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	<title>Genozid Archive - SMART UP NEWS</title>
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	<title>Genozid Archive - SMART UP NEWS</title>
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	<item>
		<title>Bosnischer Serbenführer will Srebrenica umbenennen: Ein Versuch, die Geschichte neu zu schreiben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 08:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid]]></category>
		<category><![CDATA[Milorad Dodik]]></category>
		<category><![CDATA[Republika Srpska]]></category>
		<category><![CDATA[Srebrenica]]></category>
		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>
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					<description><![CDATA[Bosniens Serbenführer wollen Srebrenica umbenennen, um die Erinnerung an den Völkermord von 1995 zu tilgen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Der serbische General Ratko Mladić und seine Truppen haben im Juli 1995 in Srebrenica eines der dunkelsten Kapitel der europäischen Nachkriegsgeschichte geschrieben. Mehr als 8.000 bosnisch-muslimische Männer und Jungen wurden systematisch ermordet. Dieser Akt wurde international als Völkermord anerkannt. Eine Tatsache, die die <a href="https://smartup-news.de/news/trotz-widerstand-un-beschliesst-gedenktag-fuer-voelkermord-in-srebrenica/">UN in einer Resolution im Mai nochmals bestätigte</a> und den 11. Juli zum Internationalen Gedenktag der Opfer von Srebrenica machte.</strong></p>



<p>Fast 30 Jahre später will man im serbischen Teil Bosniens immer noch wegschauen. Präsident Dodiks Aussagen, in Srebrenica habe es „keine Operation gegeben“ und es sei „niemand getötet“ worden, stehen im krassen Gegensatz zur historischen Wahrheit und den zahlreichen Zeugenaussagen und Beweisen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Streit um die Umbenennung</h2>



<p>In Bosnien-Herzegowinas Teilstaat Republika Srpska, angeführt von Präsident Milorad Dodik, entbrannte kürzlich eine heftige Kontroverse. Dodik und Mladen Grujičić, der serbische Bürgermeister von Srebrenica, bezeichnen die Stadt als &#8222;befleckt&#8220; und streben eine Umbenennung an, um die &#8222;negativen Assoziationen&#8220;, die Investoren abschrecken könnten, zu beseitigen. Dies soll Dodik dem Belgrader Sender TV Happy gesagt haben, meldet der Sender <a href="https://n1info.ba/vijesti/dodikov-snsd-planira-promjenu-naziva-srebrenice/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">N1</a>. „Das wollen wir nicht zulassen“, so Grujičić, der die Bemühungen um eine Umbenennung auf die „Lügen“ zurückführt, die seiner Meinung nach über die Stadt verbreitet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Widerstand von Opferverbänden</h2>



<p>Diese Vorstöße haben heftige Reaktionen von Opferverbänden ausgelöst. Der Verband „Die Mütter der Enklaven von Srebrenica und Zepa“ betont, dass der Versuch, den Namen der Stadt zu ändern, die Wahrheit über die Ereignisse nicht verdecken kann. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Sie können nur Städtenamen verändern, die Wahrheit über Srebrenica aber nicht vertuschen, </p>
<cite>erklärte der Verband.</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Die Rolle der internationalen Gemeinschaft </h2>



<p>Die internationale Anerkennung des Massakers als Völkermord stellt eine wesentliche Stütze für die Gedenkarbeit und die historische Aufarbeitung dar. Die jüngsten Versuche, diese Geschichte umzuschreiben, stoßen daher auf breite Ablehnung, auch weil sie schmerzhafte Wunden wieder aufreißen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erhalt der Erinnerung als Herausforderung</h2>



<p>Wenn man Srebrenica umbenennen würde, wäre das mehr als nur die Änderung einer geographischen Bezeichnung. Es würde auch ein Signal senden, dass die Anerkennung von historischem Unrecht verhandelbar ist. Es bleibt abzuwarten, wie die internationale Gemeinschaft und die Einwohner Bosniens auf diese Herausforderungen reagieren werden, um das Andenken an die <a href="https://smartup-news.de/wissen/blutiger-kampf-um-ressourcen-und-macht-der-brutale-krieg-im-kongo/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Opfer des Völkermordes</a> zu bewahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Historische Tragödie von Srebrenica:</strong> Im Juli 1995 wurden über 8.000 bosnisch-muslimische Männer und Jungen in Srebrenica systematisch ermordet. Dies wurde von der internationalen Gemeinschaft als Völkermord anerkannt und durch eine UN-Resolution bekräftigt.</li>



<li><strong>Aktuelle Kontroversen um Umbenennung:</strong> Fast drei Jahrzehnte später wollen die serbischen Führer der Republika Srpska, angeführt von Präsident Milorad Dodik, Srebrenica umbenennen und damit die negativen Assoziationen und die Erinnerung an den Völkermord tilgen.</li>



<li><strong>Widerstand gegen Geschichtsrevisionismus:</strong> Opferverbände und internationale Beobachter lehnen die Versuche, Srebrenicas Namen zu ändern und seine Geschichte umzuschreiben, vehement ab. Sie betonen die Bedeutung der Wahrheitsbewahrung und warnen vor den Gefahren des Geschichtsrevisionismus.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens</strong>: In Kanada will man über einen Genozid nicht länger schweigen. Als Symbol für diese Verbrechen steht der &#8222;Highway of Tears&#8220;. Mehr dazu erfährst du in unserem <a href="https://smartup-news.de/wissen/kanadas-duesteres-geheimnis-der-voelkermord-an-indigenen-frauen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p>Bild: © <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Duesseljan" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Duesseljan</a> via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:UNPROFOR_Dutchbat_DAF_lorry_at_Memorial_Center_Srebrenica.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikimedia</a> unter <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC1-Lizenz</a></p>
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													<media:copyright>Anne Bajrica</media:copyright>
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		<title>Trotz Widerstand: UN beschließt Gedenktag für Völkermord in Srebrenica</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2024 19:06:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[11. Juli]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenktag]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Vollversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>
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					<description><![CDATA[UN erklärt 11. Juli zum Gedenktag für Srebrenica-Opfer, trotz Widerstand einiger Länder.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die UN-Generalversammlung hat trotz beträchtlicher Widerstände eine bedeutende Resolution verabschiedet, die den 11. Juli zum internationalen Gedenktag für den Völkermord von Srebrenica erklärt. Dieser Beschluss, hauptsächlich von Deutschland und Ruanda vorangetrieben und von 34 weiteren Ländern unterstützt, erhielt 84 Ja-Stimmen, während 19 Länder dagegen und 68 sich der Stimme enthielten.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Globale Unterstützung und Opposition</h2>



<p>Die Resolution zielt darauf ab, den Genozid an über 8000 bosnischen Muslimen im Jahr 1995 nicht nur zu gedenken, sondern auch jede Leugnung dieser historischen Tatsache entschieden zu verurteilen. Antje Leendertse, die deutsche UN-Botschafterin, betonte laut dpa, dass die Initiative dazu dient, „das Andenken der Opfer zu ehren und die Überlebenden zu unterstützen, die weiterhin mit den Narben dieser schicksalhaften Zeit leben müssen“. Der <a href="https://smartup-news.de/news/uno-abstimmung-ein-neuer-gedenktag-fuer-srebrenica/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gedenktag</a> soll offiziell ab 2025 begangen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Serbien und Russland gegen die Resolution</h2>



<p>Die Ablehnung dieser Resolution kam vor allem von Serbien und seinen Verbündeten, einschließlich Russland und China. Ungarn stimmte ebenfalls gegen die Resolution. Der serbische Präsident Aleksandar Vucic kritisierte Deutschland scharf. „Es ist schwer, nach Deutschland zu sprechen, das für das mächtigste Land Europas steht und sich unmissverständlich dazu berechtigt fühlt, allen, die anderer Meinung sind, moralische Lehren zu erteilen.“</p>



<p>Vucic argumentierte, dass der Beschluss die Region spalten und eine Hierarchie unter den Kriegsopfern schaffen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Historischer Kontext und juristische Feststellungen</h2>



<p>Die Ereignisse von Srebrenica, bei denen im Juli 1995 tausende bosnische Muslime ermordet wurden, gelten als eines der schrecklichsten Kriegsverbrechen in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. International anerkannte Gerichte wie das Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und der Internationale Gerichtshof (IGH) haben den Charakter dieser Gräueltaten als Genozid juristisch bestätigt. Die damaligen politischen und militärischen Führer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic und Ratko Mladic, wurden wegen ihrer Rollen in diesem Völkermord zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verteidigung und Gegenreaktion</h2>



<p>Während die serbische Regierung und die Führung der Republika Srpska den Völkermord leugnen und die Täter heroisieren, betonte Botschafterin Leendertse, dass die Resolution „gegen niemanden – nicht gegen Serbien oder irgendein anderes Mitglied dieser Organisation – gerichtet ist. Wenn überhaupt, richtet es sich gegen Täter eines Völkermords.“ Diese diplomatische Spannung zeigt die fortwährenden Herausforderungen in den internationalen Beziehungen und den Umgang mit historischen Wahrheiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Präsident der Republika Srpska verfolgt UN-Abstimmung vor dem Fernseher in Srebrenica</h2>



<p>Im serbischen Teil Bosniens verfolgte man die Sitzung der UN in New York genau. Nach Informationen des bosnischen <a href="https://www.oslobodjenje.ba/vijesti/bih/dodik-u-srebrenici-prati-sjednicu-generalne-skupstine-un-a-956470" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Oslobodjenje</a> war der Präsident der bosnischen Serben Milorad Dodik nach Srebrenica gereist, um von dort aus die Debatte und Abstimmung der Vollversammlung im Fernsehen zu verfolgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bosnien will Protestnote nach Russland und China schicken</h2>



<p>Wie die bosnische Zeitung <a href="https://avaz.ba/vijesti/bih/906986/konakovic-najavio-sutra-saljemo-protestnu-notu-svim-zemljama-koje-su-glasale-protiv-rezolucije-o-srebrenici" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dnevni avaz</a> berichtet, hat der bosnische Außenminister Elmedin Konaković angekündigt, eine Protestnote an jene 19 Länder zu senden, die heute gegen die Srebrenica-Resolution gestimmt haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>UN setzt Gedenktag fest:</strong> Die UN-Generalversammlung hat den 11. Juli als internationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermords von Srebrenica bestimmt, unterstützt von Deutschland und Ruanda sowie weiteren 34 Ländern.</li>



<li><strong>Verurteilung der Genozidleugnung:</strong> Die Resolution verurteilt jede Leugnung des Genozids von 1995, der über 8000 bosnische Muslime das Leben kostete, und betont die Bedeutung der Erinnerung und Unterstützung der Überlebenden.</li>



<li><strong>Internationale Bestätigung und Widerstand:</strong> Während internationale Gerichte das Massaker als Genozid klassifizieren, lehnen Serbien und dessen Verbündete diese Einstufung ab, was zu Spannungen in den internationalen Beziehungen führt.</li>
</ul>



<p>Bild: © <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Mojnsen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mojnsen</a> via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:United_Nations_General_Assembly_2024.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikimedia</a> unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC4-Lizenz</a></p>
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		<item>
		<title>UNO-Abstimmung: Ein neuer Gedenktag für Srebrenica?</title>
		<link>https://smartup-news.de/news/uno-abstimmung-ein-neuer-gedenktag-fuer-srebrenica/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2024 09:12:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenktag]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid]]></category>
		<category><![CDATA[Internationaler Gerichtshof]]></category>
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		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>
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					<description><![CDATA[Die UNO entscheidet über einen Gedenktag für die Opfer des Srebrenica-Massakers, eingebracht von Deutschland und Ruanda. Am 11. Juli 1995 wurden in Srebrenica rund 8.000 Muslime getötet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die UN-Vollversammlung wird über eine von Deutschland und <a href="https://smartup-news.de/wissen/blutiger-kampf-um-ressourcen-und-macht-der-brutale-krieg-im-kongo/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruanda</a> initiierte Resolution abstimmen, die den 11. Juli zum internationalen Gedenktag der Opfer des Völkermordes von Srebrenica erklären soll. Damit soll die Erinnerung an eines der dunkelsten Kapitel des Jugoslawien-Kriegs zu institutionalisiert werden.</strong></p>



<p>1995 wurden in der ostbosnischen Stadt Srebrenica etwa 8.000 muslimische Männer und Jugendliche von bosnisch-serbischen Truppen unter dem Befehl von Ratko ermordet. Dieses Ereignis wurde von internationalen Gerichten als Völkermord eingestuft. Der Internationale Gerichtshof stellte jedoch fest, dass Serbien nicht direkt am Völkermord beteiligt war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Internationale Reaktionen und rechtliche Einordnungen</h2>



<p>Das Massaker von Srebrenica wurde von internationalen Gerichten als Völkermord eingestuft. Das UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) tat dies bereits im Jahr 2004. 2007 folgte das Urteil vom Internationalen Gerichtshof (IGH). Dieser stellte allerdings fest, dass Serbien nicht direkt an der Durchführung des Völkermordes beteiligt war. Trotz dieser Feststellungen und einer Verurteilung des Massakers durch das serbische Parlament im Jahr 2010, das den Begriff &#8222;Völkermord&#8220; vermied, bleibt die Anerkennung der Ereignisse und deren Benennung als Völkermord innerhalb Serbiens und insbesondere in der Republika Srpska umstritten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Spannungen in Serbien und der Republika Srpska</h2>



<p>Die Republika Srpska, einer der zwei Entitäten Bosniens, erlaubt seit Oktober 2021 die Leugnung des Völkermordes wieder. Im Juli zuvor hatte der internationale Bosnien-Beauftragte Valentin Inzko laut <a href="https://orf.at/stories/3232548/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ORF</a> eine Ergänzung des Strafgesetzes in ganz Bosnien-Herzegowina durchgesetzt, die eigentlich genau dies unter Strafe stellte. Doch die Republika Srpska setzte sich kurze Zeit später mit einem Gesetz wieder darüber hinweg.</p>



<p>Die Resolution, deren Annahme am heutigen Donnerstag zur Abstimmung steht, hat in Serbien und der Republika Srpska zu erheblichem Widerstand geführt. Serbiens Präsident Aleksandar Vucic äußerte laut <a href="https://orf.at/stories/3358419/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ORF</a> die Befürchtung, dass die Resolution zu Reparationsforderungen führen könnte und sogar die Auflösung der Republika Srpska zur Folge haben könnte, obwohl Serbien und die Republika Srpska in der Resolution nicht namentlich erwähnt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Russlands Standpunkt</h2>



<p>Auch Russland, ein Verbündeter Serbiens, hat sich gegen die Resolution ausgesprochen. Der russische UNO-Botschafter Wassili Nebensia kritisierte den Entwurf als provokativ und eine Bedrohung für den Frieden in der Region. Er warf den westlichen Befürwortern der Resolution vor, „alte Wunden des Bürgerkrieges wieder aufzureißen“. Da die Abstimmung in der UNO-Vollversammlung stattfindet und nicht im UNO-Sicherheitsrat, hat <a href="https://smartup-news.de/news/veto-im-un-sicherheitsrat-russischer-vorstoss-gegen-waffen-im-all-scheitert-resolutionsentwurf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Russland</a> keine Möglichkeit, die Annahme der Resolution durch ein Veto zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bedeutung des Gedenktages</h2>



<p>Der 11. Juli soll, beginnend mit dem Jahr 2025 zum 30. Jahrestag des Massakers, als internationaler Tag der Erinnerung begangen werden. Dieser Tag soll nicht nur den Opfern gedenken, sondern auch die individuelle Verantwortung für den <a href="https://smartup-news.de/wissen/dunkles-erbe-deutschlands-verdraengte-kolonialvergangenheit-in-namibia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Völkermord</a> betonen, eine Ergänzung, die auf Vorschlag Montenegros in die Präambel der Resolution aufgenommen wurde. Das EU-Parlament hatte bereits 2009 den 11. Juli als Gedenktag für die Opfer von Srebrenica deklariert, was die Bedeutung einer kollektiven Erinnerung und Verurteilung solcher Akte unterstreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die historische Situation in Srebrenica</h2>



<p>Im Bosnienkrieg kam es zu heftigen Kämpfen in Ostbosnien, einschließlich der mehrheitlich von Bosniaken bewohnten Stadt Srebrenica. Im Frühjahr 1992 eroberten bosnisch-serbische Truppen und Paramilitärs kurzzeitig Srebrenica, bevor bosniakische Kräfte unter Naser Orić die Stadt im Mai desselben Jahres zurückeroberten. Trotz der Kontrolle über die umliegenden Gebiete durch die bosnischen Serben, führten die bosniakischen Einheiten von Srebrenica aus Gegenangriffe an. Sie konnten aber die Belagerung nicht beenden und das kontrollierte Gebiet nur vorübergehend auf etwa 900 Quadratkilometer erweitern.</p>



<p>Das Gebiet um Srebrenica war seit dem Ausbruch des Bosnienkrieges im Frühjahr 1992 stark umkämpft. Srebrenica wurde 1993 zur UNO-Schutzzone erklärt. Doch der Schutz versagte letztendlich, als serbische Truppen die Stadt einnahmen und den Völkermord begingen.</p>



<p>Die Abstimmung findet ab 16.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit statt. Es wird erwartet, dass der Entwurf angenommen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>UNO-Vollversammlung stimmt über eine Resolution ab, die den 11. Juli als internationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermordes von Srebrenica festlegen soll.</li>



<li>Massaker, bei dem 1995 etwa 8.000 muslimische Männer und Jugendliche ermordet wurden, ist von internationalen Gerichten als Völkermord eingestuft worden,</li>



<li>Die Anerkennung dieses Urteils bleibt in Serbien und der Republika Srpska umstritten.</li>
</ul>



<p>Bild: © <a href="https://bs.wikipedia.org/wiki/User:Andrija1234567" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Andrija1234567</a> via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Memorijalni_centar_Srebrenica-Poto%C4%8Dari5.JPG" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikimedia</a> unter <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/en:GNU_Free_Documentation_License" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GNU Free Documentation License</a></p>
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		<title>Blutiger Kampf um Ressourcen und Macht: Der brutale Krieg im Kongo</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Malena Enders]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2024 08:27:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausbeutung, Gewalt und Tod: Der Krieg in der Demokratischen Republik Kongo wird durch wirtschaftliche Interessen und Machtgedanken befeuert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Paul Kagame hat Ruanda zu einem Vorzeigeland in Afrika gemacht. Doch laut der UN soll der ruandische Präsident im Nachbarland Kongo Vertreibung und Mord fördern. Der Westen schweigt dazu – aus Schuldgefühlen.</strong></p>



<p>Am 7. April 1994 begann das Morden in dem ostafrikanischen Land <a href="https://smartup-news.de/news/grossbritannien-abschiebe-deal-mit-ruanda/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruanda</a>. Die meisten Opfer gehörten der Tutsi-Minderheit an. Auch gemäßigte Hutu und Angehörige der kleinen Bevölkerungsgruppe der Twa wurden ermordet. Zwischen 150.000 und 250.000 Frauen wurden vergewaltigt. Neben Polizei, Militär und Hutu-Milizen beteiligten sich zahlreiche Hutu-Zivilisten an den Gewalttaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Historische Wurzeln des Konflikts</h2>



<p>Laut <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/307318/gedenken-an-den-voelkermord-in-ruanda/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bpb</a> hat der Völkermord in Ruanda seine Wurzeln in der Kolonialzeit. Die Kolonialisierung durch Deutschland und Belgien führte zu einer rassistisch begründeten Ungleichbehandlung der Bevölkerungsgruppen. Dies schuf eine Spaltung zwischen der dominierenden Tutsi-Minderheit und der unterdrückten Hutu-Mehrheit. Die belgischen Kolonialherren führten Personalpapiere ein, die die ethnische Zugehörigkeit festschrieben. Dies verfestigte die Wahrnehmung der Bevölkerung, einer bestimmten Ethnie anzugehören.</p>



<p>Zwischen 1959 und 1961 kam es zu Hutu-Aufständen gegen die belgische Kolonialmacht und die Tutsi-Elite. Rund 150.000 Tutsi flohen in die Nachbarländer. Nach der Unabhängigkeit 1962 wurde Ruanda von einer Hutu-Regierung geführt. Weitere Tausende Tutsi flohen nach Burundi, wo sich ein Widerstand formierte. Die in Ruanda verbliebenen Tutsi wurden systematisch unterdrückt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auslöser des Völkermords</h2>



<p>Zur unmittelbaren Vorgeschichte des Völkermords gehörten Angriffe von Tutsi-Rebellen der 1987 gegründeten Ruandischen Patriotischen Front (RPF). Unter dem damaligen Rebellenführer Paul Kagame kämpften sie seit 1990 gegen das Hutu-Regime. Sie wollten den Anspruch der Tutsi-Minderheit auf politische Teilhabe durchsetzen. 1990 fielen rund 12.000 RPF-Kämpfer in Ruanda ein und eroberten Teile des Nordens.</p>



<p>Ein Friedensvertrag wurde 1993 in Arusha (Tansania) unterzeichnet. Er sah eine Übergangsregierung und ein Mehrparteiensystem vor. Die Vereinten Nationen entsandten die &#8222;United Nations Assistance Mission for Rwanda&#8220; (UNAMIR), die jedoch kein Mandat für militärische Eingriffe hatte. Hutu-Extremisten lehnten das Abkommen ab und radikalisierten sich weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beginn des Völkermords</h2>



<p>Am 6. April 1994 wurde das <a href="https://smartup-news.de/wissen/turbulenzen-nehmen-zu-klimawandel-macht-das-fliegen-unberechenbar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flugzeug</a> von Präsident Habyarimana abgeschossen. Bereits eine halbe Stunde später begannen die Ermordungen von weiteren Hutu-Politikern durch Tutsi-Rebellen. Die Hutu-Regierung gab den Tutsi die Schuld und rief über das Radio zur Ermordung aller Tutsi auf. Bereits zuvor hatten Radiosender systematisch gegen die Tutsi gehetzt und zum Morden angestachelt.</p>



<p>Der Genozid begann in der Nacht auf den 7. April und dauerte etwa 100 Tage. Der Genozid endete erst im Juli, als die RPF ganz Ruanda erobertet hatte. Am 19. Juli 1994 wurde eine Übergangsregierung der nationalen Einheit gebildet. Pasteur Bizimungu, ein Hutu, wurde Präsident. Paul Kagame wurde Vizepräsident.</p>



<p>Nach der Errichtung einer Übergangsregierung flohen über zwei Millionen Menschen, hauptsächlich Hutu, aber auch Tutsi, in Nachbarstaaten. Unter den Flüchtlingen befanden sich viele Regierungsmitglieder, Streitkräfte und Milizionäre, die am Völkermord beteiligt gewesen sein sollen. Die meisten von ihnen flohen ins benachbarte Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) und nach Tansania. </p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1240" height="1380" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/05/266294_original.jpg" alt="" class="wp-image-3280" style="width:871px;height:auto" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/05/266294_original.jpg 1240w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/05/266294_original-270x300.jpg 270w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/05/266294_original-920x1024.jpg 920w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/05/266294_original-768x855.jpg 768w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2024/05/266294_original-1024x1140.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild: Völkermord und Fluchtbewegungen in Ruanda 1993/1994 via <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/307318/gedenken-an-den-voelkermord-in-ruanda/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bundeszentrale für politische Bildung</a> unter CC BY 3.0</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Gewalt und Flucht im Kongo</h2>



<p>Seit Teile der Hutu aus Ruanda nach Ostkongo flohen, setzt sich die Gewalt in den Provinzen Nord- und Südkivu fort. Noch immer findet man in Ruanda Massengräber des Genozids, während in Kongo neue Gräber für die Opfer des anhaltenden Hasses entstehen. Die <a href="https://documents.un.org/doc/undoc/gen/n23/364/37/pdf/n2336437.pdf?token=KXLL68eoVjow3bmgEU&amp;fe=true" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UN</a> schätzt, dass die Zahl der Vertriebenen im Dreieck Ruanda-Kongo-Uganda einen neuen Höchststand erreicht hat. 200.000 Menschen flohen vor den aktuellen Kämpfen, die meisten nach Goma, die von Rebellen belagerte Provinzhauptstadt. In ganz Kongo gibt es 6,5 Millionen Binnenflüchtlinge, und seit den 1990er Jahren wurden 5 Millionen Menschen getötet. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kagames Rolle und westliche Unterstützung</h2>



<p>Die Gewalt in Kongo werde laut der UNO und internationalen Beobachtern von Ruandas Präsident Kagame geschürt. Er rüste die Tutsi-geführte Rebellenarmee M23 mit Waffen aus, um die Rohstoffe Ostkongos zu plündern und seine Rachegelüste zu befriedigen. Kagame, seit 24 Jahren an der Macht, hat Ruanda in den letzten 30 Jahren zu einem Vorzeigeland gemacht. Der Westen sieht ihn als Held, da er den Völkermord beendete. Viele westliche Länder unterstützen Ruanda mit über einer Milliarde Euro jährlich und Wirtschaftsverbände werben für Investitionen in das Land.</p>



<p>Kagame versteht es, das schlechte Gewissen des Westens wachzuhalten. Er erinnert die UNO und die internationale Gemeinschaft an ihre Schuld, den Genozid gesehen, aber nicht eingegriffen zu haben. Zahlreiche Politiker wie Tony Blair und Bill Clinton kamen nach Ruanda, um ihre Scham über die damalige Gleichgültigkeit des Westens auszudrücken und wurden in Kagames Beraterstab aufgenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anhaltende Konflikte mit Kongo</h2>



<p>Laut der <a href="https://www.nzz.ch/international/vor-30-jahren-toeteten-hutu-in-rwanda-in-100-tagen-eine-million-menschen-die-vergeltung-der-tutsi-dauert-bis-heute-an-ld.1825078" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Neuen Zürcher Zeitung</a> wird Kagame im Kongo als finsterer Imperialist gesehen. Präsident Félix Tshisekedi nannte ihn im Dezember 2023 einen „neuen Hitler“, der wie Hitler enden werde. Er beschuldigte Kagame, Krieg zu wollen und Truppen an der Grenze zu Kongo zusammenzuziehen. Ruanda sehe sich als Sündenbock für Kongos Verfehlungen. Tatsächlich herrscht in Kongo seit der Unabhängigkeit in den 1960er Jahren Gewalt. Die UNO-Mission Monusco, die 1,1 Millionen Dollar pro Jahr kostet, konnte die Gewalt nicht beenden. Die kongolesische Regierung habe der Mission daher das Vertrauen entzogen und plane den Abzug aller Soldaten bis Ende 2024.</p>



<p>Die derzeitige Eskalation wird durch die M23-Rebellenarmee verursacht, die seit zwei Jahren mordend durch Ostkongo zieht. Die M23, die schwere Waffen einsetzt, behauptet, die kongolesische Armee dulde die Vernichtung der Tutsi. Ruanda rechtfertige sein Engagement mit der Notwendigkeit zur Selbstverteidigung. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Europas Rolle im Konflikt</h2>



<p>Europa spielt eine bedeutende Rolle im Konflikt der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Die Nachfrage nach Mineralien wie Tantal, Zinn, Wolfram, Coltan und Gold treibt den Bergbau im Land an. Laut <a href="https://www.bmz.de/de/laender/demokratische-republik-kongo/wirtschaftliche-situation-11190" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bmz</a> sind diese Mineralien essenziell für elektronische Geräte wie Laptops und <a href="https://smartup-news.de/technologie/wie-ki-unser-smartphone-noch-smarter-machen-wird/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mobiltelefone</a>. Oft werden sie in Konfliktzonen abgebaut, illegal gehandelt und finanzieren teils die Rebellengruppen.</p>



<p>Die meisten <a href="https://smartup-news.de/arbeitswelt/vorsicht-jobfalle-expertin-deckt-toxische-arbeitsplaetze-auf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Arbeitsplätze</a> in der DRK entstehen im informellen Kleinbergbau, der oft ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen erfolgt. Kinderarbeit und sexuelle Gewalt gegen Frauen sind weit verbreitet. Europäische Unternehmen und Verbraucher sind somit Teil dieser problematischen <a href="https://smartup-news.de/news/eu-parlament-stimmt-fuer-europaeisches-lieferkettengesetz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lieferkette</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest: </h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Paul Kagames Führung und westliche Unterstützung</strong>: Paul Kagame hat Ruanda nach dem Völkermord von 1994 zu einem Vorzeigeland in Afrika gemacht. Trotz seiner positiven innenpolitischen Entwicklungen werfen ihm die Vereinten Nationen vor, im Nachbarland Kongo Vertreibung und Mord zu unterstützen. Der Westen schweigt dazu, da er aus Schuldgefühlen über das eigene Versagen während des Völkermords in Ruanda weiterhin Kagame und sein Land finanziell unterstützt.</li>



<li><strong>Der Völkermord von 1994 und seine Wurzeln</strong>: Der Völkermord in Ruanda begann am 7. April 1994 und richtete sich hauptsächlich gegen die Tutsi-Minderheit, aber auch gemäßigte Hutu und Twa wurden Opfer der Gewalt. Die historischen Wurzeln des Konflikts liegen in der Kolonialzeit, als Deutschland und Belgien durch rassistische Politik die Spaltung zwischen der Tutsi-Minderheit und der Hutu-Mehrheit förderten. Nach der Unabhängigkeit Ruandas 1962 eskalierte die ethnische Spannung, was schließlich zum Genozid führte.</li>



<li><strong>Anhaltende Konflikte im Kongo und internationale Verstrickungen</strong>: Seit dem Völkermord in Ruanda flüchteten viele Hutu nach Ostkongo, was zu anhaltender Gewalt in der Region führte. Die M23-Rebellenarmee, unterstützt durch Kagame, wird für zahlreiche aktuelle Konflikte verantwortlich gemacht, während Europa durch die Nachfrage nach Mineralien wie Tantal und Coltan in den Konflikt verwickelt ist. Die Ausbeutung dieser Rohstoffe treibt den Bergbau an und finanziert teils Rebellengruppen, was zu weiteren Menschenrechtsverletzungen führt.</li>
</ul>



<p>Bild: © Пресс-служба Президента Российской Федерации via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paul_Kagame_(2018-06-13).jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikimedia Commons</a> unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC BY 4.0</a></p>
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		<title>Kanadas düsteres Geheimnis: Der Völkermord an indigenen Frauen </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lena Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2024 08:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid]]></category>
		<category><![CDATA[indigene Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>
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					<description><![CDATA[Kanada steht vor der erschütternden Realität eines Genozids an indigenen Frauen – eine drängende Krise, die nach Aufklärung verlangt. ]]></description>
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<p><strong>In Kanada werden erschütternde Verbrechen offiziell als genderbasierter und rassistischer Völkermord anerkannt: Die zunehmende Zahl von Gewaltverbrechen gegen indigene Frauen und Mädchen. </strong></p>



<p>Seit 2019 betrachtet die kanadische Regierung die Vergewaltigungen, das Verschwinden und die Morde an diesen Frauen als Ausdruck eines Genozids. Laut <a href="https://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2016/10/kanada-indigene-frauen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Amnesty International</a> sind Angehörige der Métis, Inuit und First Nations überproportional oft Opfer von Gewalt. Zwischen 1980 und 2012 sollen 1200 indigene Frauen als vermisst gemeldet oder ermordet worden sein, was die Mordrate bei ihnen im Vergleich zu anderen Frauen in Kanada sechsmal höher macht. In den USA ist diese Rate sogar zehnmal höher als der nationale Durchschnitt.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Highway of Tears: Symbol des Schreckens&nbsp;</h2>



<p>Besonders tragisch zeigt sich diese Gewalt entlang des <a href="https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/kanada-138.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Highway of Tears in British Columbia</a>, wo seit 1970 zahlreiche indigene Frauen ermordet wurden oder spurlos verschwanden. Der Fall der 1994 verschwundenen Ramona Wilson und der ermordeten Mary Jane Hill, deren Todesursache zunächst falsch angegeben und nicht untersucht wurde, verdeutlichen das Ausmaß der Tragödien und das damit verbundene polizeiliche Versagen. Dieses Nichtstun und die strukturelle Diskriminierung erschweren die Aufklärung der Verbrechen und die Suche nach Gerechtigkeit für die Opfer und ihre Familien.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Struktureller Rassismus als Ursache und Hindernis&nbsp;</h2>



<p>Der ehemalige Polizist Ray Michalko, der als Privatdetektiv in diesen Fällen ermittelt, kritisiert den rassistischen Umgang der Polizei mit den Verbrechen gegen indigene Frauen. Er weist auf ein System hin, das die Täter begünstigt und die Opfer ignoriert, bedingt durch Armut, Diskriminierung und mangelnde Unterstützung von Behörden. Die indigenen Frauen werden durch ihre prekären Lebensumstände besonders verwundbar und sind häufiger Gewalt ausgesetzt.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Rolle des Residential School Systems&nbsp;</h2>



<p>Ein weiterer dunkler Aspekt der Diskriminierung indigener Völker in Kanada ist das <a href="https://indigenousfoundations.arts.ubc.ca/the_residential_school_system/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Residential School System</a>, das bis 1996 betrieben wurde. Ziel war die Assimilation indigener Kinder in die euro-kanadische Kultur, oft unter Einsatz von Gewalt und Missbrauch. Die formelle Entschuldigung der kanadischen Regierung im Jahr 2008 konnte die langanhaltenden Schäden dieses Systems nicht ungeschehen machen. Die Geschichte und deren Nachwirkungen verdeutlichen die Notwendigkeit, die Stimmen indigener Aktivisten zu hören und konkrete Schritte zur Unterstützung der Betroffenen und zur Aufarbeitung dieser Verbrechen zu unternehmen.&nbsp;</p>



<p>Die Gewalt gegen indigene Frauen in Kanada und die systematische Vernachlässigung ihrer Fälle offenbaren tief verwurzelten Rassismus und strukturelle Probleme innerhalb der Gesellschaft und der Strafverfolgungsbehörden. Es bedarf dringender Maßnahmen, um den Opfern Gerechtigkeit zu bringen und zukünftige Verbrechen zu verhindern. Die Schaffung sicherer Orte und die intensive Untersuchung der Verbrechen sind essenzielle Schritte, die von der Regierung und den Behörden unternommen werden müssen, um diesem langanhaltenden Unrecht entgegenzuwirken.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du dir merken solltest: &nbsp;</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>In Kanada werden indigene Frauen und Mädchen überproportional oft Opfer von Gewaltverbrechen, die seit 2019 offiziell als genderbasierter und rassistischer <a href="https://smartup-news.de/news/trotz-widerstand-un-beschliesst-gedenktag-fuer-voelkermord-in-srebrenica/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Genozid</a> anerkannt sind, mit einer erschreckend hohen Anzahl an Vermisstenmeldungen und Morden.  </li>



<li>Besonders entlang des Highway of Tears in British Columbia verschwinden indigene Frauen spurlos oder werden ermordet, wobei struktureller Rassismus und polizeiliches Versagen die Aufklärung und Gerechtigkeit für die Opfer und ihre Familien erschweren. &nbsp;</li>



<li>Das Residential School System trug zusätzlich zur systematischen Unterdrückung und Traumatisierung indigener Völker bei, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind, was die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Unterstützung der Betroffenen und zur Aufarbeitung dieser Verbrechen unterstreicht.&nbsp;</li>
</ul>



<p>Bild: © Social Soup Social Media via <a href="https://www.pexels.com/de-de/foto/flagge-von-kanada-2448946/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pexels</a>&nbsp;</p>
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