Trotz Inflation – So viel geben die Deutschen 2025 für Weihnachtsgeschenke aus
Laut FOM-Weihnachtsumfrage 2025 planen viele Deutsche trotz steigender Preise großzügige Geschenke – im Durchschnitt geben sie 502 Euro aus.
Weihnachten bleibt ein Fest des Schenkens – die Deutschen zeigen sich trotz Inflation ausgabefreudig. © Unsplash
Geschenke gehören zu Weihnachten wie Kerzenlicht und Plätzchenduft. Auch 2025 wollen die Deutschen ihren Liebsten etwas Gutes tun und die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke bleiben trotz gestiegener Lebenshaltungskosten hoch. Das zeigt die neue Weihnachtsumfrage der FOM Hochschule, die jährlich das Konsumverhalten in der Adventszeit untersucht.
Laut Erhebung geben die Menschen in Deutschland in diesem Jahr durchschnittlich 502 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Die Befragung basiert auf den Antworten von 2.031 Personen ab 18 Jahren und wurde vom ifes Institut für Empirie & Statistik unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser durchgeführt. Die Studie liefert ein detailliertes Bild über Einkaufsgewohnheiten, bevorzugte Geschenke und Unterschiede zwischen den Generationen.
Ältere Generationen geben mehr für Weihnachtsgeschenke aus
Die Unterschiede zwischen den Altersgruppen sind deutlich. Die Generation X (45 bis 60 Jahre) gibt im Schnitt 598 Euro aus – fast doppelt so viel wie die Generation Z (18 bis 28 Jahre), die sich mit 270 Euro begnügt. Auch beim Geschlecht zeigen sich Unterschiede: Männer investieren im Durchschnitt 590 Euro, Frauen rund 416 Euro.
„Vor allem die deutlichen Unterschiede zwischen den Generationen verdeutlichen, wie stark Einkommen und Lebenssituation das Konsumverhalten prägen“, sagt Gansser. Während Ältere meist über mehr finanziellen Spielraum verfügen, achten Jüngere stärker auf ihr Budget und schenken bewusster.
Weihnachtsgeschenke bleiben trotz Inflation wichtig
Trotz steigender Preise für Energie, Lebensmittel und Miete bleiben die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke nahezu unverändert. Mehr als die Hälfte der Befragten plant, genauso viel zu investieren wie im Vorjahr. Etwa 18 Prozent wollen etwas weniger ausgeben, nur wenige deutlich mehr.
Die Werte zeigen, dass das Schenken für viele Familien ein fester Bestandteil bleibt – selbst in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Seit 2019 liegt der Durchschnitt der Geschenkeausgaben konstant bei etwa 500 Euro.

Bücher und Erlebnisse sind die beliebtesten Weihnachtsgeschenke
Auf Platz eins der beliebtesten Präsente stehen Bücher – 64 Prozent der Befragten verschenken Lesestoff. Reisen und Freizeitaktivitäten folgen mit 51 Prozent, dicht dahinter Essen, Getränke und Feinkost mit 50 Prozent. Weniger gefragt sind Gutscheine (27 Prozent), Geldgeschenke (25 Prozent) und Smartphones (16 Prozent). Viele Beschenkte sollen etwas Persönliches bekommen, das Erinnerungen schafft – nicht nur einen Gegenstand.

Geschenke gehen vor allem an nahestehende Menschen
Geschenke gehen meist an Menschen aus dem engsten Umfeld. 70 Prozent der Befragten beschenken ihren Partner, 62 Prozent die Kinder und 61 Prozent die Eltern. Rund ein Viertel gönnt sich selbst etwas – ein Trend, der sich seit Jahren verstärkt.
Diese „Selbstgeschenke“ verstehen viele als kleine Belohnung am Jahresende. Auch Freunde (47 Prozent) und Verwandte (44 Prozent) stehen häufig auf den Listen, Arbeitskollegen dagegen selten.

Ausgaben für Weihnachtsgeschenke verschieben sich ins Netz
Der Geschenkekauf verlagert sich weiter ins Internet. 67 Prozent der Befragten bestellen ihre Präsente online, 51 Prozent kaufen zusätzlich im Geschäft. Besonders die Jüngeren treiben den Trend: 80 Prozent der Generation Z und 84 Prozent der Generation Y kaufen digital ein. Gansser erklärt:
Der Online-Warenkorb ist für viele inzwischen der neue Einkaufsbummel.
Stationäre Läden bleiben zwar relevant, doch sie müssen laut ihm durch Beratung, Atmosphäre und Qualität überzeugen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Mit dem Onlinehandel verändert sich auch das Einkaufsverhalten. 42 Prozent kaufen zwischen dem 1. und 15. Dezember, 15 Prozent kurz vor Weihnachten. Nur zwei Prozent warten bis zum 24. Dezember. Etwa zehn Prozent verteilen ihre Einkäufe über das ganze Jahr, um Preisvorteile zu nutzen.
Kurz zusammengefasst:
- Laut der Weihnachtsumfrage 2025 der FOM Hochschule bleiben die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke trotz Inflation stabil – im Schnitt investieren die Deutschen rund 502 Euro.
- Besonders ältere Generationen und Männer greifen tiefer in die Tasche, während jüngere Erwachsene sparsamer schenken und verstärkt auf gemeinsame Erlebnisse setzen.
- Immer mehr Menschen kaufen ihre Weihnachtsgeschenke online, planen früher und achten stärker auf Preise – das Schenken verändert sich, bleibt aber ein wichtiger Teil der Feiertage.
Übrigens: Die Gen Z gilt als besonders leicht beeinflussbar – doch eine aktuelle Umfrage zeigt das Gegenteil. Beim Einkaufen verlässt sich die junge Generation kaum auf Influencer, sondern entscheidet erstaunlich nüchtern und eigenständig. Mehr dazu in unserem Artikel.
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