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	<title>Hungergefühl Archive - SMART UP NEWS</title>
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	<title>Hungergefühl Archive - SMART UP NEWS</title>
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		<title>„High Protein“ bringt nichts? – Neue Studie lässt die Diät-Blase platzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Malena Enders]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 09:54:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Diät]]></category>
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					<description><![CDATA[Trotz Eiweiß-Zusatz führen viele High-Protein-Produkte zum Überessen. Eine neue Studie aus Kiel zeigt, warum das Abnehmversprechen trügt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Proteinpudding, Fitnesspizza, Müsliriegel – im Supermarkt strahlen uns überall Produkte mit dem Label „High Protein“ an: Sie versprechen Muskelaufbau, bessere Sättigung und sogar Hilfe beim Abnehmen. Doch eine <a href="https://www.nature.com/articles/s42255-025-01247-4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie </a>der <a href="https://www.uni-kiel.de/de/detailansicht/news/064-high-protein" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Christian-Albrechts-Universität zu Kiel</a> zeigt jetzt: Der Schein trügt. Auch Lebensmittel mit extra Eiweiß verleiten zum Überessen.</p>



<p>Das Forschungsteam um Professorin <a href="https://www.uni-kiel.de/de/person/bosy-westphal-anja-44" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anja Bosy-Westphal</a> hat genauer hingeschaut. In sogenannten Stoffwechselräumen – speziellen Labors, in denen Energieaufnahme und -verbrauch exakt gemessen werden – testeten sie die Wirkung von High-Protein-Produkten. 21 junge Erwachsene aßen mehrere Tage lang entweder <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/veraendern-hochverarbeitete-lebensmittel-unseren-kiefer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hochverarbeitete Lebensmittel</a> in normaler Form oder in einer High-Protein-Variante mit extra Eiweiß. Die Teilnehmer durften so viel essen, wie sie wollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mehr Eiweiß – aber trotzdem zu viele Kalorien</strong></h2>



<p>Das Ergebnis: Zwar nahmen die Probanden bei der eiweißreichen Kost etwa 200 Kilokalorien weniger pro Tag zu sich und verbrauchten rund 130 Kilokalorien mehr Energie. Doch der Effekt reichte nicht aus, um abzunehmen. „Dennoch blieb ein deutlicher Überschuss – es wurden rund 18 Prozent mehr Kalorien gegessen, als der Körper verbrauchte“, erklärte Studienautorin <a href="https://www.uni-kiel.de/de/person/haegele-franziska-44461" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dr. Franziska Hägele</a>. Zum Vergleich: Bei der normalen Variante ohne zusätzliches Protein betrug der Überschuss sogar 32 Prozent.</p>



<p>High-Protein-Produkte können den Energiehaushalt also ein wenig verbessern. Aber die Grundprobleme hochverarbeiteter Lebensmittel bleiben bestehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hochverarbeitete Lebensmittel überlisten das Hungergefühl</h2>



<p>Warum wird bei diesen Produkten so leicht zugegriffen? Hochverarbeitete Snacks und Fertiggerichte haben mehrere Eigenschaften, die das Sättigungsgefühl austricksen: Sie sind besonders kalorienreich, oft sehr schmackhaft und lassen sich schnell essen, meist ohne viel Kauen. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Diese Kombination macht es schwer, rechtzeitig mit dem Essen aufzuhören.</p>
<cite>Professorin Anja Bosy-Westphal</cite></blockquote>



<p>Eiweißreiche Varianten bremsen das Überessen ein wenig. Zum einen, weil der Körper mehr Energie aufwenden muss, um Eiweiß zu verdauen. Zum anderen, weil <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/eiweiss-aus-milch-und-fleisch-koennte-krebs-ausbremsen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eiweiß</a> das Hungerhormon Ghrelin senkt und gleichzeitig Sättigungshormone wie Peptid YY anregt. Außerdem verändern proteinreiche Produkte häufig die Textur der Speisen: Sie müssen länger gekaut werden. Auch das hilft, weil der Körper dadurch mehr Zeit hat, Sättigungssignale auszusenden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Für wen „High Protein“ wirklich sinnvoll ist</h2>



<p>Doch die Kieler Forscher machen klar: Für den Großteil der Bevölkerung bringt der Eiweißzusatz keinen Vorteil. „Die meisten Menschen in Deutschland essen mehr als genug Protein“, betont Bosy-Westphal. Viel wichtiger als Eiweißzusätze sei eine ausgewogene Ernährung mit natürlichen Eiweißquellen wie Quark, Fisch, Hülsenfrüchten oder Joghurt.</p>



<p>Nur bestimmte Gruppen könnten tatsächlich von proteinreichen Fertigprodukten profitieren – etwa ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen, Appetitmangel oder Schluckstörungen. In diesen Fällen können die Produkte helfen, den Eiweißbedarf unkompliziert zu decken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kalorienbomben bleiben Kalorienbomben</h2>



<p>Das Label „High Protein“ weckt Hoffnungen, doch es täuscht leicht über die tatsächliche Kaloriendichte hinweg. Ein Proteinpudding oder eine Fitnesspizza bleibt ein hochverarbeitetes Produkt – oft mit viel <a href="https://smartup-news.de/wissen/darmbakterien-verwandeln-zucker-in-energie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zucker</a>, Fett und Kalorien. „Auch ein angereicherter Pudding lässt sich schnell essen und schmeckt genauso gut wie ein normaler. Also isst man auch davon mehr als man braucht“, fasst Franziska Hägele zusammen.</p>



<p>Ihr Rat: Nicht auf Schlagwörter wie „High Protein“ verlassen, sondern auf unverarbeitete Lebensmittel setzen, die durch ihre Konsistenz und natürliche Inhaltsstoffe besser satt machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Produkte mit der Aufschrift „High Protein“ wirken oft gesund und sollen beim Abnehmen helfen. Laut einer neuen Studie führen sie aber trotzdem dazu, dass Menschen mehr essen, als sie eigentlich brauchen.</li>



<li>Zwar hilft Eiweiß dabei, das Hungergefühl zu senken und die Verdauung zu verlangsamen, doch hochverarbeitete Lebensmittel bleiben wegen ihrer Kaloriendichte und leichten Verzehrbarkeit problematisch.</li>



<li>Für die meisten Menschen sind solche Eiweißprodukte nicht nötig – wer sich ausgewogen ernährt, bekommt genug Protein über natürliche Lebensmittel wie Quark, Fisch oder Hülsenfrüchte.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens:</strong> Myc galt lange als Hoffnungsträger für starke Muskeln. Neue Forschung zeigt jedoch: Das Protein schwächt reife Muskeln und schädigt ihre Struktur. Mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/power-protein-myc-verspricht-muskelwachstum-und-zerstoert-stattdessen-das-gewebe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p>Bild: © <a href="https://www.vecteezy.com/photo/33027520-chocolate-raspberry-dessert-with-fresh-mint-topping-ai-generated" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vecteezy</a></p>
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					<![CDATA[high-Protein-Produkte-abnehmen]]>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Eiweiß-Zusatz in High-Protein-Produkten soll beim Abnehmen helfen, führt aber dennoch oft zum Überessen – das zeigt eine neue Studie.]]></media:description>
													<media:copyright>Malena Enders</media:copyright>
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				</item>
		<item>
		<title>Warum Labradore und Menschen ähnliche Gewichtsprobleme haben</title>
		<link>https://smartup-news.de/wissen/warum-labradore-und-menschen-aehnliche-probleme-mit-dem-gewicht-haben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Malena Enders]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2025 11:41:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Adipositas]]></category>
		<category><![CDATA[DENND1B]]></category>
		<category><![CDATA[Diät]]></category>
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		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum nehmen manche schneller zu als andere? Forscher haben ein Hunger-Gen entdeckt, das Menschen und Labradore gleichermaßen betrifft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Warum neigen manche Menschen dazu, schneller zuzunehmen als andere – selbst wenn sie sich gesund ernähren und Sport treiben? Wissenschaftler der&nbsp;<a href="https://www.cam.ac.uk/research/news/scientists-identify-genes-that-make-humans-and-labradors-more-likely-to-become-obese" target="_blank" rel="noreferrer noopener">University of Cambridge</a>&nbsp;haben eine genetische Ursache gefunden, die nicht nur Menschen betrifft, sondern auch Labradore. Ein bestimmtes Gen,&nbsp;DENND1B, beeinflusst das Hungerempfinden und macht es schwerer, ein gesundes Gewicht zu halten. Doch es gibt Wege, das Risiko zu kontrollieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gene beeinflussen das Essverhalten</h2>



<p>Die Forscher der&nbsp;University of Cambridge&nbsp;untersuchten Labradore, weil diese Rasse besonders oft zu Übergewicht neigt. Sie fanden heraus, dass bestimmte Gene darüber entscheiden, wie stark ein <a href="https://smartup-news.de/wissen/anti-aging-pille-fuer-hunde-fda-bescheinigt-wirksamkeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hund</a> auf Futter reagiert. „Hunde mit einem hohen genetischen Risiko für Übergewicht zeigten deutlich mehr Interesse an Futter“, sagte die Wissenschaftlerin&nbsp;<a href="https://bbsrcdtp.lifesci.cam.ac.uk/staff/natalie-wallis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Natalie Wallis</a>.</p>



<p>Das gleiche Gen spielt auch beim Menschen eine Rolle. Wer die genetische Veranlagung trägt, hat oft ein verstärktes Hungergefühl und eine geringere natürliche <a href="https://smartup-news.de/wissen/gehirnzellen-bestimmen-wann-wir-mit-dem-essen-aufhoeren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sättigung</a>. Betroffene müssen deshalb besonders diszipliniert sein, um ihr Gewicht zu halten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Strenge Diät kann genetisches Risiko ausgleichen</h2>



<p>Die <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.ads2145" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie</a> zeigt aber auch, dass die Veranlagung allein nicht über das Gewicht entscheidet. Hunde mit der genetischen Disposition für <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/fettzellen-erinnern-sich-an-uebergewicht-deshalb-ist-abnehmen-schwerer-als-viele-denken/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Übergewicht</a> wurden nicht automatisch dick – solange ihre Besitzer ihre Ernährung und Bewegung konsequent kontrollierten.</p>



<p>Das gilt auch für Menschen: Eine genetische Neigung zu Übergewicht bedeutet nicht zwangsläufig, dass jemand dick wird. Es ist jedoch schwerer, schlank zu bleiben, weil der Körper stärker auf Nahrung reagiert. „Diese Gene sind keine direkten Ziele für Medikamente zur Gewichtsreduktion, weil sie auch andere wichtige Körperfunktionen steuern“, erklärte <a href="https://bbsrcdtp.lifesci.cam.ac.uk/staff/alyce-mcclellan" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alyce McClellan</a> von der University of Cambridge. Trotzdem liefern die Ergebnisse neue Einblicke in die Mechanismen, die das Körpergewicht beeinflussen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Hunde perfekte Studienobjekte sind</h2>



<p>Nicht nur Menschen kämpfen mit Übergewicht – auch viele Haustiere sind betroffen. Inzwischen gelten&nbsp;40 bis 60 Prozent aller Hunde als übergewichtig. Labradore sind besonders anfällig, was die Forscher dazu brachte, ihre Gene genauer zu untersuchen.</p>



<p>Hunde eignen sich besonders gut für solche Studien, weil sie innerhalb einer Rasse genetisch sehr ähnlich sind. Dadurch lassen sich genetische Faktoren leichter isolieren als beim Menschen, wo Umwelteinflüsse und Lebensstil eine große Rolle spielen. Die Wissenschaftler nahmen Speichelproben von Labradoren, maßen ihren Körperfettanteil und beobachteten ihr Essverhalten. Dabei fanden sie heraus, dass Hunde mit einer bestimmten Genvariante durchschnittlich&nbsp;acht Prozent mehr Körperfett&nbsp;hatten als solche ohne diese genetische Veränderung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was das für Menschen bedeutet</h2>



<p>Die Forscher überprüften, ob die bei den Hunden gefundenen Gene auch beim Menschen eine Rolle spielen. Dazu analysierten sie Daten großer Bevölkerungsstudien sowie Gruppen von Patienten mit schwerer, früh einsetzender Adipositas. Die Ergebnisse bestätigten: Die gleichen genetischen Mechanismen, die Labradore anfällig für Übergewicht machen, beeinflussen auch den Menschen.</p>



<p>„Unsere Studien an Hunden haben eine wichtige Erkenntnis gebracht“, sagte&nbsp;Dr. <a href="https://www.pdn.cam.ac.uk/directory/eleanor-raffan" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eleanor Raffan</a>&nbsp;von der&nbsp;University of Cambridge. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Schlanke Menschen sind nicht moralisch überlegener. Wer ein hohes genetisches Risiko für Übergewicht hat, muss viel härter daran arbeiten, schlank zu bleiben.</p>
<cite>Dr. Eleanor Raffan</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">So lässt sich das Hungergefühl austricksen</h2>



<p>Ob Mensch oder Hund – wer genetisch bedingt öfter Hunger hat, kann mit einfachen Strategien gegensteuern. Die Forscher empfehlen Hundebesitzern, die tägliche Futterration über den Tag zu verteilen, Futter in Spielzeug zu verstecken oder den Hund im Garten nach Futter suchen zu lassen. Diese Methoden verlängern das Sättigungsgefühl und helfen, Heißhunger zu vermeiden.</p>



<p>Für Menschen sind folgende Tipps hilfreich: Mehr Ballaststoffe, proteinreiche Mahlzeiten und eine bewusste Nahrungsaufnahme können dabei helfen, das genetisch bedingte Hungergefühl zu regulieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Forscher der University of Cambridge haben entdeckt, dass das Gen DENND1B sowohl bei Labradoren als auch bei Menschen das Hungergefühl beeinflusst und das Risiko für Übergewicht erhöht.</li>



<li>Obwohl eine genetische Veranlagung das Essverhalten beeinflusst, können strenge Kontrolle von Ernährung und Bewegung das Risiko für Übergewicht verringern.</li>



<li>Hunde eignen sich besonders gut für Adipositas-Studien, weil ihre genetische Ähnlichkeit innerhalb einer Rasse klare Erkenntnisse zu den Mechanismen von Übergewicht liefert.</li>
</ul>



<p>Bild: © <a href="https://unsplash.com/de/fotos/erwachsener-schokoladenfarbener-labrador-retriever-v3-zcCWMjgM" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unsplash</a></p>
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