden. Der Anteil der Suchanfragen über Google-Apps stieg von 25 Prozent vor fünf Jahren auf knapp über 30 Prozent heute. Diese Maßnahme würde es Google ermöglichen, mehr Kontrolle über die Nutzererfahrung und die damit verbundenen Daten zu behalten. 

Strategische Anpassungen zur Markterweiterung

Um diese Strategie voranzutreiben, hat Google den ehemaligen Instagram-Manager Robby Stein eingestellt.

Robby Stein ist stolz auf die generative Künstliche Intelligenz von Google.

Künstliche Intelligenz (KI) könnte eine Schlüsselrolle spielen, um die Nutzung der Apps zu steigern. Google hat ein maßgeschneidertes Gemini-Modell entwickelt, das erweiterte KI-Übersichten, zusätzliche Planungs- und Recherchefunktionen sowie KI-gesteuerte Suchergebnisse bietet.

Ein bedeutender Schritt könnte die Einschränkung ebendieser KI-Funktionen für Safari-Nutzer sein. Dies könnte als Druckmittel dienen, um Nutzer dazu zu bewegen, auf Plattformen zu wechseln, die von Google stärker kontrolliert werden. Die Reaktion von Apple und der Nutzer auf diese mögliche Einschränkung bleibt abzuwarten. Es könnte zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen, wenn Apple oder Nutzer dies als Wettbewerbsverzerrung interpretieren.

Was du dir merken solltest:

  • Google plant, seine Abhängigkeit von Apple Safari zu verringern und verstärkt eigene Apps für Suchanfragen zu nutzen, da es mit regulatorischem Druck zu kämpfen hat.
  • Dies könnte seinen Marktanteil von 91 Prozent gefährden. Um dies zu kompensieren, intensiviert Google die Promotion seiner Apps.
  • Strategisch verstärkt durch die Einstellung von Robby Stein und die Nutzung von Künstlicher Intelligenz, könnten Google Nutzer beeinflusst werden, auf stärker kontrollierte Plattformen zu wechseln, was potenziell zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen könnte.

Bild: © Vecteezy

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