Daniel Radcliffe: „Wirklich traurig“ über den Bruch mit J.K. Rowling

Daniel Radcliffe ist „wirklich traurig“ über den fehlenden Kontakt zu J.K. Rowling, nachdem sich die „Harry Potter“-Autorin transfeindlich geäußert hatte.

Daniel Radcliffe

Daniel Radcliffe ist traurig über den Bruch mit J.K. Rowling. © Wikimedia

Bis zum 23. August 2000 war Daniel Radcliffe weitgehend unbekannt, doch das änderte sich schlagartig mit einer Pressekonferenz in London, wo er als Hauptdarsteller für die Filmadaption des J.K. Rowling-Romans „Harry Potter“ vorgestellt wurde.

Der damals 11-jährige, fälschlicherweise in der BBC-Berichterstattung als „Daniel Radford“ bezeichnet, hatte bis dahin nur minimale Schauspielerfahrung aus einer Schultheaterrolle. Die Teilnahme am Casting für „David Copperfield“ sollte eigentlich nur sein Selbstvertrauen stärken, führte jedoch zu seiner Besetzung neben Stars wie Maggie Smith und Bob Hoskins, was seinen Durchbruch bedeutete.

Radcliffe fühlt sich Rowling nicht ewig verpflichtet

Die Karriere von Daniel Radcliffe wurde durch die „Harry Potter“-Bücher von Joanne K. Rowling geprägt, ohne die er möglicherweise nie die Berühmtheit erlangt hätte, die er heute genießt. Trotz dieser Verbindung betont Radcliffe in einem Interview mit dem US-Magazin The Atlantic, dass man Menschen, die zur eigenen Berühmtheit beigetragen haben, nicht ewig etwas schuldig sei. Es sei wichtig, sich für eigene Überzeugungen einzusetzen. Damit meint Radcliffe die Rechte von Transfrauen und steht damit im Widerspruch zu Rowlings Ansichten. Die Autorin hat sich wiederholt gegen Transpersonen ausgesprochen und behauptet, dass von Transfrauen Gefahren ausgingen und das Geschlecht angeboren sei, wofür sie erhebliche Kritik erntet.

Radcliffe und Watson distanzieren sich von Rowling

Diese Kontroverse hat auch andere „Harry Potter“-Stars wie Emma Watson dazu veranlasst, sich von Rowling zu distanzieren. Radcliffe, der diese Entwicklung als „wirklich traurig“ beschreibt, hat seitdem keinen direkten Kontakt mehr zur Schriftstellerin. Rowling hat ihm und Watson vorgeworfen, sich einer Bewegung anzuschließen, die die Rechte der Frauen untergrabe.

Streitigkeiten trüben „Harry Potter“-Erfolgsstory

Die „Harry Potter“-Buchreihe, die zwischen 1997 und 2007 verfasst wurde, und die dazugehörigen Filme, die mit „Harry Potter und der Stein der Weisen“ im Jahr 2001 begannen und 2011 endeten, gehören zu den erfolgreichsten Werken aller Zeiten. Doch dieser Ruhm wird durch die anhaltenden Kontroversen um die Autorin überschattet. Radcliffe will treu zu den eigenen Überzeugungen stehen und die Würde und Identität von Transpersonen unterstützen, wie er bereits früher über The Trevor Project erklärt hatte: „Transfrauen sind Frauen. Jede gegenteilige Behauptung untergräbt die Identität und Würde von Transpersonen.“

Was du dir merken solltest:

  • Daniel Radcliffe zeigt sich traurig über den Kontaktabbruch zu J.K. Rowling nach deren transfeindlichen Äußerungen und distanziert sich gemeinsam mit anderen „Harry Potter“-Stars wie Emma Watson von der Autorin.
  • Radcliffes Karriere begann mit seiner Rolle in „Harry Potter“. Aber er will nicht ewig in der Schuld von Rowling stehen und setzt sich entschieden für die Rechte von Transpersonen ein.
  • Rowlings kontroverse Ansichten überschatten den großen Erfolg und das Vermächtnis der „Harry Potter“-Reihe.

Übrigens: Erst kürzlich meinte J.K. Rowling, „Sie können sich ihre Entschuldigungen sparen“, und verschärfte damit den Streit mit den „Harry Potter“-Stars Daniel Radcliffe und Emma Watson. Die Diskussion um Transrechte, die bereits die Öffentlichkeit und soziale Medien polarisiert, führte zu einem erkennbaren Bruch zwischen der Autorin und den Schauspielern. Rowling signalisiert auf sozialen Medien klar, dass sie keine schnelle Versöhnung erwartet.

Bild: © Gage Skidmore via Wikimedia unter CC2-Lizenz

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