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	<title>Verbraucherstimmung Archive - SMART UP NEWS</title>
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	<title>Verbraucherstimmung Archive - SMART UP NEWS</title>
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		<title>Deutsche wollen wieder mehr Geld ausgeben – doch gleichzeitig wächst der Sparwunsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2026 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Einkommenserwartungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Weihnachtsgeschäft 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor Weihnachten steigt die Kaufbereitschaft in Deutschland. Laut HDE-Konsumbarometer wollen die Verbraucher zugleich mehr sparen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="">Die Deutschen wollen vor Weihnachten wieder mehr Geld ausgeben. Sie planen größere Einkäufe und rechnen damit, künftig mehr Geld zur Verfügung zu haben. Trotzdem wollen sie gleichzeitig mehr sparen. Dahinter steckt die Sorge, dass das Geld später knapp werden könnte. Deshalb soll ein Teil des zusätzlichen Einkommens lieber auf dem Konto bleiben.</p>



<p class="">Das neue Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (<a href="https://einzelhandel.de/konsumbarometer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">HDE</a>) vom 2. November 2026 bestätigt diesen Trend beim Konsumverhalten in Deutschland. Die Kaufbereitschaft stieg gegenüber Oktober um 2,25 Punkte. Gleichzeitig nahm auch der Wunsch zu sparen zu. Insgesamt verbesserte sich die Verbraucherstimmung auf 94,64 Punkte. Für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft sind das gute Nachrichten. Allerdings ist noch offen, ob die Menschen tatsächlich mehr einkaufen oder ihr Geld lieber zurücklegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kaufbereitschaft steigt kurz vor dem Weihnachtsgeschäft</h2>



<p class="">Besonders bei größeren Anschaffungen sind die Deutschen wieder zuversichtlicher. Der entsprechende Index kletterte von 84,15 auf 86,40 Punkte. Damit erreicht die Kaufbereitschaft allerdings noch nicht das Niveau des vergangenen Jahres. Im Vergleich zum November 2025 liegt der Wert weiterhin um 0,99 Punkte niedriger.</p>



<p class="">Der Handel kann deshalb auf eine etwas höhere Nachfrage hoffen. Ob die Verbraucher tatsächlich mehr <a href="https://smartup-news.de/finanzen/buchfuehrung-im-kopf-warum-100-euro-fuer-uns-ploetzlich-nicht-mehr-100-euro-sind/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ausgeben</a>, lässt sich aus den Zahlen noch nicht ablesen. Das Konsumbarometer erfasst die Erwartungen für die kommenden drei Monate, nicht die tatsächlichen Einkäufe oder Umsätze.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beim Konsumverhalten in Deutschland bleibt Sparen wichtig</h2>



<p class="">Während die Kaufbereitschaft steigt, planen die Deutschen zugleich höhere Rücklagen. Der Sparindex fiel gegenüber Oktober um 0,95 Punkte auf 109,98 Punkte. Der niedrigere Wert bedeutet in diesem Fall eine höhere Sparneigung, weil der HDE diesen Teilindex umgekehrt berechnet.</p>



<p class="">Die Verbraucher rechnen zwar mit mehr finanziellem Spielraum, wollen ihn aber nicht vollständig ausschöpfen. Der Handelsverband führt diese Zurückhaltung auf die anhaltende Unsicherheit zurück. Auch bei besseren wirtschaftlichen Aussichten bleibt die finanzielle Vorsorge wichtig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verbraucher erwarten höhere Einkommen</h2>



<p class="">Etwas optimistischer beurteilen die Befragten ihre künftigen Einnahmen. Der Index der Einkommenserwartungen stieg um 0,94 Punkte auf 98,22 Punkte. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Zuwachs sogar 2,49 Punkte. Damit rechnen die Verbraucher mit einer günstigeren Entwicklung ihrer verfügbaren Einkommen.</p>



<p class="">Als möglichen Grund nennt der HDE die vorübergehende Entlastung bei den <a href="https://smartup-news.de/finanzen/kaufkraft-in-deutschland-steigt-60-prozent-merken-nichts-davon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kraftstoffkosten</a>. Bis Ende des Jahres sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter. Hinzu kommt laut Handelsverband ein Mehrwertsteuereffekt von rund drei Cent. Dadurch bleibt Autofahrern beim Tanken etwas mehr Geld.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deutsche blicken optimistischer auf die Wirtschaft</h2>



<p class="">Auch die Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben sich verbessert. Der entsprechende Index stieg im November um 2,83 Punkte auf 79,80 Punkte. Damit liegt er fast auf dem Niveau des Vorjahres.</p>



<p class="">Die Bundesregierung und der Internationale Währungsfonds rechnen laut HDE für 2026 mit einem Wirtschaftswachstum von jeweils 1,3 Prozent. Für 2027 erwarten beide ein Plus von 1,1 Prozent. Allerdings hängt ein erheblicher Teil des Wachstums von staatlichen Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung ab. Private Investitionen und Konsum bleiben bislang schwach.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Preise steigen langsamer, Zinsen bleiben stabil</h2>



<p class="">Bei den Lebenshaltungskosten hat sich die Lage zuletzt etwas entspannt. Die Inflationsrate sank im Oktober nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts von 3,3 auf 2,8 Prozent. Ein wesentlicher Grund dafür war die befristete Entlastung beim Tanken. Fachleute hatten lediglich einen Rückgang auf 3,0 Prozent erwartet.</p>



<p class="">Auch für die kommenden Monate rechnen die Befragten nicht mit einer erneuten kräftigen Zunahme der Teuerung. Bei den Zinsen erwarten sie ebenfalls wenig Veränderung. Die Europäische Zentralbank hatte ihre Leitzinsen am 29. Oktober unverändert gelassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Entwicklungen bestimmen die Verbraucherstimmung</h2>



<p class="">Für die kommenden Monate zeichnen sich drei Entwicklungen ab:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class=""><strong>Mehr Kaufbereitschaft:</strong> Die Deutschen planen wieder häufiger größere Anschaffungen, bleiben dabei aber vorsichtiger als vor einem Jahr.</li>



<li class=""><strong>Mehr finanzielle Vorsorge:</strong> Ein Teil des erwarteten zusätzlichen Geldes soll in Rücklagen fließen, statt vollständig ausgegeben zu werden.</li>



<li class=""><strong>Weniger Preissorgen:</strong> Die Verbraucher erwarten kurzfristig keine größeren zusätzlichen Preissteigerungen und rechnen mit stabilen Zinsen.</li>
</ul>



<p class="">Die Entwicklung am Arbeitsmarkt bleibt allerdings verhalten. Ende Oktober waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 2,96 Millionen Menschen arbeitslos. Das waren zwar 40.000 weniger als im September, aber 44.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,3 Prozent.</p>



<p class="">Für einen kräftigen Anstieg der Verbraucherausgaben fehlen damit weiterhin wichtige Voraussetzungen. Der HDE erwartet zwar eine allmähliche Erholung des privaten Konsums. Eine deutliche Belebung, die das Wirtschaftswachstum maßgeblich unterstützt, zeichnet sich für die kommenden Monate jedoch noch nicht ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="">Die Deutschen wollen vor Weihnachten wieder mehr einkaufen, gleichzeitig aber mehr Geld für schlechte Zeiten zurücklegen.</li>



<li class="">Die Kaufbereitschaft steigt, weil die Verbraucher mit höheren Einkommen rechnen. Trotzdem bleibt die Unsicherheit über ihre finanzielle Zukunft bestehen.</li>



<li class="">Sinkende Inflation und bessere Wirtschaftsaussichten machen Hoffnung auf mehr Konsum. Ob die Menschen tatsächlich mehr Geld ausgeben, ist noch offen.</li>
</ul>



<p class=""><strong>Übrigens:</strong> Wie wichtig finanzielle Rücklagen sind, verdeutlicht eine aktuelle Umfrage: Jeder zweite Befragte könnte bei einem vollständigen Einkommensausfall höchstens drei Monate seine Rechnungen bezahlen. 22 Prozent hätten sogar für weniger als vier Wochen Geld. Mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/finanzen/jeder-zweite-haelt-ohne-einkommen-hoechstens-drei-monate-durch-22-prozent-nicht-einmal-vier-wochen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p class="">Bild: © <a href="https://www.pexels.com/photo/historic-heidelberg-old-town-street-view-34079673/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pexels</a></p>
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