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	<title>Zahngesundheit Archive - SMART UP NEWS</title>
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	<title>Zahngesundheit Archive - SMART UP NEWS</title>
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	<item>
		<title>Karies bei Kindern: Warum plötzlich ein Pinsel den Bohrer ersetzen kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 06:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Karies]]></category>
		<category><![CDATA[Karies bei Kindern]]></category>
		<category><![CDATA[Karies ohne Bohren]]></category>
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		<category><![CDATA[Zahnverfall]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Flüssigkeit statt Bohrer und Spritze: In einer Phase-III-Studie stoppte sie Karies bei mehr als jeder zweiten behandelten Stelle.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="">Ein kleines Loch im Milchzahn – und das Kind hat Angst vor Bohrer und Spritze, die Eltern vor Tränen und Schmerzen. Schreitet die Karies fort, drohen zudem Infektionen – und bei sehr kleinen Kindern kann eine Behandlung am Ende sogar unter Sedierung oder Vollnarkose nötig werden.</p>



<p class="">Dabei könnte es bei bestimmten Kariesstellen viel einfacher gehen: Eine Flüssigkeit wird nur wenige Sekunden auf den Zahn gepinselt. In einer großen <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/fullarticle/2851913?guestAccessKey=be21e537-1d92-42c0-9483-ea2a7765118a&amp;utm_source=for_the_media&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=ftm_links&amp;utm_term=072726" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie</a> stoppte sie den Zahnverfall bei mehr als jeder zweiten behandelten Stelle – ohne Bohren und ohne Spritze.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zehn Sekunden Behandlung stoppen mehr als jede zweite Kariesstelle</h2>



<p class="">Bei der Flüssigkeit handelt es sich um 38-prozentiges Silberdiaminfluorid, kurz SDF. Ein Team unter Leitung der <a href="https://news.umich.edu/drill-free-cavity-care-one-minute-one-tiny-brush-one-pivotal-trial/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">University of Michigan</a> hat 830 Kinder im Alter von zwölf bis 71 Monaten untersucht. Alle hatten schwere frühkindliche Karies und mindestens eine offene Stelle, die bis ins Dentin reichte. 414 Kinder erhielten SDF, 416 ein <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/placebo-effekt-bei-schmerzen-erfahrung-verstaerkt-die-wirkung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Placebo</a>. Insgesamt flossen 1.987 kariöse Stellen in die Auswertung ein. Die Kinder waren stark betroffen: Im Durchschnitt waren etwa elf ihrer 20 Milchzähne kariös, bereits gefüllt oder fehlten.</p>



<p class="">Die Behandlung selbst ist denkbar einfach. Die Stelle wird gereinigt und getrocknet. Danach streicht der Zahnarzt SDF etwa zehn Sekunden lang auf die Karies. Nach sechs Monaten waren 54,0 Prozent dieser Stellen inaktiv. In der Placebogruppe waren es 22,5 Prozent. Bereits nach drei Monaten lagen die Werte bei 57,5 und 18,8 Prozent. Nach acht Monaten waren 50,2 Prozent der SDF-Stellen gestoppt, unter Placebo 17,4 Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schon eine Anwendung wirkt über Monate</h2>



<p class="">Für den wichtigsten Messpunkt nach sechs Monaten hatte eine einzige Anwendung ausgereicht. Erst bei diesem Termin erhielten die Kinder SDF erneut. Zwei Monate später lag die Quote gestoppter Stellen bei 50,2 Prozent. Einen zusätzlichen Anstieg nach der zweiten Behandlung konnten die Forscher innerhalb dieses Zeitraums nicht feststellen.</p>



<p class="">Silberdiaminfluorid lässt ein bereits entstandenes Loch allerdings nicht verschwinden. Die Substanz härtet kariöses Gewebe, fördert dessen Remineralisierung und hemmt Mikroorganismen. So kann der aktive Zahnverfall zum Stillstand kommen. Bei einer klassischen Füllung entfernt der Zahnarzt dagegen erkrankte Zahnsubstanz und verschließt anschließend das Loch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ohne Bohren gegen Karies: Die dunkle Verfärbung bleibt sichtbar</h2>



<p class="">Die Methode hat einen auffälligen Nachteil: SDF färbt kariöses Zahngewebe dauerhaft dunkel bis schwarz. An sichtbaren Frontzähnen kann das kosmetisch stören. </p>



<p class="">Zu den dokumentierten Beschwerden und Auffälligkeiten gehörten unter anderem Zahnschmerzen, Abszesse, Fieber, Erbrechen, Husten, Ohr- und Atemwegsinfektionen, Magen-Darm-Beschwerden, allergische Reaktionen sowie Verfärbungen im und außerhalb des Mundes. Viele dieser Befunde standen nicht zwingend mit der Behandlung in Zusammenhang.</p>



<p class="">Am häufigsten traten Zahnschmerzen auf: bei 15,0 Prozent der Kinder in der SDF-Gruppe und 12,3 Prozent unter Placebo. Abszesse wurden bei 8,5 beziehungsweise 8,2 Prozent dokumentiert. Auffällig waren vor allem Verfärbungen außerhalb des Mundes: Sie traten bei 2,4 Prozent der mit SDF behandelten Kinder auf, in der Placebogruppe dagegen bei keinem Kind.</p>



<p class="">Studienleiterin <a href="https://globalhealthequity.umich.edu/membership/members/margherita-fontana" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Margherita Fontana </a>von der University of Michigan bezeichnet die Methode dennoch als „eine sehr wirksame und sichere Behandlung – selbst bei Kindern im Alter von nur einem Jahr“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bei Schmerzen und Infektionen reicht die Flüssigkeit nicht</h2>



<p class="">Die Ergebnisse gelten allerdings nicht für jede Form von Karies. Kinder mit kariesbedingten Zahnschmerzen, freiliegendem Zahnnerv oder Anzeichen einer Infektion waren ausgeschlossen. Dazu gehörten etwa Abszesse oder Schwellungen. SDF eignet sich daher für bestimmte offene <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/parodontitis-und-karies-treiben-das-schlaganfall-risiko-in-die-hoehe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kariesstellen</a>, bevor solche Komplikationen auftreten. Eine zahnärztliche Untersuchung bleibt nötig.</p>



<p class="">Auch zur Langzeitwirkung liefert die Untersuchung noch keine Antwort. Die Kinder wurden acht Monate begleitet. 584 der ursprünglich 830 Teilnehmer absolvierten die gesamte Nachbeobachtung. Ein Teil der Ausfälle hing mit der Corona-Pandemie zusammen. Ob eine einzelne Anwendung den Zahnverfall über Jahre zuverlässig stoppt, lässt sich daraus nicht ableiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Große Studie könnte SDF aus der Nische holen</h2>



<p class="">Silberdiaminfluorid ist keine neue Erfindung. In verschiedenen Ländern kommt die Substanz seit Jahrzehnten gegen Karies zum Einsatz. In den USA ist SDF seit 2014 zur Behandlung empfindlicher <a href="https://smartup-news.de/wissen/passivrauchen-ist-schlecht-fuer-die-zaehne-rattenstudie-findet-spuren-im-zahnschmelz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zähne</a> zugelassen. Gegen Karies wird es dort bislang außerhalb dieser offiziellen Zulassung eingesetzt.</p>



<p class="">Die Untersuchung liefert nun Phase-III-Daten für einen möglichen Zulassungsantrag zur Kariesarretierung. Finanziert wurde die Forschung vom <a href="https://www.nidcr.nih.gov" target="_blank" rel="noreferrer noopener">National Institute of Dental and Craniofacial Research</a> der US-Gesundheitsbehörde NIH. Das verwendete SDF-Produkt stellte der Hersteller <a href="https://www.elevateoralcare.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elevate Oral Care </a>bereit. Fontana resümiert: „Wenn wir wollen, dass mehr Kinder und Familien von dieser Behandlung profitieren, brauchen wir belastbare Belege dafür, dass sie sowohl wirksam als auch sicher ist.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="">Silberdiaminfluorid kann Karies bei kleinen Kindern ohne Bohren stoppen:&nbsp;Nach sechs Monaten waren 54 Prozent der behandelten Kariesstellen inaktiv, unter Placebo 22,5 Prozent.</li>



<li class="">Die Anwendung dauert nur wenige Sekunden pro Zahn:&nbsp;Die Flüssigkeit wird direkt auf die kariöse Stelle gestrichen und kann so aufwendigere Behandlungen bei geeigneten Fällen vermeiden.</li>



<li class="">Die Methode eignet sich nicht für jede Karies:&nbsp;Bei Schmerzen, freiliegendem Zahnnerv oder Infektionen reicht SDF nicht aus; zudem verfärbt sich das behandelte kariöse Gewebe dauerhaft dunkel.</li>
</ul>



<p class=""><strong>Übrigens:</strong> Selbst beruhigend gemeinte Worte beim Arzt können Folgen haben: Wird ein Symptom als „normal“ bezeichnet, verfolgen Patienten eine Behandlung teils seltener weiter. Eine Studie mit 9.371 Teilnehmern beschreibt diesen Effekt als „Normalitätsparadox“. Mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/mein-arzt-nimmt-mich-nicht-ernst-dieses-gefuehl-kann-ein-bestimmter-satz-ausloesen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p class="">Bild: © <a href="https://www.magnific.com/de/fotos-kostenlos/zahnarzt-putzt-kinderzaehne_20823088.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magnific</a></p>
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					<![CDATA[Karies ohne Bohren]]>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Eine Flüssigkeit kann Karies bei kleinen Kindern ohne Bohren stoppen. In einer großen Studie wirkte sie bei mehr als jeder zweiten Kariesstelle.]]></media:description>
													<media:copyright>Eva Schmitt</media:copyright>
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				</item>
		<item>
		<title>Passivrauchen ist schlecht für die Zähne – Rattenstudie findet Spuren im Zahnschmelz</title>
		<link>https://smartup-news.de/wissen/passivrauchen-ist-schlecht-fuer-die-zaehne-rattenstudie-findet-spuren-im-zahnschmelz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 07:52:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Kreidezähne]]></category>
		<category><![CDATA[Passivrauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Phosphor]]></category>
		<category><![CDATA[Rattenstudie]]></category>
		<category><![CDATA[Smart Up News]]></category>
		<category><![CDATA[University of São Paulo]]></category>
		<category><![CDATA[Zähne]]></category>
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		<category><![CDATA[Zahnmineralisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnschmelz]]></category>
		<category><![CDATA[Zigarettenrauch]]></category>
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					<description><![CDATA[Passivrauchen kann Zähne unbemerkt belasten: Bei jungen Ratten veränderte sich die chemische Zusammensetzung des Zahnschmelzes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="">Zahnschmelz ist härter als Knochen – und trotzdem offenbar nicht unverwundbar. Bei jungen Ratten reichten wenige Minuten Zigarettenrauch am Tag, um seine chemische Zusammensetzung zu verändern. Passivrauchen kann Zähne damit schon während ihrer Entwicklung beeinflussen, obwohl sie von außen fast unauffällig bleiben. Unter dem Elektronenmikroskop zeigten sich größere Abstände zwischen den Schmelzprismen, zudem enthielt der Zahnschmelz weniger Phosphor und mehr Kohlenstoff.</p>



<p class="">Für den <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00223-026-01542-6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Versuch</a> setzte ein Team der <a href="https://agencia.fapesp.br/secondhand-smoke-may-alter-tooth-mineralization-study-in-rats-suggests/58791" target="_blank" rel="noreferrer noopener">University of São Paulo</a> neugeborene Ratten vom zweiten bis zum 28. Lebenstag kontrolliert Zigarettenrauch aus. Zweimal täglich verbrachten die Tiere jeweils fünf Minuten in einer Rauchkammer, während die Kontrollgruppe nur normale Raumluft einatmete. Untersucht wurde damit eine besonders empfindliche Entwicklungsphase, in der sich der Zahnschmelz noch aufbaut und seine endgültige Mineralstruktur erhält.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Passivrauchen verändert Zähne bereits während ihrer Entstehung</h2>



<p class="">Zahnschmelz entsteht nur einmal. Während <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/knochen-staerken-ab-40-warum-spazierengehen-allein-nicht-reicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Knochen </a>sich ein Leben lang erneuern, bleibt die fertige Schmelzschicht weitgehend unverändert. Belastungen in einer frühen Entwicklungsphase können deshalb Spuren hinterlassen, die später noch im Zahn stecken.</p>



<p class="">„Zahnschmelz ist eine sehr interessante Struktur, weil er als Biomarker dienen kann“, sagt Studienleiter <a href="https://scholar.google.com/citations?user=zfspbtcAAAAJ&amp;hl=pt-BR" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Francisco Wanderley Garcia de Paula-Silva</a>. Die Schmelzbildung beginnt bei Milchzähnen bereits während der Schwangerschaft. Bei bleibenden Zähnen fällt ein großer Teil der Mineralisierung in die Kindheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weniger Phosphor verändert die Zusammensetzung</h2>



<p class="">Auf den ersten Blick blieben die Folgen gering. Die Backenzähne der Rauchgruppe hatten weder sichtbare Flecken noch abgebrochene Stellen. Form und Oberfläche unterschieden sich nicht von denen der Kontrolltiere. Lediglich die Schneidezähne wirkten etwas gelblicher.</p>



<p class="">Erst die chemische Analyse brachte Unterschiede ans Licht. Der Zahnschmelz der rauchexponierten Tiere enthielt weniger Phosphor und mehr Kohlenstoff. Beide Abweichungen waren statistisch signifikant. Beim Kalziumgehalt, beim Sauerstoff und beim Verhältnis von Kalzium zu Phosphor gab es dagegen keine belastbaren Unterschiede.</p>



<p class="">„Zahnschmelz ist die härteste Struktur im menschlichen Körper, weil er stark mineralisiert ist“, sagt Paula-Silva. Ein höherer Kohlenstoffanteil spricht nach seiner Einschätzung für mehr organisches Material im Schmelz. Dort kommt davon normalerweise nur sehr wenig vor. Weniger Phosphor kann zugleich die Bildung der Mineralstruktur beeinflussen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rauch vergrößert Abstände im Zahnschmelz</h2>



<p class="">Unter dem Rasterelektronenmikroskop wurden weitere Veränderungen sichtbar. In der äußersten Schmelzschicht lagen die Schmelzprismen bei den rauchexponierten Tieren weiter auseinander. Diese feinen Strukturen bündeln die Mineralkristalle, aus denen der Zahnschmelz aufgebaut ist.</p>



<p class="">Die tieferen Bereiche erschienen dagegen weitgehend unauffällig. Auch die Zellen, die den Zahnschmelz produzieren, unterschieden sich nicht sichtbar zwischen beiden Gruppen. Die Rauchmenge reichte demnach nicht aus, um die Schmelzbildung grundsätzlich zu stören.</p>



<p class="">Bei der Härteprüfung fanden sich ebenfalls keine signifikanten Unterschiede. Das Volumen des Zahnschmelzes blieb unverändert. Die Wissenschaftler sprechen deshalb von einer milden Störung der Mineralisierung, nicht von einem bereits nachgewiesenen Verlust an Festigkeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Spätere Schäden bleiben bislang offen</h2>



<p class="">Das kurze Alter der Tiere begrenzt die Aussagekraft. Die Ratten wurden nach 21 Tagen entwöhnt und bereits am 28. Lebenstag untersucht. Ihre <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/ist-mineralwasser-mit-kohlensaeure-besser-fuer-die-zaehne-als-limo/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zähne </a>hatten somit kaum Zeit, stärkeren Belastungen durch Kauen und Abrieb ausgesetzt zu sein.</p>



<p class="">„Was wir nun verstehen müssen, ist, wie sich dieser Zahnschmelz bei längerer Nutzung verhält“, sagt Paula-Silva. Noch ist offen, ob der geringere Phosphorgehalt und die größeren Abstände zwischen den Schmelzprismen später zu mehr Verschleiß oder Brüchen führen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ratten nehmen nach Rauchkontakt weniger zu</h2>



<p class="">Der Rauch wirkte sich nicht allein auf die Zähne aus. Am Ende des Versuchs wogen die exponierten Tiere im Durchschnitt 76,82 Gramm. Die Ratten der Kontrollgruppe kamen auf 86 Gramm. Der Unterschied war statistisch signifikant. Bei der Körperlänge fanden die Wissenschaftler dagegen keine Abweichung.</p>



<p class="">Die Resultate gelten ausschließlich für das untersuchte Tiermodell. Insgesamt nahmen 34 junge Wistar-Ratten an dem Versuch teil. Dauer, Rauchmenge und kontrollierte Bedingungen unterscheiden sich deutlich von der Belastung, der Kinder im Alltag ausgesetzt sein können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Passivrauchen verursacht bei Kindern nicht automatisch Kreidezähne</h2>



<p class="">Ein direkter Nachweis für Zahnschäden beim Menschen fehlt. Aus den Ergebnissen lässt sich daher nicht ableiten, dass Passivrauchen bei Kindern Kreidezähne oder andere Schmelzdefekte verursacht.</p>



<p class="">Die Veränderungen passen jedoch zu einem möglichen Störmechanismus während der Schmelzreifung. Bei der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, umgangssprachlich Kreidezähne genannt, ist der Schmelz bleibender Backen- und Schneidezähne unzureichend mineralisiert. Betroffene Zähne können empfindlich reagieren, leichter abbrechen und anfälliger für Karies werden. Die Ursachen sind bislang nicht vollständig geklärt.</p>



<p class="">Das Team untersucht inzwischen eine deutlich höhere Rauchbelastung. In der nächsten Versuchsreihe sollen die Tiere zweimal täglich rund eine Stunde Rauch einatmen. Damit soll geklärt werden, ob eine stärkere Exposition ausgeprägtere Schäden am Zahnschmelz hervorruft. Bislang belegt sind geringere Phosphorwerte, ein höherer Kohlenstoffanteil und größere Abstände zwischen oberflächlichen Schmelzprismen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="">Bei jungen Ratten veränderte Passivrauchen die Zusammensetzung des Zahnschmelzes: weniger Phosphor, mehr Kohlenstoff.</li>



<li class="">Unter dem Mikroskop lagen die Schmelzstrukturen weiter auseinander, sichtbare Schäden oder weichere Zähne traten jedoch nicht auf.</li>



<li class="">Ob Passivrauchen bei Kindern ähnliche Folgen hat, bleibt offen – die Ergebnisse stammen ausschließlich aus einem Tierversuch.</li>
</ul>



<p class=""><strong>Übrigens</strong>: Während Passivrauch den Zahnschmelz schon während seiner Entstehung verändern kann, soll ein neuartiges Gel beschädigte Stellen gezielt wieder aufbauen. Es nutzt Kalzium und Phosphat aus dem Speichel, um eine neue Schutzschicht wachsen zu lassen – mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/gel-erneuert-zahnschmelz-und-stoppt-karies-im-ansatz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p class="">Bild: © Francisco Wanderley Garcia de Paula-Silva/FORP-USP</p>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Unter dem Mikroskop zeigt sich, was dem bloßen Auge verborgen bleibt: Bei den rauchexponierten Ratten lagen die Schmelzprismen weiter auseinander, zugleich sank der Phosphorgehalt im Zahnschmelz. © Francisco Wanderley Garcia de Paula-Silva/FORP-USP]]></media:description>
													<media:copyright>Anne Bajrica</media:copyright>
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				</item>
		<item>
		<title>Parodontitis kommt immer wieder – neue Zahnpasta stoppt endlich den Erreger</title>
		<link>https://smartup-news.de/gesundheit/neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 07:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Chronische Erkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Entzündungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Hygiene]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrobiom]]></category>
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		<category><![CDATA[Zahngesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnpasta]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnpflege]]></category>
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					<description><![CDATA[Parodontitis kehrt häufig zurück. Eine neue Zahnpasta bremst gezielt schädliche Keime und schont das natürliche Gleichgewicht der Mundflora.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zahnfleischbluten, leichte Schwellungen oder ein langsam zurückgehender Zahnfleischrand gehören zu den ersten Anzeichen einer Parodontitis. Viele erleben solche Symptome über Monate hinweg – und stellen frustriert fest, dass die Beschwerden selbst nach einer Behandlung wiederkommen.</p>



<p>Forscher des <a href="https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2026/januar-2026/neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie</a> (IZI) haben deshalb eine Zahnpasta entwickelt, die das Gleichgewicht der Mundflora stärken und jene Keime bremsen soll, die die Entzündung immer wieder antreiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Parodontitis betrifft den ganzen Körper</h2>



<p>Im Mund leben mehr als 700 verschiedene Bakterienarten. Die meisten sind harmlos oder sogar nützlich. Sie schützen die Schleimhäute, verdrängen Eindringlinge und stabilisieren das empfindliche Gleichgewicht. Kritisch wird es, wenn sich einzelne krankmachende Keime stark vermehren.</p>



<p>Bei Parodontitis siedeln sich diese Bakterien bevorzugt am Zahnfleischrand an. Dort entsteht zunächst eine Zahnfleischentzündung (medizinisch: Gingivitis). Bleibt sie bestehen, zieht sich das Zahnfleisch zurück, Zähne verlieren an Halt und können locker werden. Gelangen die <a href="https://smartup-news.de/wissen/keime-mit-licht-toeten-hoffnung-bei-antibiotikaresistenzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Keime</a> in den Blutkreislauf, beeinflussen sie weitere Prozesse im Körper. Genannt werden unter anderem Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthritis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Alzheimer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Radikale Mundpflege begünstigt Parodontitis immer wieder</h2>



<p>Viele Mundpflegeprodukte verfolgen einen aggressiven Ansatz. Alkoholhaltige Spülungen oder antiseptische Wirkstoffe wie Chlorhexidin töten Keime zuverlässig ab. Auf den ersten Blick wirkt das sinnvoll. Doch diese Mittel unterscheiden nicht zwischen schädlichen und nützlichen Bakterien.</p>



<p>Nach der Anwendung muss sich die Mundflora neu aufbauen. In dieser Phase erhalten krankmachende Keime einen Vorteil. Sie vermehren sich besonders gut auf entzündetem Zahnfleisch. Gesunde Bakterien wachsen langsamer. Das Gleichgewicht kippt erneut. Fachleute sprechen von einer Dysbiose. Die Entzündung flammt wieder auf, oft schon nach kurzer Zeit. Viele Betroffene erleben deshalb einen Kreislauf aus Behandlung, kurzer Besserung und erneutem Rückfall.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Parodontitis kontrollieren statt Keime vernichten</h2>



<p>Die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts haben diesen Mechanismus genauer untersucht. Grundlage war eine Studie aus einem EU-Forschungsprojekt. Ziel war es, krankmachende Keime gezielt zu bremsen, ohne das gesamte Mikrobiom zu zerstören.</p>



<p>Dabei identifizierte das Team eine Substanz mit einem ungewöhnlichen Wirkprinzip. „Sie tötet die Gingivitis-Erreger nicht einfach ab, sondern blockiert nur deren Wachstum. Sie können ihre giftige Wirkung nicht entfalten, und die gesunden Keime können ihnen sonst verwehrte Nischen besetzen. So hilft der Stoff im Einklang mit den gesunden Bakterien, das mikrobielle Gleichgewicht im Mund sanft aufzubauen und stabil zu halten“, erklärt <a href="https://www.izi.fraunhofer.de/de/abteilungen/standort-halle/aussenstelle-molekulare-wirkstoffbiochemie-und-therapieentwicklung.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prof. Stephan Schilling</a> vom Fraunhofer IZI.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-3-1024x575.png" alt="" class="wp-image-47321" style="width:703px;height:auto" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-3-1024x575.png 1024w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-3-300x168.png 300w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-3-768x431.png 768w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-3.png 1424w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Übergang von Zahnfleisch zu Zahn ist der Parodontitis-Erreger&nbsp;<em>P. gingivalis</em>&nbsp;(orange) zu sehen, während der Wirkstoff (blau) das gesunde Mikrobiom in seiner Funktion erhält. © PerioTrap</figcaption></figure>



<p>Der Ansatz stammt aus der modernen Mikrobiomforschung. Auch im Darm gilt heute ein ähnliches Prinzip. Stabilität entsteht durch Balance, nicht durch vollständige Keimvernichtung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Parodontitis-Prävention durch moderne Zahnpflege</h2>



<p>Aus der Forschung entstand 2018 das Spin-off <a href="https://periotrap.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">PerioTrap Pharmaceuticals GmbH </a>mit Sitz in Halle. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IZI und dem Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen entwickelte das Team eine Zahnpasta für den Alltag. „Das Produkt dient der Vorbeugung von Parodontitis. Wie eine normale Zahnpasta enthält es aber auch Putzstoffe und Fluorid zur Vorbeugung von Karies“, sagt <a href="https://technologiepark-weinberg-campus.de/dr-mirko-buchholz-und-pierre-tangermann" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dr. Mirko Buchholz</a>, Mitgründer des Unternehmens. Die neue <a href="https://smartup-news.de/technologie/wie-zahnpasta-forscher-filmen-wie-halbleiter-mit-flexiblen-bindungen-sich-verbiegen-und-schrumpfen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zahnpasta</a> lässt sich damit problemlos in die tägliche Routine integrieren.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-1-1024x1024.png" alt="Fraunhofer-Technologie für gesunde Mundflora: Entweder als klassische Zahnpasta oder als professionelles Pflege-Gel nach der Zahnreinigung" class="wp-image-47319" style="width:516px;height:auto" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-1-1024x1024.png 1024w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-1-300x300.png 300w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-1-150x150.png 150w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-1-768x768.png 768w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-1-1536x1536.png 1536w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2026/01/izi-neue-zahnpasta-stoppt-parodontitis-erreger-bild-1.png 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die neue Fraunhofer-Technologie zur Behandlung von Parodontitis kommt sowohl als Zahnpasta für den Alltag als auch als professionelles Pflege-Gel für die Anwendung nach der Zahnreinigung zum Einsatz. © PerioTrap</figcaption></figure>



<p>Für Zahnarztpraxen entstand zusätzlich ein Pflege-Gel, das nach der professionellen Zahnreinigung eingesetzt wird. Weitere Produkte wie Mundwasser sind geplant. Auch Anwendungen für Haustiere stehen auf der Agenda, da Parodontitis bei Hunden und <a href="https://smartup-news.de/wissen/warum-schnurren-mehr-ueber-katzen-sagt-als-jedes-miauen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Katzen</a> ähnliche Ursachen hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Parodontitis entsteht oft durch ein gestörtes Gleichgewicht der Mundflora, nicht durch mangelnde Zahnpflege, und kann über den Mund hinaus den ganzen Körper belasten.</li>



<li>Klassische Mundpflege tötet alle Keime, wodurch krankmachende Bakterien beim Neubeginn der Besiedlung einen Vorteil erhalten und Entzündungen häufig zurückkehren.</li>



<li>Die neue Zahnpasta gegen Parodontitis bremst gezielt schädliche Keime, schont nützliche Bakterien und stabilisiert so die Mundflora, statt sie vollständig zu zerstören.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens:</strong> Zucker bringt das Gleichgewicht im Mund schon nach Sekunden durcheinander und startet einen Säureangriff auf den Zahnschmelz. Warum vor allem häufiges Naschen problematisch ist, mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/zucker-im-mund-der-angriff-auf-die-zaehne-beginnt-sofort/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p>Bild: © <a href="https://www.pexels.com/de-de/foto/person-pinsel-badezimmer-zahne-7622547/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pexels</a></p>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Parodontitis kehrt häufig zurück: Eine neue Zahnpasta bremst gezielt schädliche Keime und schont das natürliche Gleichgewicht der Mundflora.]]></media:description>
													<media:copyright>Anne Bajrica</media:copyright>
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				</item>
		<item>
		<title>Zahnarztangst hat einen Klang – neuer Bohrer soll das gefürchtete Geräusch beenden</title>
		<link>https://smartup-news.de/technologie/neuer-bohrer-soll-zahnarztangst-endlich-beenden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 08:46:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Akustik]]></category>
		<category><![CDATA[Bohrer]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderangst]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinische Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Supercomputer]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Osaka]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnarztangst]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnarztbesuch]]></category>
		<category><![CDATA[Zahngesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein japanisches Forschungsteam will Zahnarztangst verringern – mit einem Bohrer, der leiser klingt und weniger Stress auslöst.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Für viele beginnt der Stress schon beim Geräusch aus dem Behandlungsraum. Das schrille Surren des Bohrers lässt den Puls steigen und erinnert an unangenehme Erfahrungen. Genau dieses Geräusch gilt als Hauptauslöser für Zahnarztangst, die viele Menschen oft schon von einem Termin fernhält. Ein Forschungsteam aus Japan will das nun ändern – mit moderner Akustikforschung und Hilfe eines Supercomputers.</p>



<p>Eine aktuelle Studie, vorgestellt auf der Tagung der <a href="https://acoustics.org/making-quieter-dental-drills-to-reduce-dental-anxiety/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Acoustical Society of America</a>, zeigt, dass sich der Klang eines Bohrers gezielt verändern lässt. Dadurch entsteht ein Ton, der weniger Angst auslöst, ohne die Leistung des Geräts zu beeinträchtigen. Entscheidend ist nicht die Lautstärke, sondern die Art, wie der Ton im Ohr wahrgenommen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bohrer a</strong>ls Hauptursache für Zahnarztangst</h2>



<p><a href="https://www.researchgate.net/profile/Tomomi-Yamada-3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tomomi Yamada</a>, Assistenzprofessorin an der Universität Osaka, kennt die Reaktion ihrer Patienten gut. „Ich stellte fest, dass kaum jemand – nicht einmal Zahnärzte – dieses Klangproblem wissenschaftlich untersuchte“, sagt sie. Gemeinsam mit Forschern der Kobe University und der National Cheng Kung University untersuchte sie, was hinter dem typischen Bohrgeräusch steckt.</p>



<p>Mit einem japanischen Hochleistungsrechner simulierte das Team den Luftstrom im Inneren des Bohrers. Das Gerät rotiert mit rund 320.000 Umdrehungen pro Minute und wird mit Druckluft betrieben. Dadurch entstehen feine Luftwirbel, die das hohe Pfeifen erzeugen, das viele Patienten in Alarmbereitschaft versetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nicht die Lautstärke, sondern die Klangfarbe zählt</h2>



<p>Die Simulationen zeigten: Ein leiserer Bohrer klingt nicht automatisch angenehmer. „Unsere Forschung zeigte, dass allein eine geringere Lautstärke den Klang nicht angenehmer macht. Entscheidend ist die Klangqualität“, erklärt Yamada.</p>



<p>Das Team testete die Wirkung des Bohrgeräuschs bei Erwachsenen und Kindern. Dabei fiel auf, dass Kinder hohe Töne intensiver wahrnehmen. „Kinder hören diese Töne tatsächlich anders. Ihre <a href="https://smartup-news.de/wissen/wie-die-balance-im-gehirn-angst-beeinflusst/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Angst</a> ist keine Einbildung, sondern eine reale Sinnesreaktion“, so Yamada. Diese Erkenntnis ist wichtig, denn viele Ängste vor dem Zahnarzt entstehen schon im <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/gen-fehler-in-der-kindheit-loest-parkinson-aus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kindesalter</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Forscher optimieren Bohrerdesign für leiseren Klang</h2>



<p>Mit weiteren Simulationen versuchten die Experten, die Akustik zu verbessern. Sie testeten verschiedene Bohrkopf-Formen und Luftauslässe, um störende Frequenzen zu vermeiden. Schon minimale Änderungen an den Bauteilen können große Wirkung haben. Die Ergebnisse zeigen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Bohrer erzeugt Töne bis zu 20 Kilohertz, also am oberen Rand des menschlichen Hörvermögens.</li>



<li>Kinder empfinden diese Frequenzen als lauter, weil ihr Gehör empfindlicher auf hohe Töne reagiert.</li>



<li>Der Lärm entsteht durch Luftwirbel im Bohrkopf, nicht durch den Kontakt mit dem Zahn.</li>
</ul>



<p>Nun will das Team die Bauweise so anpassen, dass weniger Luftwirbel entstehen, ohne die Leistung des Geräts zu beeinträchtigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenarbeit mit der Industrie</strong></h2>



<p>Auf der Fachkonferenz der Acoustical Society of America in Honolulu stellte Yamadas Gruppe ihre Ergebnisse erstmals öffentlich vor. Nun sollen Partner aus der Dentalindustrie helfen, den Prototyp weiterzuentwickeln. Vor dem Einsatz in Zahnarztpraxen sind noch Sicherheits- und Haltbarkeitstests geplant.</p>



<p>„Wir hoffen, gemeinsam mit Herstellern die Entwicklung bis zur Marktreife voranzutreiben“, sagt Yamada.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Angst vor dem Zahnarzt entsteht oft durch das schrille Geräusch des Bohrers, nicht durch die Behandlung selbst – Forscher aus Japan wollen diesen Klang mithilfe von Supercomputern gezielt verändern.</li>



<li>Entscheidend ist nicht die Lautstärke, sondern die Klangqualität: Kinder empfinden hohe Frequenzen als besonders unangenehm, weil ihr Gehör empfindlicher auf diese Töne reagiert.</li>



<li>Durch veränderte Bohrkopf-Formen und optimierte Luftströme soll der Bohrer künftig leiser und angenehmer klingen – ohne die Leistung zu beeinträchtigen und mit dem Ziel, Zahnarztangst zu verringern.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens:</strong> Forscher der University of Nottingham haben ein Gel entwickelt, das Zahnschmelz nachwachsen lässt und Karies stoppt, bevor Löcher entstehen. Mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/gel-erneuert-zahnschmelz-und-stoppt-karies-im-ansatz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p>Bild: © <a href="https://www.pexels.com/de-de/foto/hand-buro-professionell-arbeit-3881262/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pexels</a></p>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Der Zahnarztbohrer steht im Zentrum neuer Forschung, die den typischen Klang verändern und so Zahnarztangst verringern soll.]]></media:description>
													<media:copyright>Anne Bajrica</media:copyright>
							</media:content>
				</item>
		<item>
		<title>Studie warnt: Wer schnell Zähne verliert, lebt statistisch kürzer</title>
		<link>https://smartup-news.de/gesundheit/studie-zaehne-geben-hinweise-auf-die-lebenserwartung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 08:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Altersmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenserwartung]]></category>
		<category><![CDATA[Mundgesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Sterblichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>
		<category><![CDATA[Zahngesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[Studie mit über 8.000 Senioren zeigt: Wie schnell man im Alter seine Zähne verliert, lässt Rückschlüsse auf die Lebenserwartung zu.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bluthochdruck, erhöhte Blutzuckerwerte oder Cholesterin gelten als klassische Frühindikatoren für gesundheitliche Risiken. Doch jetzt zeigt eine groß angelegte <a href="https://bmcgeriatr.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12877-025-06419-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie</a>, dass auch der Zustand der Zähne eng mit der Lebenserwartung verknüpft ist. Entscheidend ist vor allem, wie schnell man im Alter Zähne verliert.</p>



<p>Ein Forschungsteam der Sichuan University hat über 8.000 ältere Menschen mehrere Jahre lang begleitet. Verläuft der Zahnverlust besonders rapide, besteht ein deutlich höheres Risiko, früher zu sterben – unabhängig davon, wie viele Zähne zu Beginn noch vorhanden waren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Höheres Risiko bei schnellem Zahnverlust</h2>



<p>Grundlage der Analyse sind Daten des <em><a href="https://opendata.pku.edu.cn/dataset.xhtml?persistentId=doi:10.18170/DVN/WBO7LK" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chinese Longitudinal Healthy Longevity Survey</a></em>. Dokumentiert wurden unter anderem der Zahnstatus und die Sterblichkeit der Teilnehmer – bei einem Durchschnittsalter von 83 Jahren. Über einen Zeitraum von ca. 3,5 Jahren verfolgten die Forscher, wie viele Zähne im Laufe der Zeit verloren gingen.</p>



<p>Je mehr Zähne pro Jahr fehlten, desto höher lag das Sterberisiko:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>bei unter zwei verlorenen Zähnen pro Jahr: +11 Prozent</li>



<li>bei zwei bis vier: +20 Prozent</li>



<li>bei vier oder mehr: +33 Prozent</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Der Zustand des Gebisses spiegelt körperliche Prozesse</h2>



<p>Nicht die Anzahl, sondern das Tempo des Zahnverlusts war entscheidend. Oder wie es die Forscher ausdrücken: „Das Risiko einer Gesamtsterblichkeit stieg signifikant mit der schnelleren Progression des Zahnverlusts – unabhängig von der Ausgangszahl der Zähne.“</p>



<p>Was häufig als normale Alterserscheinung gilt, kann also ein Warnzeichen sein. Denn wer in kurzer Zeit viele Zähne verliert, leidet womöglich an Erkrankungen, die den gesamten Organismus belasten – etwa an chronischen Entzündungen oder <a href="https://smartup-news.de/gesellschaft/wirtschaftskrisen-verschaerfen-mangelernaehrung-bei-kindern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mangelernährung</a>.</p>



<p>Als mögliche Gründe nennen die Wissenschaftler:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Entzündungen im Mundraum, die sich auf den ganzen Körper ausbreiten können</li>



<li>erschwerte Nahrungsaufnahme durch fehlende Zähne, mit Folgen für die Nährstoffversorgung</li>



<li>psychische Belastungen wie Scham, sozialer Rückzug oder depressive Symptome</li>



<li>Verbindungen zu Übergewicht, Gebrechlichkeit und nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit</li>
</ul>



<p>Zahnverlust erscheint hier weniger als Einzelphänomen, sondern als sichtbares Zeichen für eine Vielzahl von Prozessen, die die <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/demenz-warum-intelligente-menschen-kuerzer-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lebenserwartung</a> beeinflussen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zähne und Lebenserwartung hängen messbar zusammen</h2>



<p>Auch nach Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren – darunter Alter, Bildung, Bewegung, Ernährung und Rauchen – blieb der Zusammenhang bestehen. Die Forscher fanden zusätzlich heraus: Pro verlorenem Zahn pro Jahr steigt das Sterberisiko um rund 4 Prozent.</p>



<p>Gleichzeitig zeigt sich ein schützender Effekt: Wer zu Studienbeginn mehr Zähne hatte, lebte im Schnitt länger. Schon zwei Zähne mehr senkten das Sterberisiko leicht. Auch Zahnprothesen hatten einen positiven Effekt, wenn auch ohne statistische Signifikanz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zahnstatus als Frühwarnsystem für die Altersmedizin</h2>



<p>Der Zustand des Gebisses lässt Rückschlüsse auf den allgemeinen Gesundheitszustand zu – und könnte künftig ein fester Bestandteil der Altersmedizin sein. Besonders bei schnellem Zahnverlust lohnt es sich, genauer hinzuschauen.</p>



<p>Regelmäßige Zahnerhebungen bei älteren Menschen könnten Hinweise auf Entzündungen, Mangelzustände oder psychosoziale Probleme liefern. Damit wird der Zahnarztbesuch zu einem Baustein der Prävention – nicht nur für die Mundgesundheit, sondern für das gesamte <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/morgens-fuehlt-sich-alles-leichter-an-studie-zeigt-klare-muster-im-wohlbefinden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wohlbefinden</a>.</p>



<p>Wer seine Zähne schützt, stärkt also mehr als nur das Gebiss. Schon einfache Maßnahmen im Alltag können helfen, den Zahnverlust zu verlangsamen – und damit womöglich auch die Lebenserwartung positiv zu beeinflussen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zähne zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen</li>



<li>Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen – mindestens einmal im Jahr</li>



<li>Zuckerarme, ballaststoffreiche Ernährung</li>



<li>Rauchstopp</li>



<li>Ausreichende Versorgung mit Vitamin D und Kalzium</li>
</ul>



<p>Diese einfachen Maßnahmen wirken nicht nur im Mund – sie unterstützen den gesamten Körper.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Geschwindigkeit des Zahnverlusts im Alter hängt direkt mit der Lebenserwartung zusammen – je schneller Zähne verloren gehen, desto höher das Sterberisiko.</li>



<li>Zahnverlust kann auf gesundheitliche Probleme wie Entzündungen, Mangelernährung oder psychische Belastungen hinweisen und ist damit ein wichtiger Indikator für den Allgemeinzustand.</li>



<li>Regelmäßige Zahnpflege, zahnärztliche Kontrollen und gesunde Ernährung können helfen, das Risiko zu senken und die allgemeine Gesundheit im Alter zu schützen.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens:</strong> Künstliche Intelligenz kann inzwischen mehr, als nur Daten auswerten – sie erkennt sogar, wie schnell unser Körper altert. Forscher aus Australien, China und Deutschland haben eine KI entwickelt, die das biologische Alter im Blut bestimmen kann. Mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/wissen/ki-misst-wie-alt-wir-wirklich-sind-wer-biologisch-aelter-ist-hat-oft-schlechtere-blutwerte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p>Bild: © <a href="https://unsplash.com/de/fotos/rontgenaufnahme-der-zahne-KeVKEs1_RDU" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unsplash</a></p>
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