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	<title>Unternehmenskultur Archive - SMART UP NEWS</title>
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	<title>Unternehmenskultur Archive - SMART UP NEWS</title>
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		<title>Büro-Rückkehr ohne Grund: Starre Präsenzpflicht geht nach hinten los</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Moritz Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2025 10:14:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Büro]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Homeoffice]]></category>
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		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Für viele heißt es aktuell: Zurück ins Büro. Doch ohne Grund und Strategie führt starre Präsenzpflicht oft zu Frust und sinkender Motivation.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Meist ist mit der Rückkehr der Mitarbeiter ins Büro auch die Hoffnung groß, dass damit automatisch die Produktivität steigt, die Zusammenarbeit besser wird oder Kreativität und Innovation zunehmen. Doch das Gegenteil ist wahrscheinlicher, warnt die Wissenschaftlerin <a href="https://www.esb-business-school.de/die-esb/personenverzeichnis/person/johanna-bath" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Johanna Bath</a>. Unternehmen, die ohne Grund und klare Strategie eine Rückkehr ins Büro vorschreiben, riskieren Frust und sinkende Motivation, die langfristig sogar der Unternehmensleistung schaden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>„Einfach nur die Leute wieder ins Büro holen, löst keine Probleme“</strong></h2>



<p>Bath beschäftigt sich seit Jahren mit Transformationen in Unternehmen. Bereits 2015 beriet sie Vorstände, die Effizienz steigern wollten. Heute beobachtet sie, dass viele Firmen unüberlegt an alten Strukturen festhalten. „Einfach nur die Leute wieder ins Büro holen, löst alleine also keine Probleme“, sagt sie im Gespräch mit der <a href="https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/buero-co/homeoffice-debatte-einfach-nur-die-leute-wieder-ins-buero-holen-loest-keine-probleme-110311345.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FAZ</a>. Statt fundierter Analysen werde vielerorts eine Rückkehrpflicht beschlossen – ohne echte Begründung.</p>



<p>Dabei ist die Pandemie längst vorbei. Dennoch ringen viele Unternehmen mit der Frage, wie <a href="https://smartup-news.de/arbeitswelt/hybrides-arbeiten-weniger-kuendigungen-produktivitaet-leidet-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hybrides Arbeiten</a> sinnvoll gestaltet werden kann. In Krisenzeiten neigen Firmen dazu, sich auf bewährte Muster zurückzuziehen. Doch genau das könne Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit gefährden, warnt Bath.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ohne Strategie kann Homeoffice-Pflicht genauso schädlich sein</strong></h2>



<p>Microsoft veröffentlichte zu dem Thema einen aufsehenerregenden Artikel mit dem Titel: „<a href="https://www.microsoft.com/en-us/worklab/work-trend-index/hybrid-work-is-just-work" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hybrid Work Is Just Work. Are We Doing It Wrong?</a>“ Er machte deutlich: Hybrides Arbeiten ist kein Selbstläufer. Es braucht Strukturen, Disziplin und eine bewusste Gestaltung.</p>



<p>„Es reicht nicht, einfach eine New-Work-Abteilung zu haben. Die Führungsebene muss aktiv mitgestalten“, fordert Bath. Unternehmen, die einfach nur vorschreiben, an welchen Tagen ihre Mitarbeiter im Büro zu erscheinen haben, greifen zu kurz. Diese Regelungen seien oft nicht durchdacht und schadeten am Ende sogar der Unternehmenskultur.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Negative Folgen: Weniger Zufriedenheit, geringere Loyalität</strong></h2>



<p>Eine aktuelle Studie von Bath zeigt, dass verpflichtende Büroquoten den Employer Net Promoter Score (eNPS) erheblich verschlechtern. Diese Kennzahl misst, wie loyal und zufrieden Mitarbeiter mit ihrem <a href="https://smartup-news.de/arbeitswelt/karriere-catfishing-gen-z-dreht-den-spiess-einfach-um/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Arbeitgeber </a>sind. Eine ähnliche Studie aus den USA kam zu demselben Ergebnis: Wer ohne guten Grund ins Büro gezwungen wird, verliert die Motivation.</p>



<p>Ein Beispiel: Ein global aufgestelltes Industrieunternehmen mit 20.000 Mitarbeitern an einem Standort – dort ist es schlicht unmöglich, dass alle ständig vor Ort sind. „Ich hatte gerade einen Termin mit einem echten Hidden Champion. Ein Zurück [ins Büro] ist da gar nicht mehr möglich!“, berichtet Bath in der FAZ. Die meisten Teams arbeiten längst international und digital. Eine starre Büropräsenz würde hier eher behindern als helfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wann Präsenz wirklich sinnvoll ist – und wann nicht</strong></h2>



<p>Natürlich gibt es Aufgaben, die besser vor Ort erledigt werden. Kreative Workshops, Brainstormings oder das berühmte „zufällige Gespräch an der Kaffeemaschine“ – all das kann wertvoll sein. Doch diese Momente passieren nicht automatisch, nur weil Mitarbeiter wieder im Büro sitzen.</p>



<p>„Gute kreative Zusammenarbeit in Präsenz braucht Struktur“, sagt Bath. Einfach zehn Leute in einen Raum zu setzen, die dann doch nur in Videokonferenzen sitzen, bringe nichts. Unternehmen müssten sich überlegen, wie sie Präsenzzeit gezielt nutzen – und wann flexibles Arbeiten mehr Sinn macht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Büro-Rückkehr ohne Grund? Ein Zeichen von Misstrauen</strong></h2>



<p>Viele Unternehmen setzen auf Büropräsenz, weil sie glauben, dass nur so wirklich gearbeitet wird. Doch die Realität sieht anders aus. Wer motivierte Mitarbeiter will, muss Vertrauen zeigen – und ihnen die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, wann und wo sie am produktivsten arbeiten.</p>



<p>Die Wirtschaftskrise sorgt vielerorts für Unsicherheit. Doch statt vorschnell zu alten Mustern zurückzukehren, sollten Unternehmen hybride Modelle mit Bedacht gestalten. Bath warnt: „Wir lassen im Moment Leute mit den Herausforderungen der digitalen Zusammenarbeit alleine – und konzentrieren uns stattdessen auf Homeoffice-Quoten.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine Rückkehr ins Büro ohne guten Grund sorgt für Frust, senkt die Motivation und kann Unternehmen mehr schaden als nützen.</li>



<li>Studien zeigen: Starre Bürotage verschlechtern die Stimmung und passen oft nicht zu modernen, international vernetzten Arbeitsweisen.</li>



<li>Hybrides Arbeiten braucht klare Konzepte – sinnvolle Präsenzzeiten statt Pflichttermine, echte Führung statt starrer Regeln.</li>
</ul>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Ohne klaren Grund zurück ins Büro? Das kann Unternehmen langfristig schaden. © Midjourney]]></media:description>
													<media:copyright>Muris Bajrica</media:copyright>
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				</item>
		<item>
		<title>Ein Unternehmen schafft das Homeoffice ab – nun droht ein Viertel der Belegschaft mit Kündigung</title>
		<link>https://smartup-news.de/arbeitswelt/firma-schafft-homeoffice-ab-belegschaft-droht-mit-kuendigung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Odysseas Grigoriadis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 09:38:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[„Rückkehr ins Büro“-Mandate]]></category>
		<category><![CDATA[Homeoffice]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiter]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkehr ins Büro]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Das spanische Unternehmen Holaluz zwingt seine Mitarbeiter aus dem Homeoffice ins Büro – nun drohen viele von ihnen mit einer Kündigung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der spanische Energieanbieter Holaluz schafft das Homeoffice ab und zwingt die Belegschaft zurück ins Büro: Eine Maßnahme, die für Unmut unter den Mitarbeitern sorgt – rund 25 Prozent der Beschäftigten erwägen bereits eine Kündigung, berichtet die spanische <a href="https://www.huffingtonpost.es/sociedad/francia-estudia-escarmiento-empresa-espanola-soga-cuello-drastica-medida-25-plantilla-quiere-irse.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Huffington Post</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Streiks und Kündigungen als Reaktion</h2>



<p>Seit Ende Januar befinden sich etwa 50 Beschäftigte im unbefristeten Streik. Neben dem erzwungenen <a href="https://smartup-news.de/arbeitswelt/us-ceos-sagen-homeoffice-das-ende-voraus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ende des Homeoffice</a> kritisieren die Angestellten auch den Wegfall von Sozialleistungen und stagnierende Gehälter. Sie fordern nicht nur die Rückkehr zum Homeoffice, sondern beklagen auch, dass das Unternehmen ihnen seit Jahren keine Gehaltserhöhungen mehr gewährt habe. Die betroffenen Mitarbeiter werfen der Unternehmensführung vor, die neuen Regelungen einseitig und ohne Absprache durchgesetzt zu haben.</p>



<p>Gewerkschaftsvertreter befürchten, dass die Zahl der Kündigungen sogar auf 30 Prozent ansteigen könnte. Laut der Huffington Post spielt Holaluz die Situation bislang öffentlich herunter. Das Unternehmen betont, dass der Betrieb weiterhin stabil laufe und man auf die Abgänge vorbereitet sei. Doch die wachsende Zahl der Stellenangebote spricht eine andere Sprache.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Holaluz sucht dringend Ersatz für scheidende Mitarbeiter</h2>



<p>Die ausgeschriebenen Positionen zeigen, dass Holaluz offenbar Schwierigkeiten hat, qualifizierte Fachkräfte zu halten. Experten sehen darin ein ernsthaftes Problem für die Zukunft des Unternehmens. Laut französischen Medien sei die Entscheidung, das Homeoffice ohne vorherige Verhandlungen zu streichen, „ein Warnsignal für andere Unternehmen“.</p>



<p>„Eine Firma, die so radikale Entscheidungen trifft, ohne die Angestellten einzubeziehen, riskiert eine interne Krise und den Verlust wertvoller Talente“, zitiert die Huffington Post französische Medien wie das Online-Magazin <a href="https://www.jeuxvideo.com/news/1966579/apres-avoir-supprime-le-teletravail-cette-entreprise-fait-face-a-une-situation-inhabituelle-25-de-son-personnel-souhaite-partir.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jeuxvideo</a>. Gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte stark nachgefragt sind, könnte sich eine solche Politik langfristig negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Homeoffice ist mehr als ein Bonus</h2>



<p>Immer mehr Arbeitnehmer betrachten Homeoffice nicht mehr als bloße Zusatzleistung, sondern als festen Bestandteil ihrer Arbeitsbedingungen. Der Schritt von Holaluz könnte daher auch ein strategischer Fehler sein. Unternehmen, die solche <a href="https://smartup-news.de/arbeitswelt/maschmeyer-kritisiert-homeoffice-regeln-buerozwang-statt-flexibilitaet-und-vertrauen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flexibilitäten</a> abschaffen, riskieren nicht nur Unzufriedenheit innerhalb der Belegschaft, sondern auch einen Imageschaden.</p>



<p>Der Erfolg eines Unternehmens hängt von den Menschen ab, die es am Laufen halten. Holaluz steht nun daher vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder gelingt es, das Vertrauen der Mitarbeiter zurückzugewinnen, oder die Firma muss sich auf einen längeren Kampf mit unzufriedenen Arbeitnehmern und einen zunehmenden Verlust an Fachkräften einstellen.</p>



<p>Laut der Huffington Post wird der Fall Holaluz in <a href="https://smartup-news.de/arbeitswelt/weniger-stunden-volles-gehalt-spaniens-regierung-kuerzt-die-wochenarbeitszeit-unternehmen-fuerchten-milliardenkosten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Spanien</a> und darüber hinaus genau beobachtet. Die Reaktion des Unternehmens auf den massiven Widerstand könnte ein entscheidendes Signal für die Zukunft der Homeoffice-Kultur in vielen Branchen sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Holaluz schafft das Homeoffice ohne Absprache mit seinen Mitarbeitern ab, woraufhin 25 Prozent der Belegschaft ihren Job kündigen wollen.</li>



<li>Zusätzlich kritisieren die Mitarbeiter den Wegfall von Sozialleistungen und stagnierende Gehälter, was zu Streiks geführt hat.</li>



<li>Laut der Huffington Post droht dem Unternehmen eine anhaltende Krise, da immer mehr qualifizierte Fachkräfte das Unternehmen verlassen.</li>
</ul>



<p>Bild: © <a href="https://de.vecteezy.com/foto/2418473-wirtschaftsforschung-diskussionen-business-team-analyse-einkommen-diagramme-und-grafiken-zu-plan-marketing-konzept-mit-laptop-computer-und-taschenrechner-fur-analyse" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vecteezy</a></p>
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					<![CDATA[Economic research discussions, Business team analyzing income ch]]>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Im Anschluss an ein „Rückkehr ins Büro“-Mandat kämpft ein spanischer Energiekonzern um seine Mitarbeiter. © Vecteezy]]></media:description>
													<media:copyright>Odysseas Grigoriadis</media:copyright>
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				</item>
		<item>
		<title>Zuckerberg will „entmannte“ Arbeitsplätze wieder männlich machen, doch die Forschung ist nicht auf seiner Seite</title>
		<link>https://smartup-news.de/arbeitswelt/mark-zuckerberg-fordert-maskuline-unternehmenskultur/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Odysseas Grigoriadis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jan 2025 10:37:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Arbeitskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsplätze]]></category>
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		<category><![CDATA[toxische Männlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Meta-CEO Mark Zuckerberg sieht den Erfolg in einer „männlichen“ Unternehmenskultur, doch die Forschung sagt etwas anderes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Mark Zuckerberg, CEO von Meta, hat in einem Interview erklärt, dass die Unternehmenskultur zu „weiblich“ geworden sei: Er bemängelte den Verlust sogenannter „maskuliner Energie“ und betonte, dass Eigenschaften wie Aggression wieder gefördert werden müssten. Laut <a href="https://theconversation.com/mark-zuckerberg-thinks-workplaces-need-to-man-up-heres-why-thats-bad-for-all-employees-no-matter-their-gender-247539" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Conversation</a> sieht der Weg zum Erfolg für Unternehmen jedoch anders aus.</strong></p>



<p>Diese Aussagen fielen in einem Gespräch bei „The Joe Rogan Experience“ am 10. Januar 2025. <a href="https://smartup-news.de/gesellschaft/meta-bricht-mit-faktenchecks-darum-muessen-nutzer-nun-selbst-die-wahrheit-pruefen-faktenpruefer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zuckerberg</a> sprach unter anderem davon, dass Arbeitsplätze „entmannt“ worden seien. Seine persönlichen Vorlieben spiegeln ein bestimmtes Bild von Männlichkeit wider: Er ist begeisterter Anhänger von Mixed Martial Arts, teilt regelmäßig Beiträge über sein Hobby, Fleisch zu räuchern, und jagt mit Pfeil und Bogen auf seinem Anwesen in Hawaii.&nbsp;</p>



<p>Die Wissenschaft hinterfragt jedoch, ob ein „maskulinerer“ Arbeitsplatz wirklich sinnvoll ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wissenschaftliche Kritik an Zuckerbergs Ansatz</h2>



<p>Sozialpsychologen haben das Konzept der „Masculinity Contest Culture“ untersucht. So führte Soziologin Jennifer Berdahl 2018 Studien zu diesem Thema durch. Sie identifizierte vier Schlüsselmerkmale solcher Arbeitskulturen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>keine Schwäche zeigen</li>



<li>körperliche Stärke und Ausdauer</li>



<li>Priorisierung der Arbeit über alles</li>



<li>„Jeder gegen jeden“-Mentalität</li>
</ul>



<p>An solchen Arbeitsplätzen dominieren meist offener Wettbewerb, toxische Führung, Mobbing und Belästigung. Berdahl fand heraus, dass solche Kulturen negative Folgen haben – nicht nur für die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern auch für Unternehmen.&nbsp;</p>



<p>Hohe Fluktuation, Burnout und ein <a href="https://smartup-news.de/arbeitswelt/ceo-enthuellt-die-groesste-red-flag-bei-arbeitskollegen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schlechtes Arbeitsklima</a> sind nur einige der Probleme, die dadurch entstehen können – und die werfen Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Zuckerbergs Forderung nach mehr Maskulinität im Büro auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Überholte Geschlechterrollen in der Arbeitswelt</h2>



<p>Entgegen Zuckerbergs Kritik ist sein Unternehmen Meta bereits stark männlich dominiert: Laut Berichten aus dem Jahr 2022 sind fast zwei Drittel der Belegschaft männlich, in der technischen Abteilung lag der Anteil bei 75 Prozent.</p>



<p>Psychologen wie Sapna Cheryan und Hazel Markus fanden heraus, dass Arbeitsplätze in den USA oft sogenannte „maskuline Standards“ fördern. Dazu gehören Eigenschaften wie Aggressivität und Rücksichtslosigkeit.</p>



<p>Diese Standards können jedoch schädlich sein – nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Studien belegen, dass Männer, die sich gezwungen fühlen, strikten Geschlechterrollen zu entsprechen, unter Unsicherheit und Aggression leiden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erfolgreiche Unternehmen brauchen Vielfalt</h2>



<p>Laut Experten sind Unternehmen erfolgreicher, wenn sie sowohl traditionell männliche als auch weibliche Eigenschaften fördern. Kooperation und Eigeninitiative sind entscheidende Faktoren für den Erfolg, unabhängig vom Geschlecht der Mitarbeiter. Eine Arbeitskultur, die diese Werte unterstützt, fördert nicht nur Innovation, sondern steigert auch die Zufriedenheit der Angestellten.</p>



<p>Die Forderung nach mehr „Maskulinität“ am Arbeitsplatz scheint also nicht nur wissenschaftlich unbegründet, sondern könnte auch kontraproduktiv sein. Laut The Conversation ignorieren Zuckerbergs Argumente wichtige Aspekte moderner Arbeitsforschung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zuckerbergs Motivation: Ignoranz oder Strategie?</h2>



<p>Warum also fordert Zuckerberg ein maskulineres Arbeitsumfeld? Eine Erklärung könnte Unwissenheit sein – vielleicht ist ihm nicht bewusst, dass viele Arbeitsplätze in den USA bereits wettbewerbsorientiert und von traditioneller Männlichkeit geprägt sind.&nbsp;</p>



<p>Eine andere Möglichkeit ist ein strategischer Ansatz. Es könnte sein, dass Zuckerberg glaubt, ein aggressives Arbeitsumfeld würde Talente anziehen und Innovation fördern. Diese Annahme ist jedoch umstritten. Studien zeigen, dass exzessiver interner Wettbewerb die Kreativität hemmen kann. Stattdessen fördern Unternehmen Innovation eher durch Zusammenarbeit und ein positives Arbeitsklima.</p>



<p>Zuckerbergs Fokus auf Wettbewerb könnte auch mehr mit Machtstreben als mit wirtschaftlicher Vernunft zu tun haben.<strong> </strong>Seine Betonung von Maskulinität in einer Form, die der Sicht des amtierenden <a href="https://smartup-news.de/news/ki-china-sparplaene-das-erwartet-die-wissenschaft-unter-trump/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">US-Präsidenten Donald Trump</a> entspricht, könnte dazu dienen, seine Position als starke Führungsperson zu festigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mark Zuckerberg fordert, Arbeitsplätze maskuliner zu gestalten, und betont Eigenschaften wie Aggression und Wettbewerb.</li>



<li>Laut Wissenschaft fördern toxische, wettbewerbsorientierte Arbeitskulturen Burnout, Mobbing und geringe Innovationskraft.</li>



<li>Laut Forschung sind Unternehmen mit vielfältigen Eigenschaften erfolgreicher und gesünder für Mitarbeiter.</li>
</ul>



<p>Bild: © <a href="https://www.flickr.com/people/22882274@N04" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anthony Quintano</a> via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mark_Zuckerberg_F8_2018_Keynote.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikimedia</a> unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC BY 2.0</a></p>
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