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	<title>Phosphat Archive - SMART UP NEWS</title>
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	<title>Phosphat Archive - SMART UP NEWS</title>
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		<title>Pinguinkot färbt Schnee in der Antarktis grün – und könnte Schmelze beschleunigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2026 07:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Algenwachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Antarktis]]></category>
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		<category><![CDATA[Smart Up News]]></category>
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					<description><![CDATA[Pinguinkot fördert das Wachstum grüner Schneealgen in der Antarktis. Sie verdunkeln den Schnee, der dadurch mehr Sonnenenergie aufnimmt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="">Pinguine tragen unbemerkt dazu bei, dass der Schnee in der Antarktis schneller schmelzen kann. Ihre Ausscheidungen düngen winzige Algen, die ganze Schneeflächen grün färben. Dadurch nimmt der Schnee bis zu 40 Prozent mehr Sonnenenergie auf als eine saubere, weiße Oberfläche – ein ungewöhnlicher Zusammenhang, der die Schneeschmelze an den Küsten der Antarktis zusätzlich verstärken könnte.</p>



<p class="">Wie die American Geophysical Union (<a href="https://news.agu.org/press-release/penguin-poop-is-melting-antarctic-snow-by-keeping-algae-green/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AGU</a>) berichtet, fanden Wissenschaftler in grün verfärbtem Schnee rund 70-mal so viel Phosphat wie in unverfärbtem Schnee. Der Nährstoff stammt unter anderem aus dem <a href="https://smartup-news.de/wissen/ueberraschender-effekt-pinguinkot-in-der-antarktis-kuehlt-die-luft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kot von Pinguinen</a> und anderen Seevögeln. Mit steigenden Temperaturen können sich die Algen weiter ausbreiten und zusätzliche Schneeflächen verdunkeln. Wie stark dieser biologische Prozess die Schmelze tatsächlich beschleunigt, ist bislang nicht geklärt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pinguinkot versorgt Schneealgen mit Nährstoffen</h2>



<p class="">Pinguine ernähren sich im Meer vor allem von Krill, Fisch und anderen kleinen Meerestieren. Über ihre Ausscheidungen gelangen Nährstoffe aus dem Ozean auf die Schneeflächen der Antarktis. Auch andere Seevögel tragen dazu bei. Besonders in der Nähe großer Brutkolonien sammeln sich erhebliche Mengen dieses natürlichen Düngers.</p>



<p class="">Während des kurzen antarktischen Sommers nutzen Schneealgen die Nährstoffe für ihr Wachstum. Bei günstigen Bedingungen bilden sie reichlich Chlorophyll. Mithilfe dieses grünen Farbstoffs betreiben sie Fotosynthese und vermehren sich. Die Algen können dabei so dicht wachsen, dass sie ganze Schneeflächen verfärben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Grüner Schnee verstärkt die Erwärmung der Oberfläche</h2>



<p class="">Weißer Schnee reflektiert einen Großteil des Sonnenlichts. Schneealgen verändern diese Eigenschaft, weil ihre Farbstoffe Licht aufnehmen. Fachleute sprechen von einer verringerten Albedo, also einem geringeren Rückstrahlvermögen der Oberfläche.</p>



<p class="">Auch rote Schneealgen beeinflussen die Energiebilanz. Sie nehmen laut früheren Untersuchungen rund 20 Prozent mehr Sonnenenergie auf als unverfärbter Schnee. Bei grünen Algen liegt dieser Wert etwa doppelt so hoch. Die zusätzliche Energie kann die Erwärmung und das Abschmelzen der Schneedecke fördern.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-pinguinkot-faerbt-schnee-in-der-antarktis-gruen-und-koennte-die-schmelze-beschleunigen-ryan-khan-paper-figure-1024x683.jpg" alt="Wo Pinguine und andere Tiere Nährstoffe in den antarktischen Schnee eintragen, bleiben Schneealgen grün und wachsen weiter. Dadurch verstärken sie die Schneeschmelze. © Ryan &amp; Khan 2026 (Ausschnitt)" class="wp-image-67535" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-pinguinkot-faerbt-schnee-in-der-antarktis-gruen-und-koennte-die-schmelze-beschleunigen-ryan-khan-paper-figure-1024x683.jpg 1024w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-pinguinkot-faerbt-schnee-in-der-antarktis-gruen-und-koennte-die-schmelze-beschleunigen-ryan-khan-paper-figure-300x200.jpg 300w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-pinguinkot-faerbt-schnee-in-der-antarktis-gruen-und-koennte-die-schmelze-beschleunigen-ryan-khan-paper-figure-768x512.jpg 768w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-pinguinkot-faerbt-schnee-in-der-antarktis-gruen-und-koennte-die-schmelze-beschleunigen-ryan-khan-paper-figure-1536x1024.jpg 1536w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-pinguinkot-faerbt-schnee-in-der-antarktis-gruen-und-koennte-die-schmelze-beschleunigen-ryan-khan-paper-figure.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">© Ryan &amp; Khan 2026</span> Wo Pinguine und andere Tiere Nährstoffe in den antarktischen Schnee eintragen, bleiben Schneealgen grün und wachsen weiter. Dadurch verstärken sie die Schneeschmelze. © <a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2026JG009918" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ryan &amp; Khan 2026</a> (Ausschnitt)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Schneeproben liefern auffällige Phosphatwerte</h2>



<p class="">Für die im <em><a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2026JG009918" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Journal of Geophysical Research: Biogeosciences</a></em> veröffentlichte Untersuchung sammelte ein Forschungsteam 111 Schneeproben an neun Küstenstandorten der Westantarktischen Halbinsel. Die Proben stammten aus dem antarktischen Sommer 2025. Im Labor bestimmten die Wissenschaftler unter anderem die Phosphatkonzentration, die Anzahl der Algenzellen und ihre Farbstoffe.</p>



<p class="">Dabei unterschieden sich die mittleren Konzentrationen im Sinne des Medianwerts erheblich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="">Grüner Schnee: rund 114 Mikromol Phosphat pro Liter Schmelzwasser.</li>



<li class="">Roter Schnee: rund 11,4 Mikromol pro Liter.</li>



<li class="">Unverfärbter Schnee: lediglich rund 1,5 Mikromol pro Liter.</li>
</ul>



<p class="">Auch innerhalb der Proben nahm die Menge der Algen mit steigender Phosphatkonzentration tendenziell zu. Besonders hohe Werte traten in Gebieten mit ausgeprägtem Wildtiereinfluss auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum sich grüne Schneealgen rot verfärben</h2>



<p class="">Bei Nährstoffmangel oder starker Sonneneinstrahlung können Schneealgen ihre Pigmentzusammensetzung verändern. Dabei gewinnt der rötliche Farbstoff Astaxanthin an Bedeutung. Er schützt empfindliche Zellbestandteile vor intensiver Strahlung, ähnlich wie ein natürlicher Sonnenschutz.</p>



<p class="">Rote Algen treten deshalb häufiger unter nährstoffarmen oder belastenden Umweltbedingungen auf. Auch Temperatur, Lichtverhältnisse und Entwicklungsstadium beeinflussen ihre Färbung. Während grüne Algen besonders aktiv wachsen, können rote Dauerstadien ungünstige Bedingungen besser überstehen.</p>



<p class="">„Der Pinguinkot dient als Dünger, der diese dichten grünen Schneealgenblüten fördert“, erklärt die Biogeochemikerin <a href="https://www.colorado.edu/aerospace/alia-khan" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alia Khan</a> von der University of Colorado Boulder laut AGU. Der Nährstofftransport verbindet damit die Nahrungskette im Meer unmittelbar mit dem Leben auf den antarktischen Schneeflächen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klimawandel verändert die Lebensräume der Pinguine</h2>



<p class="">Mit steigenden Temperaturen verändern sich die Küstenregionen der Antarktis. Schnee taut häufiger an, und für Algen entstehen zusätzliche Wachstumsbedingungen. Gleichzeitig verschieben sich die Lebensräume einzelner Pinguinarten. Eselspinguine breiten sich in einigen Regionen weiter nach Süden aus, während Bestände von Adélie- und Zügelpinguinen regional zurückgehen.</p>



<p class="">Neue Brutkolonien könnten künftig weitere Schneeflächen mit Nährstoffen versorgen. Allerdings hängt die Entwicklung auch von der Verfügbarkeit von Krill und anderen Meerestieren ab. Veränderungen der Nahrung beeinflussen, welche Nährstoffe die Pinguine mit ihren Ausscheidungen an Land bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schneeschmelze könnte bislang unterschätzt werden</h2>



<p class="">Bisherige Prognosen zur antarktischen Schneeschmelze berücksichtigen die Verdunkelung durch Schneealgen noch nicht ausreichend. Studienautorin Khan warnt deshalb: „Ohne die biologischen Verdunkelungseffekte unterschätzen wir möglicherweise, wie schnell küstennahe Schneedecken schmelzen und sich eisfreie Gebiete in der <a href="https://smartup-news.de/wissen/antarktis-schmelzwasser-bringt-viel-weniger-eisen-als-gedacht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Antarktis</a> ausbreiten.“</p>



<p class="">Wie groß dieser zusätzliche Schmelzbeitrag tatsächlich ausfällt, ist noch offen. Die bisherigen Messungen stammen aus einer einzigen Sommersaison und belegen statistische Zusammenhänge zwischen Nährstoffen und Algenwachstum. Für verlässliche Berechnungen fehlen längerfristige Messreihen zur Entwicklung der Algen und zur Energieaufnahme der Schneeoberfläche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="">Pinguine und andere Seevögel düngen mit ihren Ausscheidungen den Schnee der Antarktis und fördern damit das Wachstum grüner Schneealgen.</li>



<li class="">Grüner Algenschnee nimmt bis zu 40 Prozent mehr Sonnenenergie auf als sauberer weißer Schnee und kann dadurch schneller schmelzen.</li>



<li class="">Der Klimawandel könnte die Ausbreitung der Algen begünstigen und die Schneeschmelze zusätzlich verstärken, doch wie groß dieser Effekt tatsächlich ist, bleibt bislang ungeklärt.</li>
</ul>



<p class=""><strong>Übrigens</strong>: Pinguinkot verrät sogar aus dem Weltall, was die Tiere fressen: Satelliten erkennen anhand seiner Farbe, ob Adéliepinguine hauptsächlich Fisch oder Krill erbeutet haben. Wie der Klimawandel ihren Speiseplan verändert, mehr dazu in <a href="https://smartup-news.de/wissen/pinguinkot-zeigt-wie-der-klimawandel-die-speisekarte-der-adeliepinguine-veraendert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">unserem Artikel</a>.</p>



<p class="">Bild: © <a href="https://www.pexels.com/photo/adelie-penguins-on-antarctic-ice-35686277/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pexels</a></p>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Pinguine liefern mit ihren Ausscheidungen wichtige Nährstoffe für Schneealgen. Die grüne Färbung verändert die Lichtaufnahme des Schnees und kann so seine Schmelze beschleunigen. © Pexels]]></media:description>
													<media:copyright>Anne Bajrica</media:copyright>
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				</item>
		<item>
		<title>Weniger Dünger nötig: Pflanzen lassen sich von Pilzen helfen und ziehen mehr Nährstoffe aus dem Boden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 12:20:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenpilze]]></category>
		<category><![CDATA[Dünger]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mykorrhiza]]></category>
		<category><![CDATA[nachhaltige Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Phosphat]]></category>
		<category><![CDATA[Smart Up News]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[Pflanzen könnten dank der Veränderung eines Enzym-Schalters mehr Phosphat aufnehmen und dadurch künftig weniger Dünger brauchen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ohne Dünger wären viele Ernten deutlich kleiner. Doch der Preis dafür ist hoch: Phosphat ist ein begrenzter Rohstoff, viele Böden sind überlastet, überschüssige Nährstoffe gelangen in Flüsse und Seen. Forscher suchen deshalb nach Pflanzen, die mit weniger Dünger besser auskommen.</p>



<p>Eine <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.aec5607" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie </a>aus <em>Science Advances</em> zeigt nun einen möglichen Weg. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie und der <a href="https://www.uni-bonn.de/de/neues/096-2026" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Universität Bonn</a> haben einen biologischen Schalter entdeckt, der Pflanzen länger mit nützlichen Bodenpilzen zusammenarbeiten lässt. Diese Pilze helfen den Wurzeln, mehr Phosphat und andere Nährstoffe aufzunehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pflanzen beenden die Hilfe der Pilze meist zu früh</h2>



<p>Viele Pflanzen arbeiten mit sogenannten Mykorrhiza-Pilzen zusammen. Die feinen Pilzfäden reichen tief in den Boden und funktionieren wie ein zusätzliches Wurzelsystem. Sie transportieren Mineralstoffe und Wasser zur Pflanze. Diese Partnerschaft bringt mehrere Vorteile:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>bessere Aufnahme von Phosphat</li>



<li>zusätzliche Versorgung mit Stickstoff, Magnesium und Kalium</li>



<li>stabilere Wasserversorgung bei Trockenheit</li>
</ul>



<p>Diese Zusammenarbeit kostet Energie. Die <a href="https://smartup-news.de/wissen/pilze-werden-krankheitserreger-wenn-die-umwelt-koerperwarm-wird/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pilze</a> bekommen dafür Kohlenstoff in Form von Zucker aus der Photosynthese der Pflanzen als Nahrung. Pflanzen geben laut Studie bis zu 20 Prozent ihres erzeugten Kohlenstoffs an die Pilzpartner ab. Sobald genug angereichert ist, brechen viele Pflanzen die Verbindung aber wieder ab, um Energie zu sparen.</p>



<p>„Dieser Aufwand ist für die Pflanze so groß, dass sie die Symbiose unterdrückt, wenn genügend Phosphat im Boden verfügbar ist“, erklärt <a href="https://scholar.google.com/citations?user=WKMjJuUAAAAJ&amp;hl=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Martina Ried-Lasi</a>, Leiterin der Arbeitsgruppe Symbiose-Signaling am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie.</p>



<p>Für die Landwirtschaft entsteht dadurch ein Problem. Denn die Pflanzen verlieren damit gleichzeitig alle Vorteile der Pilznetzwerke. Denn die Pilze verbessern ja zusätzlich die Aufnahme anderer wichtiger Nährstoffe.</p>



<p>„Für die Landwirtschaft werden daher Strategien gesucht, Kulturpflanzen unabhängig vom Phosphatgehalt im Boden mykorrhizieren zu können“, sagt <a href="https://www.inres.uni-bonn.de/pe/de/ueber-uns/schaaf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gabriel Schaaf </a>von der Universität Bonn. „Unsere Studie zeigt einen möglichen Ansatz, um solche Symbiosen künftig gezielt zu fördern.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Enzym erkennt den Phosphatgehalt der Pflanze</h2>



<p>In der Studie geht es vor allem um das Enzym VIH2. Es misst den Phosphatstatus der Pflanze und entscheidet mit, ob sie die Zusammenarbeit mit Bodenpilzen startet oder beendet. Sinkt der Wert, startet die Pflanze ein Notprogramm. Die Wurzeln verändern sich. Gleichzeitig öffnet sich die Pflanze stärker für Pilzpartner. Steigt der Phosphatgehalt wieder, stoppt die Zusammenarbeit normalerweise.</p>



<p>Die Forscher griffen mithilfe von VIH2 in diesen Mechanismus ein. Dadurch reagierten die Pflanzen weiter wie unter Nährstoffmangel, obwohl bereits genügend Phosphat vorhanden war.</p>



<p>„Wir haben untersucht, ob eine gezielte Drosselung des Enzyms das Notprogramm wieder startet und damit die Mykorrhizabildung ermöglicht“, berichtet Ried-Lasi. „Und in der Tat: Die Pflanzen verhielten sich so, als litten sie unter Phosphatmangel, obgleich ausreichend Phosphat im Nährmedium vorhanden war.“ Die Pflanzen hielten ihre Pilzpartnerschaften dauerhaft aufrecht und nahmen weiter große Mengen Nährstoffe auf.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="373" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422255-1024x373.jpg" alt="Mikroskopische Aufnahme von Mykorrhizastrukturen in den Wurzelzellen der Pflanze Lotus japonicus.
" class="wp-image-58485" style="width:570px;height:auto" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422255-1024x373.jpg 1024w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422255-300x109.jpg 300w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422255-768x280.jpg 768w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422255-1536x560.jpg 1536w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422255-2048x746.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">© Kiran Raj, IPB</span> Die Aufnahme zeigt arbuskuläre Mykorrhizastrukturen in den Wurzeln von <em>Lotus japonicus</em>, mit denen Pflanzen mehr Phosphat aus dem Boden aufnehmen können. © Kiran Raj, IPB</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Deutlich mehr Nährstoffe trotz normalem Wachstum</h2>



<p>Die Wissenschaftler arbeiteten mit der Modellpflanze <em>Lotus japonicus</em>. In den Versuchen testeten sie unterschiedliche Phosphatwerte zwischen 25 und 1500 Mikromol. Die veränderten Pflanzen nahmen deutlich mehr Mineralstoffe auf. Teilweise lag die Phosphatmenge in den Pflanzensprossen etwa doppelt so hoch wie bei normalen Pflanzen. Zusätzlich stiegen auch Werte anderer Stoffe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stickstoff</li>



<li>Magnesium</li>



<li>Kalium</li>



<li>Schwefel</li>



<li>Calcium</li>
</ul>



<p>Die Pflanzen entwickelten sich trotz höherer Nährstoffwerte stabil weiter. Die Pilzstrukturen in den Wurzeln blieben intakt und funktionierten normal. „Damit konnten wir die Regulation der Mykorrhizasymbiose vom Phosphatgehalt im Boden entkoppeln“, erklärt Schaaf.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Genau das gilt seit Jahrzehnten als zentrales Ziel der Mykorrhizaforschung.</p>
</blockquote>



<p>Die Forscher testeten ihre Pflanzen nicht nur im Labor. Die Experimente liefen zusätzlich mit natürlichem Oberboden und echten Bodenpilzen. Auch dort blieb die verstärkte Pilzbesiedelung erhalten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="393" height="1024" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422254-393x1024.jpg" alt="Mit der Modellpflanze Lotus japonicus untersuchten Forscher, wie Pflanzen dauerhaft mit Bodenpilzen zusammenarbeiten können." class="wp-image-58484" style="width:224px;height:auto" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422254-393x1024.jpg 393w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422254-115x300.jpg 115w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422254-768x2001.jpg 768w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422254-590x1536.jpg 590w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422254-786x2048.jpg 786w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/smartup-news.de-dieser-pflanzen-trick-koennte-duenger-kuenftig-stark-reduzieren-newsimage422254-scaled.jpg 983w" sizes="(max-width: 393px) 100vw, 393px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">© Elena Roitsch, IPB</span> Die Pflanze Lotus japonicus diente Forschern als Modell, um den Mechanismus hinter der besseren Phosphat-Aufnahme zu untersuchen. © Elena Roitsch, IPB</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Warum in Dünger enthaltenes Phosphat ein Umweltproblem ist</h2>



<p>Weltweit werden jedes Jahr rund 200 Millionen Tonnen Rohphosphat gefördert. Etwa 90 Prozent davon fließen in die Herstellung von Düngemitteln. Das Problem betrifft mehrere Bereiche gleichzeitig. Viele Lagerstätten enthalten auch Schwermetalle. Außerdem gelangt überschüssiges Phosphat häufig in Gewässer. Dort fördert es massenhaftes Algenwachstum, die sich auch von Phosphat ernähren. Seen und Flüsse verlieren dadurch massiv an Sauerstoff, die Fische sterben, die Gewässer kippen.</p>



<p>Die Studie liefert deshalb mehr als nur einen neuen Pflanzen-Trick. Der Ansatz könnte langfristig helfen, <a href="https://smartup-news.de/wissen/mikroben-trick-macht-pflanzenanbau-auf-dem-mars-moeglich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dünger</a> sparsamer einzusetzen und damit sowohl Böden als auch die Natur weniger zu belasten.</p>



<p>Mit VIH2 identifizierten die Forscher einen regulatorischen Schalter, der die Zusammenarbeit zwischen Pflanzen und Pilzen direkt beeinflusst. Künftig könnte sich die Symbiosebereitschaft von Kulturpflanzen dadurch gezielt verändern lassen. Die Forscher verweisen dabei auch auf moderne Züchtungsverfahren wie Genomeditierung, ein Verfahren, mit dem Wissenschaftler gezielt einzelne Abschnitte im Erbgut von Pflanzen verändern können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die hilfreichen Pilznetzwerke können sogar das Klima beeinflussen</h2>



<p>Laut Studie transportieren diese unterirdischen Mykorrhiza-Netzwerke jedes Jahr rund vier Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalente aus Pflanzen in den Boden. Gleichzeitig verbessern die feinen Pilzfäden die Wasseraufnahme der Pflanzen. Das könnte in trockenen Sommern wichtig werden.</p>



<p>Bis zu 80 Prozent aller Landpflanzenarten arbeiten laut den Forschern mit solchen Pilzen zusammen. Dazu gehören auch wichtige Nutzpflanzen wie Mais, Reis und Weizen.</p>



<p>Noch offen bleibt allerdings eine entscheidende Frage: Ob höhere Nährstoffmengen später tatsächlich größere Ernten ermöglichen, müssen weitere Feldversuche erst noch zeigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Pflanzen arbeiten mit Bodenpilzen zusammen, um mehr Phosphat, Wasser und andere wichtige Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen. Normalerweise beenden sie diese Partnerschaft wieder, sobald genug Nährstoffe vorhanden sind.</li>



<li>Forscher entdeckten nun einen biologischen Schalter namens VIH2, mit dem sich diese Zusammenarbeit dauerhaft aktiv halten lässt. Die Pflanzen nahmen dadurch deutlich mehr Mineralstoffe auf, entwickelten sich aber weiterhin normal.</li>



<li>Dieser Ansatz könnte helfen, künftig weniger Dünger einzusetzen und damit Böden sowie Gewässer zu entlasten. Besonders wichtig ist dies, da Phosphat als begrenzte Ressource gilt und überschüssiger Dünger Umweltprobleme verursacht.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens: </strong>Während Forscher Wege entdeckt haben, Pflanzen über Pilzsymbiosen besser zu versorgen, erforschen andere, wie Wurzeln mithilfe des Mineralstoffs Kalzium unter der Erde gezielt auf Druck, Trockenheit und Hindernisse reagieren. Sogenannte Kalziumsignale könnten erklären, warum manche Pflanzen selbst in harten Böden weiter wachsen. Mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/wissen/wurzelwachstum-erklaert-wie-pflanzen-harten-boden-durchdringen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p>Bild: © <a href="https://unsplash.com/de/fotos/ein-rundes-grunes-objekt-umgeben-von-blattern-HXCOAYYi8J4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unsplash</a></p>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Pflanzen könnten mithilfe nützlicher Pilze mehr Phosphat aufnehmen – und dadurch künftig mit weniger Dünger auskommen.]]></media:description>
													<media:copyright>Anne Bajrica</media:copyright>
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		<title>Wundergel lässt Zahnschmelz nachwachsen – und stoppt Karies, bevor Löcher entstehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sina Trepte]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 08:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Amelogenin]]></category>
		<category><![CDATA[Gel]]></category>
		<category><![CDATA[Kalzium]]></category>
		<category><![CDATA[Karies]]></category>
		<category><![CDATA[Phosphat]]></category>
		<category><![CDATA[Regeneration]]></category>
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		<category><![CDATA[Zähne]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnschmelz]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein neues Gel lässt den Zahnschmelz in wenigen Tagen nachwachsen – und könnte Karies schon im Ansatz verhindern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Zahnschmelz schützt die Zähne vor Abnutzung, Säuren und Bakterien – geht er verloren, hilft bisher nur der Bohrer. Ist die Schutzschicht einmal beschädigt, beschleunigt sich die Entstehung von Karies – bisher ließ sich das nur durch Füllungen aufhalten.</p>



<p>Jetzt sorgt eine neue <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-025-64982-y" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie</a> für Aufsehen: Wissenschaftler haben ein spezielles Gel entwickelt, das beschädigten Zahnschmelz wieder aufbauen kann. Erste Tests zeigen, dass sich die harte Schutzschicht innerhalb weniger Tage erneuert – ganz ohne Bohren oder Füllung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gel regt natürliche Regeneration von Zahnschmelz an</h2>



<p>Das Forschungsteam der <a href="https://www.nottingham.ac.uk/news/new-gel-restores-dental-enamel-and-could-revolutionise-tooth-repair" target="_blank" rel="noreferrer noopener">University of Nottingham</a> arbeitet an einer Methode, die körpereigene Prozesse im Mund nutzt. Grundlage ist ein verändertes Protein, das sich wie das natürliche Amelogenin verhält – dem Protein, das in der frühen Kindheit den natürlichen Zahnschmelzaufbau steuert. Das fluoridfreie Gel könnte dank seiner Wirkung helfen, beginnende Karies zu stoppen, bevor sie sich weiter ausbreitet.</p>



<p>Das Gel wurde auf menschliche Zahnproben aufgetragen und anschließend in eine Lösung mit Kalzium und Phosphat gelegt – den Hauptbestandteilen des Zahnschmelzes. Dabei entstand eine stabile, glänzende Schicht, die den Zahn mehrere Wochen lang überzog und sogar regelmäßigem Zähneputzen standhielt. In zusätzlichen Tests, die Kauen und säurehaltige Nahrungsmittel simulierten, zeigte der neue Schmelz ähnliche Stabilität wie gesunder Zahn.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Forscher sehen in der Methode einen echten Fortschritt</h2>



<p>„Das Wachstum passiert tatsächlich innerhalb einer Woche“, erklärte Projektleiter <a href="https://www.nottingham.ac.uk/pharmacy/people/a.mata" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alvaro Mata</a>. Unter dem Mikroskop war zu sehen, dass sich die neuen Kristalle exakt an die Struktur des natürlichen Schmelzes anpassten – ein sogenanntes epitaktisches Wachstum, das den Zahnschmelz stabil und langlebig macht. Diese präzise Ausrichtung sorgt dafür, dass die Oberfläche nicht nur fest, sondern auch elastisch bleibt.</p>



<p>Das Gel konnte selbst größere Schäden schließen – etwa dann, wenn das darunterliegende Dentin bereits frei lag. Es bildet eine Art Gerüst, auf dem neue Kristalle anwachsen. Dadurch entsteht eine schmelzähnliche Schutzschicht, die Überempfindlichkeit reduziert, die Haftung von Füllungen verbessert und Karies vorbeugen kann. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Neuer Ansatz übertrifft frühere Methoden</h2>



<p>Die Idee, beschädigte Zahnoberflächen wiederherzustellen, ist nicht neu. Ein ähnlicher Ansatz wurde bereits 2019 in der Fachzeitschrift <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.aaw9569" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Science Advances</a> vorgestellt. Damals entstanden jedoch nur dünnere Schichten, und die innere Schmelzstruktur ließ sich nur teilweise wiederherstellen. Die jetzt entwickelte Methode erreicht dagegen eine deutlich dickere und widerstandsfähigere Schicht. Der neu gebildete Zahnschmelz misst rund zehn Mikrometer – genug, um eine dauerhafte Schutzbarriere zu bilden.</p>



<p>Bemerkenswert ist, dass der Aufbau auch funktioniert, wenn statt einer Laborlösung menschlicher Speichel verwendet wird. In Versuchen mit gespendetem Speichel konnte das Material denselben Effekt erzielen, da die nötigen Mineralien bereits im Mund vorhanden sind. Das Gel füllt dabei Mikrorisse und Poren in der Zahnoberfläche, nutzt Kalzium und Phosphat aus dem Speichel für ein kontrolliertes Kristallwachstum – und kann so verhindern, dass aus kleinen Schmelzdefekten echte Kariesherde entstehen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="541" src="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2025/11/enamelGel.jpg" alt="Links ist ein Zahn mit abgetragenem Zahnschmelz zu sehen – die Kristalle sind zerfallen. Rechts zeigt sich nach zwei Wochen Behandlung: neue, geordnete Kristalle wachsen präzise an der Oberfläche nach. © University of Nottingham" class="wp-image-43008" srcset="https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2025/11/enamelGel.jpg 800w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2025/11/enamelGel-300x203.jpg 300w, https://smartup-news.de/wp-content/uploads/2025/11/enamelGel-768x519.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Links ist ein Zahn mit abgetragenem Zahnschmelz zu sehen – die Kristalle sind zerfallen. Rechts zeigt sich nach zwei Wochen Behandlung: neue, geordnete Kristalle wachsen präzise an der Oberfläche nach. © University of Nottingham</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Klinische Tests und erste Produkte in Aussicht</h2>



<p>Das Team plant, Anfang des kommenden Jahres klinische Studien zu starten. Wenn sie erfolgreich verlaufen, könnte das Produkt schon 2026 in Zahnarztpraxen eingesetzt werden. Dafür gründete Mata das Start-up Mintech-Bio, das den Weg von der Forschung zum marktreifen Medizinprodukt begleitet.</p>



<p>Zunächst sollen Zahnärzte das Gel in der Praxis auf betroffene Stellen auftragen, um dort gezielt die Regeneration zu fördern. Die Anwendung ist ähnlich einfach wie eine herkömmliche Fluoridbehandlung – nur ohne <a href="https://smartup-news.de/wissen/studie-hoeherer-fluorid-gehalt-im-trinkwasser-senkt-iq-bei-kindern-deutlich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fluorid</a>. Langfristig denken die Entwickler über Anwendungen für den Alltag nach – etwa in Form von <a href="https://smartup-news.de/service/stiftung-warentest-kuert-den-sieger-diese-zahnpasta-bietet-den-besten-schutz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zahnpasta</a> oder Spülungen, die den Aufbau der Zahnoberfläche unterstützen.</p>



<p>Weltweit ist fast die Hälfte der Menschen von Zahnschmelzabbau betroffen. Das neue Gel könnte also weit mehr bewirken, als nur einzelne <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/studie-zaehne-geben-hinweise-auf-die-lebenserwartung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zähne</a> zu schützen – es könnte helfen, ein verbreitetes Gesundheitsproblem einzudämmen und Karies schon im Ansatz zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kurz zusammengefasst:</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein neues Gel lässt Zahnschmelz innerhalb weniger Tage natürlich nachwachsen.</li>



<li>Grundlage ist ein Protein, das wie Amelogenin den Schmelzaufbau steuert und beginnende Karies stoppen kann.</li>



<li>So lässt sich Karies schon im Ansatz aufhalten – ein wichtiger Fortschritt für die Zahnmedizin.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens</strong>: Viele Menschen putzen ihre Zähne falsch – und riskieren damit unbemerkt Karies und Zahnfleischentzündungen. Warum die richtige Reihenfolge beim Zähneputzen entscheidend ist und Fluorid länger wirken sollte, mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/die-groessten-fehler-der-mundhygiene-das-ist-die-beste-routine-fuer-gesunde-zaehne/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p>Bild: © <a href="https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-mit-rotem-lippenstift-lachelnd-3762453/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pexels</a></p>
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													<media:copyright>Anne Bajrica</media:copyright>
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				</item>
		<item>
		<title>Wenn Sie diese Lebensmittel streichen, senken Sie Ihren Bluthochdruck</title>
		<link>https://smartup-news.de/gesundheit/bluthochdruck-durch-phosphat-was-im-gehirn-wirklich-passiert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 09:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Blutdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Bluthochdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Fast Food]]></category>
		<category><![CDATA[FGF23]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Phosphat]]></category>
		<category><![CDATA[Salz]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[verarbeitete Lebensmittel]]></category>
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					<description><![CDATA[Phosphat in verarbeiteten Lebensmitteln kann das Gehirn beeinflussen und den Blutdruck erhöhen – besonders bei körperlicher Belastung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bluthochdruck trifft Millionen – oft unbemerkt, oft unterschätzt. Doch viele kennen nur die klassischen Auslöser wie Stress, Salz oder Bewegungsmangel. Jetzt zeigen Forscher aus den USA: Auch ein weit verbreiteter Lebensmittelzusatz kann den Bluthochdruck verursachen – über einen bislang unbekannten Mechanismus im Gehirn.</p>



<p>Es geht um Phosphat. Dieser Stoff steckt in Wurst, Cola, Fertiggerichten und vielen industriell verarbeiteten Produkten. Was neu ist: Phosphat beeinflusst nicht nur die Nieren, sondern auch das Gehirn – und dort aktiviert es eine gefährliche Kaskade, die den Blutdruck steigen lässt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bluthochdruck – Wenn Phosphat das Gehirn erreicht</h2>



<p>Ein <a href="https://www.utsouthwestern.edu/newsroom/articles/year-2025/june-high-phosphate-diet-induces-hypertension.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forschungsteam aus Dallas</a> hat Ratten zwölf Wochen lang mit normaler oder stark phosphathaltiger Nahrung gefüttert. Dabei zeigte sich: Der Blutdruck stieg deutlich – vor allem bei körperlicher Belastung. Und das Nervensystem war überaktiv.</p>



<p>Ein zentraler Botenstoff heißt FGF23. Er stammt eigentlich aus den Knochen, gelangt bei hoher Phosphatzufuhr aber ins Gehirn – und beeinflusst dort den Hirnstamm, der unter anderem den Blutdruck steuert.</p>



<p>„FGF23 kann ins Gehirn gelangen und die Hirnstamm-Zentren beeinflussen, die den Blutdruck kontrollieren“, erklärt Studienleiterin <a href="https://utswmed.org/doctors/wanpen-vongpatanasin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wanpen Vongpatanasin</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Rezeptor im Hirnstamm macht den Unterschied</h2>



<p>Besonders auffällig war ein bestimmter Rezeptor: FGFR4. Als die Forscher ihn blockierten, sanken Blutdruck und Nervenaktivität wieder – obwohl die Tiere weiterhin phosphatreiche Nahrung erhielten.</p>



<p>Das zeigt: Der Rezeptor reagiert empfindlich auf zu viel Phosphat. Und genau hier könnte ein neuer Therapieansatz liegen. Noch einfacher ist es jedoch, bestimmte Lebensmittel gezielt zu vermeiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">So stark sank der Blutdruck nach Blockade des Rezeptors FGFR4 bei phosphatreicher Ernährung:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Blutdruck bei Belastung: ↓ von 41 auf 20 mm Hg</li>



<li>Nervenaktivität (RSNA): ↓ von 112 Prozent auf 65 Prozent</li>
</ul>



<p>Viele Menschen mit Bluthochdruck essen unbewusst phosphatreich – weil der Zusatzstoff in der Zutatenliste oft schwer zu erkennen ist. Die <a href="https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/CIRCULATIONAHA.124.071605" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie</a> legt nahe: Wer gezielt verzichtet, schützt das Gehirn – und entlastet den Kreislauf.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Typische Phosphatquellen in verarbeiteten Produkten:</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wurst und Fleischprodukte mit Konservierungsstoffen</li>



<li>Schmelzkäse und Backwaren mit Backtriebmitteln</li>



<li>Cola-Getränke mit Phosphorsäure</li>



<li>Fertiggerichte und Tiefkühlprodukte</li>
</ul>



<p>Phosphate aus vegetarischen Lebensmitteln werden in geringerem Maße vom Körper aufgenommen als aus tierischen oder industriellen Produkten, erklärt die <a href="https://www.nierenstiftung.de/fuer-betroffene/niere-a-bis-z/phosphat/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutsche Nierenstiftung</a>. Sie nennt folgende E-Stoffe, die auf Verpackungen von Fertiggerichten auf einen hohen Phosphatgehalt hinweisen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>E 338-343</li>



<li>E 350-352</li>



<li>E 541</li>



<li>E 1410</li>



<li>E 1412-1414</li>



<li>E 1442</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die neue Erkenntnis für viele so wichtig ist</h2>



<p>Die These der US-Wissenschaftler: Wenn Sie diese <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/lueckenhafte-naehrwertdatenbanken-was-steckt-in-lebensmitteln/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lebensmittel </a>streichen, senken Sie Ihren Bluthochdruck – weil das sympathische Nervensystem nicht überreizt wird. Die Wirkung zeigt sich vor allem bei Belastung, also in Alltagssituationen wie Treppensteigen oder Stress im Job.</p>



<p>Die Tierversuche aus Dallas bekräftigen die Ergebnisse früherer Studien. So kamen <a href="https://vet-magazin.de/universitaeten/vetmeduni-vienna/Blutdruck-Gefaessverkalkung.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien</a> bereits 2014 zu dem Schluss, dass phosphatreiches Essen den Blutdruck erhöhen und Gefäßverkalkungen verursachen kann. <a href="https://journals.lww.com/jasn/abstract/2018/08000/a_controlled_increase_in_dietary_phosphate.12.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forscher der Universität Basel</a> bestätigten 2018 den Zusammenhang zwischen Phosphat und Bluthochdruck bei Menschen. Sie hatten dafür in einer Mini-Studie 20 junge Erwachsene untersucht.</p>



<p>Fast jeder zweite Erwachsene in den USA hat Bluthochdruck – in Deutschland liegt der Anteil ähnlich hoch. Doch längst nicht jeder weiß, woher die Werte kommen. Viele Patienten sind trotz Medikamenten nur unzureichend eingestellt. Ein möglicher Grund: die versteckte Wirkung von Zusatzstoffen auf das Gehirn.</p>



<p>Studienerstautor <a href="https://profiles.utsouthwestern.edu/profile/179241/han-kyul-kim.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Han Kyul Kim</a> bringt es auf den Punkt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Diese Forschung enthüllt einen bisher nicht erkannten, über das Gehirn vermittelten Mechanismus, durch den hohe Phosphatzufuhr Bluthochdruck und eine Überaktivierung des sympathischen Nervensystems fördert.</p>
</blockquote>



<p>Und dieser Mechanismus wirkt nicht über Wasserhaushalt oder Hormone, sondern direkt auf das zentrale Nervensystem – und das macht ihn so gefährlich. Vor allem, weil die Wirkung schleichend kommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besser essen – und das Herz entlasten</h2>



<p>Phosphat gehört zu den Stoffen, die bei Bluthochdruck künftig stärker berücksichtigt werden sollten – auch in der ärztlichen Beratung. Wer sich ausgewogen ernährt und verarbeitete Produkte meidet, kann sein Risiko senken – und Bluthochdruck sowie Nervensystem entlasten. Ein Umstieg auf gesündere Lebensmittel lohnt sich also doppelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bluthochdruck durch Ernährung: Phosphat in verarbeiteten Lebensmitteln kann das Nervensystem im Gehirn überreizen und den Blutdruck steigern.</li>



<li>Der Botenstoff FGF23 gelangt bei hoher Zufuhr ins Gehirn und wirkt dort über den Rezeptor FGFR4 direkt auf den Hirnstamm.</li>



<li>Besonders verarbeitete Lebensmittel wie Wurst, Cola oder Fertiggerichte enthalten hohe Phosphatmengen – wer sie meidet, kann seinen Blutdruck senken.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens:</strong> Nicht nur Phosphatzusätze beeinflussen unser Gehirn – auch gezielt entwickelte Lebensmittelkombinationen aus Zucker, Fett und Salz steuern unser Essverhalten. Schon eine Minute Aufklärung kann ausreichen, um junge Menschen kritischer gegenüber der Industrie zu machen – mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/gesellschaft/gezielt-verfuehrt-manipulation-durch-die-lebensmittelindustrie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p>Bild: © <a href="https://www.pexels.com/de-de/foto/pommes-und-burger-auf-teller-70497/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pexels</a></p>
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