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	<title>Corona-Folgen Archive - SMART UP NEWS</title>
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		<title>Woher kommt die Erschöpfung bei Long Covid? Forscher finden neue Spur im Blut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Bajrica]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 07:14:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Autoantikörper]]></category>
		<category><![CDATA[Charité]]></category>
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		<category><![CDATA[Universitätsmedizin Essen]]></category>
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					<description><![CDATA[Long-Covid-Fatigue belastet viele Menschen. Eine Studie verbindet Selenwerte und Autoantikörper nun mit der anhaltenden Erschöpfung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="">Fast zwei Jahre nach einer Corona-Infektion fühlte sich fast jeder vierte Teilnehmer einer Essener Untersuchung noch immer anhaltend erschöpft. Nicht müde nach einem langen Tag, sondern so kraftlos, dass Alltag, Beruf und Belastbarkeit spürbar leiden können. Für Long-Covid-Fatigue gibt es bislang keine einfache Erklärung, keinen einzelnen Blutwert und keine sichere Standardtherapie. Eine neue Arbeit aus Essen und Berlin liefert nun eine Spur, die den Blick auf eine kleine Gruppe Betroffener lenkt.</p>



<p class="">Die <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2213231726002727" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie</a> erschien im Fachjournal <em>Redox Biology</em>. Forscher der <a href="https://www.uni-due.de/med/meldung.php?id=1965" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Universität Duisburg-Essen</a>, der Universitätsmedizin Essen und der Charité Berlin untersuchten 750 Erwachsene, deren SARS-CoV-2-Infektion per PCR bestätigt worden war. Im Schnitt lagen 21,9 Monate zwischen Infektion und Untersuchung. 173 Teilnehmer berichteten weiterhin über Fatigue. Das entspricht 23,1 Prozent. Im Blut suchte das Team nach Selen, nach dem Transportprotein Selenoprotein P, kurz SELENOP, und nach Autoantikörpern gegen dieses Protein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Selenmangel allein Long-Covid-Fatigue nicht erklärt</h2>



<p class="">Selen ist ein Spurenelement, das der Körper nur in kleinen Mengen braucht. Trotzdem erfüllt es wichtige Aufgaben. Es steckt in Eiweißen, die Zellen vor oxidativem Stress schützen und an der Aktivierung von Schilddrüsenhormonen beteiligt sind. SELENOP bringt Selen über das Blut in verschiedene Gewebe. Dazu gehören auch hormonbildende Organe und das Gehirn. Wenn dieser Transport gestört ist, könnte Selen zwar im Blut messbar sein, in bestimmten Geweben aber schlechter ankommen.</p>



<p class="">Die neue Untersuchung spricht nicht für eine einfache Gleichung nach dem Muster: wenig Selen gleich Long-Covid-Fatigue. Niedrige Selenwerte allein hingen nicht überzeugend mit anhaltender Erschöpfung zusammen. Auch niedrige SELENOP-Werte oder Autoantikörper für sich genommen ergaben kein klares Muster. Auffällig wurde erst die Kombination aus niedrigem Selenstatus und Autoantikörpern gegen SELENOP.</p>



<p class="">Die Autoren fassen den Befund so zusammen: Niedrige Selen- oder SELENOP-Werte seien zusammen mit SELENOP-spezifischen Autoantikörpern „mit einer etwa doppelt so hohen Häufigkeit anhaltender Fatigue verbunden“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine kleine Gruppe zeigt auffällige Blutwerte</h2>



<p class="">Niedrige Serum-Selenwerte fanden die Wissenschaftler bei 478 der 750 Teilnehmer, also bei 63,7 Prozent. Niedrige SELENOP-Werte kamen bei 672 Personen vor, das waren 89,6 Prozent. Erhöhte Autoantikörper gegen SELENOP traten dagegen nur bei 29 Personen auf. Das entspricht 3,9 Prozent. Die auffällige Kombination war noch seltener:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="">14 Teilnehmer hatten niedriges Selen und erhöhte SELENOP-Autoantikörper.</li>



<li class="">24 Teilnehmer hatten niedriges SELENOP und erhöhte SELENOP-Autoantikörper.</li>
</ul>



<p class="">Trotz der kleinen Gruppen fiel der statistische Unterschied auf. Bei niedrigem Selen plus Autoantikörpern lag die Häufigkeit von Fatigue 2,16-fach höher als in der Vergleichsgruppe. Bei niedrigem SELENOP plus Autoantikörpern lag sie 2,15-fach höher. Die Fallzahlen waren klein, deshalb bleiben die Werte unsicher. Aus dem Befund lässt sich noch keine Behandlungsempfehlung ableiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum das Immunsystem bei Long-Covid-Fatigue mitwirken könnte</h2>



<p class="">Die Forscher verweisen auf eine mögliche Verbindung zwischen Entzündung, Selenstoffwechsel und fehlgeleiteter Immunreaktion. Nach Infektionen können entzündliche Botenstoffe länger aktiv bleiben. Solche Signale können die Bildung bestimmter Selenoproteine verringern. Bei einzelnen Menschen könnten zusätzlich Autoantikörper gegen SELENOP entstehen. Dann trifft ein ohnehin niedriger Selenstatus auf eine Immunreaktion, die den Transport des Spurenelements weiter behindern könnte.</p>



<p class="">„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Zusammenspiel von Selenstoffwechsel und Immunreaktion bei einem Teil der Long-Covid-Fälle eine Rolle spielen könnte“, sagt <a href="https://imibe.uk-essen.de/das-institut/beschaeftigte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prof. Börge Schmidt</a> vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen.</p>



<p class=""><a href="https://www.uni-due.de/virologie/ag_trilling.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prof. Mirko Trilling</a> vom Institut für die Erforschung von HIV und AIDS-assoziierten Erkrankungen ordnet den Befund ebenfalls biologisch ein: Er verbessere „unser Verständnis der biologischen Mechanismen hinter anhaltender Erschöpfung im Kontext von Infektionsereignissen“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum aus der Studie noch keine Behandlung folgt</h2>



<p class="">Für die Studie spricht die klare Ausgangsbasis: Alle Teilnehmer hatten eine PCR-bestätigte Infektion aus der frühen Pandemie, zwischen Februar und November 2020. Die Untersuchung beruhte auf einer bevölkerungsbasierten Stichprobe aus Essen. Die Laboranalysen liefen verblindet. In den statistischen Modellen berücksichtigten die Forscher unter anderem Alter, Geschlecht, Bildungsjahre, Zeit seit der Infektion und eine Impfung mit viralem Vektorimpfstoff.</p>



<p class="">Die Arbeit hat dennoch begrenzte Aussagekraft: Sie ist eine Beobachtungsstudie mit einem Querschnittsdesign. Blutwerte und Beschwerden wurden zu einem späteren Zeitpunkt erhoben. Dadurch bleibt offen, ob der gestörte Selenstoffwechsel zur Fatigue beiträgt oder ob Krankheit und Entzündung die Werte verändert haben. Außerdem beruhte die Angabe von Fatigue auf Selbstauskünften. Eine unabhängige klinische Diagnose lag nicht zugrunde. Die Gruppe mit Autoantikörpern war klein, und die Rücklaufquote der PostCove-Studie lag bei 19,4 Prozent.</p>



<p class="">Aus den Ergebnissen folgt daher keine Empfehlung für Selenpräparate gegen Long-Covid-Fatigue. Auch ein fertiger Bluttest für Arztpraxen ergibt sich daraus nicht. Die Arbeit grenzt vielmehr eine mögliche Untergruppe ein: Menschen, bei denen niedrige Selen- oder SELENOP-Werte zusammen mit Autoantikörpern gegen SELENOP auftreten. Die Autoren betonen selbst, der Befund betreffe „nur einen kleinen Teil der betroffenen Personen“ und sei nicht die einzige oder häufigste Stoffwechsel-, Immun- oder Hormonstörung bei anhaltender Fatigue nach Corona.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="">Long-Covid-Fatigue bedeutet anhaltende Erschöpfung nach einer Corona-Infektion. In der Essener Studie berichteten 23,1 Prozent der 750 Teilnehmer noch nach knapp 22 Monaten darüber.</li>



<li class="">Auffällig war nicht ein niedriger Selenwert allein, sondern die Kombination aus niedrigen Selen- oder SELENOP-Werten und Autoantikörpern gegen das Selen-Transportprotein SELENOP.</li>



<li class="">Die Studie liefert keine Ursache und keine Therapieempfehlung, aber einen Hinweis auf eine kleine Untergruppe, bei der Selenstoffwechsel und Immunreaktion zusammenhängen könnten.</li>
</ul>



<p class=""><strong>Übrigens: </strong>Eine andere Analyse zu Long Covid zeigt, dass Erschöpfung nach Corona tief im Immunsystem verankert sein kann – selbst nach milden Verläufen. Veränderte Immunzellen und anhaltende Entzündungssignale im Blut könnten erklären, warum Betroffene monatelang nicht zu Kräften kommen. Mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/neue-studie-liefert-hinweise-auf-die-ursache-von-long-covid/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p class="">Bild: © <a href="https://unsplash.com/de/fotos/junge-im-grauen-kapuzenpulli-liegt-auf-schwarzer-ledercouch-cfKO58M1QpY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unsplash</a></p>
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									<media:description type="plain"><![CDATA[Nicht der Selenwert allein fiel in der Studie auf: Erst zusammen mit Autoantikörpern gegen das Transportprotein SELENOP war anhaltende Erschöpfung nach Corona etwa doppelt so häufig. © Unsplash]]></media:description>
													<media:copyright>Eva Schmitt</media:copyright>
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		<title>Monate später noch erschöpft: Neue Studie liefert Hinweise auf die Ursache von Long COVID</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 07:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Atemprobleme]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Folgen]]></category>
		<category><![CDATA[Entzündung]]></category>
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		<category><![CDATA[Medizinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Monozyten]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Covid-Syndrom]]></category>
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					<description><![CDATA[Long COVID betrifft viele nach leichten Verläufen. Die Ursache liegt offenbar in anhaltenden Entzündungsprozessen im Blut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ist der Test nach einer Corona-Infektion wieder negativ, gilt man offiziell als genesen. Bei vielen bleibt jedoch auch Wochen später etwas zurück: Die Kraft reicht nicht, Wege fallen schwerer, die Luft wird schneller knapp. Long COVID ist längst kein Randphänomen mehr. In Deutschland entwickelt laut Schätzungen bis zu jeder Zehnte nach einer Infektion anhaltende Beschwerden. Die Suche nach der Ursache beschäftigt Betroffene ebenso wie Ärztinnen und Ärzte.</p>



<p>Auffällig ist dabei ein Widerspruch: Long COVID trifft besonders häufig Menschen, deren akute Infektion mild verlief. Kein Krankenhaus, kein Sauerstoff, oft nicht einmal Fieber. Trotzdem halten Symptome wie starke Erschöpfung, Atemprobleme oder Konzentrationsstörungen über Monate an. Lange fehlte eine schlüssige Erklärung. Eine große immunologische <a href="https://www.nature.com/articles/s41590-025-02387-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Analyse</a> liefert nun einen Ansatz, der zeigt, was im Körper aus dem Gleichgewicht geraten kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Immunzellen <strong>liefern</strong></strong> Hinweise auf die Ursache von Long COVID</h2>



<p>Eine besondere Rolle spielen CD14⁺-Monozyten, spezialisierte Zellen der weißen Blutkörperchen. Sie zirkulieren im Blut, reagieren auf <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/eingriff-ins-immunsystem-darmbakterien-steuern-entzuendungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Entzündungen</a> und helfen normalerweise dabei, Infektionen zu kontrollieren. Bei vielen Menschen mit Long COVID verhalten sich diese Zellen jedoch anders als erwartet.</p>



<p>Die Studie beschreibt einen speziellen inneren Zustand dieser Monozyten. Forschende sprechen von einem veränderten Aktivitätsmuster bestimmter Gene. Dieser Zustand, intern als „LC-Mo“ bezeichnet, tritt besonders häufig bei Menschen auf, die zuvor eine milde oder moderate Corona-Infektion hatten. Diese Gruppe entwickelt auffällig oft Long COVID, ohne zuvor schwer erkrankt gewesen zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entzündungsstoffe halten den Körper in Alarmbereitschaft</h2>



<p>Begleitend zeigt das Blut vieler Betroffener erhöhte Entzündungswerte. Dazu zählen unter anderem die Botenstoffe TNF, CCL2 und CXCL11. Diese Stoffe signalisieren dem Immunsystem Gefahr. Das Problem: Sie bleiben aktiv, obwohl das Virus längst verschwunden ist. Der Körper findet nicht zurück in einen normalen Ruhezustand.</p>



<p>Diese dauerhafte Alarmbereitschaft bleibt kein abstrakter Laborwert. Sie hat spürbare Folgen. Je ausgeprägter der veränderte Monozyten-Zustand ist, desto stärker fällt oft die Erschöpfung aus. Auch Atemprobleme treten häufiger auf. Messungen zeigen dabei teils leicht verringerte Sauerstoffwerte im Blut. Sie liegen oft noch im Normbereich, reichen aber aus, um Belastung deutlich anstrengender zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Immunzellen verändern das Lungengewebe spürbar</h2>



<p>In Proben aus den Atemwegen fanden Forschende zudem <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/forscher-tarnen-fremde-immunzellen-im-kampf-gegen-krebs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immunzellen</a> mit ähnlichen Eigenschaften. Diese Zellen tragen Gene, die mit Umbauprozessen im Gewebe zusammenhängen. Fachleute sprechen von profibrotischen Programmen. Vereinfacht gesagt: Das Lungengewebe kann an Elastizität verlieren. Das passt zu der Luftnot, über die viele Betroffene berichten, selbst bei leichter körperlicher Aktivität.</p>



<p>Die Beschwerden wirken damit weniger zufällig. Erschöpfung und Atemprobleme lassen sich auf gemeinsame Prozesse im Immunsystem zurückführen, die sich gegenseitig verstärken können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein biologischer Zwischenzustand mit Folgen</h2>



<p>Normalerweise reagiert das Immunsystem flexibel. Es fährt hoch, bekämpft Erreger und schaltet danach wieder zurück. Bei Long <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/mrna-covid-impfung-verbessert-ueberleben-bei-krebs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">COVID</a> scheint dieser Mechanismus gestört. In Labortests reagierten Monozyten mit dem beschriebenen Zellzustand deutlich schwächer auf neue Reize. Ihre Interferon-Antwort, ein wichtiger Teil der Virusabwehr, fiel gedämpft aus. Andere Abwehrsignale blieben ebenfalls zurück.</p>



<p>Das wirkt widersprüchlich. Einerseits herrscht Entzündung, andererseits reagiert das Immunsystem träge. Genau diese Mischung könnte erklären, warum sich Beschwerden festsetzen. Der Körper bleibt in einem Zwischenzustand gefangen. Long COVID bekommt damit ein biologisches Profil, das sich klar von klassischen Erschöpfungssyndromen unterscheidet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Langzeitdaten machen Veränderungen im Blut sichtbar</h2>



<p>Die Auswertung stützt sich auf mehrere Patientengruppen, die über Monate begleitet wurden. Blut- und Zellproben stammen aus unterschiedlichen Phasen nach der <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/who-jede-sechste-bakterielle-infektion-nicht-behandelbar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Infektion</a>. Auffällig war ein zeitliches Muster. Der veränderte Monozyten-Zustand trat häufig ab dem dritten Monat nach der Infektion deutlicher hervor und hielt teils bis fast ein Jahr an. Wichtige Beobachtungen aus den Daten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der spezielle Zellzustand kommt besonders häufig nach milden Corona-Verläufen vor.</li>



<li>Höhere Anteile dieser Monozyten gehen mit stärkerer Fatigue einher.</li>



<li>Atemprobleme korrelieren mit erhöhten Entzündungswerten und veränderten Immunzellen.</li>
</ul>



<p>Diese Zusammenhänge erklären nicht jeden Einzelfall. Sie liefern aber einen Rahmen, der Symptome und Laborwerte miteinander verbindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zusammenhänge werden greifbarer</h2>



<p>An der Analyse waren mehrere Forschungseinrichtungen beteiligt, darunter das <a href="https://www.helmholtz-hzi.de/media-center/newsroom/news-detailseite/wie-entsteht-long-covid-neuer-mosaikstein-gefunden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung</a>. Die Ergebnisse erschienen im Fachjournal <em>Nature Immunology</em>. Studienleiterin <a href="https://www.helmholtz-hzi.de/personen/prof-dr-yang-li/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Yang Li</a> beschreibt Long COVID als „äußerst komplexe Erkrankung mit verschiedenen Ausprägungen“. Der identifizierte Zellzustand sei ein weiterer Mosaikstein, nicht die abschließende Erklärung.</p>



<p>Den Forschenden zufolge zeigen die Ergebnisse Zusammenhänge, beweisen aber keine direkte Ursache-Wirkungs-Kette. Dennoch lassen sich konkrete biologische Prozesse messen und vergleichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Ansatzpunkte für Diagnose und Therapie</h2>



<p>Für viele Erkrankte hat diese Erkenntnis eine wichtige Wirkung. Ihre Beschwerden erhalten eine nachvollziehbare Grundlage. Sie lassen sich nicht mehr allein als diffuse Nachwirkung abtun. Gleichzeitig eröffnet der Befund neue Perspektiven für Therapien. Denkbar sind Ansätze, die gezielt Entzündungssignale dämpfen oder fehlgeleitete Immunzellen beeinflussen. Zwei Punkte stechen besonders hervor:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Ursache von Long COVID liegt nicht zwingend in schweren Akutverläufen.</li>



<li>Veränderungen im Immunsystem können lange nach der Infektion bestehen bleiben.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz zusammengefasst:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Ursache von Long COVID liegt häufig in einem dauerhaft veränderten Zustand bestimmter Immunzellen, der auch nach milden Corona-Infektionen Entzündungen im Körper aufrechterhält.</li>



<li>Dieser veränderte Zellzustand geht mit erhöhten Entzündungswerten im Blut einher und steht in engem Zusammenhang mit Erschöpfung und Atemproblemen.</li>



<li>Die Befunde erklären, warum Beschwerden lange anhalten können, obwohl das Virus verschwunden ist, und liefern eine messbare biologische Grundlage für Long COVID.</li>
</ul>



<p><strong>Übrigens: </strong>Anhaltende Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen nach Corona ähneln oft Long COVID – können aber auch auf eine unbehandelte Depression hinweisen. Eine große deutsche Studie warnt vor Fehldiagnosen und verpasster Hilfe. Mehr dazu in unserem <a href="https://smartup-news.de/gesundheit/verkannt-als-long-covid-echte-depression-bleibt-oft-unentdeckt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a>.</p>



<p>Bild: © <a href="https://www.freepik.com/free-photo/side-view-elder-woman-with-medical-mask-city_7436200.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freepik</a></p>
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